Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 169 haltige Termen entsprangen, welche das Meerwasser lokal an Kieselsäure anreicherten. Zur Zeit der Ebbe konnte sich die Kieselsäure aus dem in den Schottern und Sanden adhärierenden Meerwasser infolge Verdunstung und vielleicht auch infolge der Tätigkeit von Algen leicht ausscheiden und unter dem subtropischen Klima schnell austrocknen und unlöslich werden. Wenn wir auf die ausgedehnten Verkieselungen und alumosilikatischen Imprägnationen denken, welche die das französische Zentralmassiv umrandenden unterliassischen sandigen Ablagerungen zu Sandsteinen verkitteten, so werden wir uns nicht dem Gedanken verschliessen, für die eine verhältnissniässig nur bescheidene Ausdehnung erlangenden Lappen des Hárshegyer Sandsteines eine ähnliche Entstehung anzunehmen. Durch die hier gegebene Auffassung wird die Streitfrage der stratigraphischen Stellung des Hárshegyer-Sandsteines nicht berührt, denn diese wird durch die Ablagerungszeit des klastischen Materials selbst bestimmt. Mit Zustimmung Herrn DR. S CHRÉTERS möchte ich aber doch mitteilen, dass er bezüglich der Genesis bestimmter Varietäten des Hárshegyer-Sandsteines unabhängig von mir zu ähnlichen, noch unveröffentlichten Ansichten gelangt ist, wie ich. 53 a ) Er hält nämlich diese Sandsteine, — vorläufig noch mit einigem Vorbehalt, da die Richtigkeit dieser Ansicht noch nicht mit einer genügenden Menge Feldbeobachtungen gestützt werden konnte, — für verkieselte oberoligozäne Sande. M a) Anmerkung bei der Übersetzung (1928): Vorliegende Arbeit erschien im Frühjahr 1925 in ungarischer Sprache im Druck; (wegen redaktioneller Schwierigkeiten vorerst als Separatabdruck). Als ich anlässlich des mündlichen Vortrages, 1922 als Erster die kieseligen Hárshegyer-Sandsteine als Produkte der einstigen geysirartigen Heissquellen ansprach, hatte ich mich bloss der Zustimmung Z. SCHRÉTER'S zu erfreuen. Von M. PALFY wurde damals in der Debatte meine Ansicht recht scharf bekämpft. Seitdem scheint der Widerspruch verstummt. Herr Kollege ST. FERENCZI, den ich seinerzeit unter meinen Zuhörern begrüssen durfte, adoptierte in einem drei Jahre später (Dezember 1925) gehaltenen Vortrage („Daten zur Geologie des Buda-Kovácsier Gebirges"; Suppl. z. Földt. Közl. 1925. LV. 349—367, vgl. p. 362) meine Ansichten, — (auch bezüglich der Bindung des zu Staub zerfallenden Dolomites an die Bruchlinien, 1. c. 350—351), — vollständig, leider ohne von meiner vorliegenden Arbeit Notiz zu nehmen. Beiläufig bemerkt halte ich die von FERENCZI (p. 351) gegebene Interpretation der von ihm mitgeteilten Analysen für unrichtig. Es handelt sich dabei meiner Auffassung nach um hydrotermale Metamorphose eines dolomitischen Kalksteines, wie sie bei Solymár häufig vorkommen, wobei bei der Umkristallisation ein reinerer Dolomit entstand. Nicht Atmosphärilien, sondern Termalwasser, aus dem auch SiOa und die Sesquioxyde abstammen, bewirkte in vergangenen geologischen Perioden die Metamorphose. Bei der im Jahre 1927 am Südfusse des Gellérthegy (Blocksberg) ausgeführten Tiefbohrung wurde nach Mitteilung M. PÁLFY'S („Á gellérthegyi mélyfúrás tanulságai", [Die Lehren der Tiefbohrung beim Gellérthegy"], am 7. Dezember 1927 in der Fachsitzung der Hydrolog. Sekt. d. Ung. Geolog. Ges. gehaltener Vortrag, im Druck noch nicht erschienen), in der Tiefe von 1115—114 m unter der Oberfläche pulveriger Dolomit als Ausfüllung einer einstigen Termalspalte verquert. Wo bleibt da die Möglichkeit einer atmosphärilischen Verwitterung?