Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 167 (Blocksberges) bedeckt, schreibt bereits JOH. MOLNÁR (129, 170, 130, 45): „Die Hornsteinbreccie, das Produkt einer in einer vorangehenden geologischen Epo­che gewirkt habenden Kieselsäure-Quelle, liegt jetzt einiger Massen entfernt von der Therme..." (Diese Idee ist übrigens das erstemal bereits J. SZABÓ ausge­sprochen worden; [200 a, 70; 201 a, 1 1]). In der Tat finden wir bei dem Budaer Brückenkopfe der Franz-Josefs-Brücke, bei der Szent-Iväner Höhle, unweit der Freitreppe, die über dem Turmhäuschen der Strassenbahnangestellten erbaut wurde, unterhalb der Hornsteinbrekzie den Dolomit entlang der einstigen Quellenwege zu losem Kristallsand verwandelt vor. Es ist interessant, dass dagegen bisher noch nie der Versuch gemacht wurde, die Bildung des typisch quarziges Bindemittel füh­renden Hárshegyer-(Lindenberger-) Sandsteines mit der Tätigkeit der ehemaligen kieselsäureführenden Termen in Verbindung zu bringen. Unsere Geologen haben sich bisher mit der Stratigraphie und der Frage des Ursprungs des klastischen Materials dieses rätselhaften Gebildes schon oft beschäftigt. Auf Grund der Untersuchungen von FRANZ SCHAFARZIK, LUD­WIG LÓCZY senior, sowie ALADÁR VENDL nimmt man heute an, dass die Quarz­kiesel dieses Sandsteines, welche aus keinem einzigen Sedimente des Budaer Gebirges abgeleitet werden können, bei der erosiven Abtragung eines ausser­halb des Budaer Gebirges bestandenen kristallinen Gebirges entstanden seien, und durch starke Meeresströmungen an die Abrasionsküste des aus Trias und Eozän bestehenden Grundgebirges der Budaer Berge angeschwemmt wurden. Woher aber stammt wohl der harte chalcedonartige Kieselsäurezement, der diese Iitoralen Sande und Schot­ter zu festem harten Hárshegyer-Sandstein verkittet? Mit dieser Frage hat sich meines Wissens bisher noch niemand beschäftigt. Der Hárshegyer-Sandstein mit seinem quarzigen Bindemittel kann in Bezug auf Genesis nicht mit den permischen oder untertriassischen roten, durch Quarz zementierten Sandsteinen verglichen werden. Letztere bildeten sich auf ariden, abflusslosen Kontinenten, wo die in den zusammengeschwemmten Schotter- und Sand-Lagern zirkulierenden alkalisch reagierenden Salzlösungen die Kieselsäure ablagerten, die also aus dem Schottermateriale selbst herstammt. Dagegen sind die Kieselschotter und Sande, die das Substrat des Hárs­hegyer- Sandsteines bilden, in einem subtropischen, marinen Klima zur Ablagerung gelangt, nicht in einem ariden Klima, und auch später, als sich unser Gebirge aus dem Meere herausgehoben hatte, entfernte sich das Meer nie so weit von der einstigen Küste, dass es zur Bildung von quarzigen Wüstensandsteinen aus den lockeren Schottern hätte kommen können. Unsere Geologen, die im Budaer Gebirge arbeiteten, nehmen offenbar wo ebenfalls viele Termenspuren vorhanden sind, (vgl. darüber auch SCHAFARZIK 165), wird der Südhang von der gleichen Hornsteinbrekzie mit quarzigem Bindemittel bedeckt.

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