Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
164 DR. EMIL SCHERF Halloysit-Silikat vereinigt, wenn die Gleichgewichtsbedingungen am Orte des Zusammentreffens der Sole die gegenseitige Fällung des AkOs-Hydrates und des Si02-Hydrates begünstigen. Reines, kohlensäurefreies Wasser vermag offenbar selbst in überhitztem Zustande nicht die feldspatartigen Silikate so stark zu „hydro lisieren", dass sich AI2O.3 von SÍO2 gänzlich trennen würde. STREMME (193, 111—121) hält es sogar für unmöglich, dass durch eine solche Hydrolyse auch nur Kaolin entstünde, (in dem AI2O3 mit SÍO2 noch vereinigt ist), wogegen CUSHMANN (34), ARSANDAUX (5, 6, 7) und RAMANN (150, 24—27, 37—39; 151) eine solche Hydrolyse sogar bei den bei der Lateritbildung in Frage kommenden verhältnissmässig niedrigen Temperaturen annehmen, allerdings ohne hiefür experimentelle Beweise zu bringen. Nach ARSANDAUX (7, 1700) soll die Hydrolyse des Feldspates in 2 Phasen erfolgen: 1. Feldspat-(-WasserGlimmerähnliches Silikat-f- Kieselsäure(hydrat) -f~ Alkali, und 2. Glimmerähnliches Silikat + Wasser Kaolin + Aluminiumoxyd(hydrat) + KieselsäureHydrat) + Alkali. Er hält auch eine weitere Hydrolyse des Kaolins in die getrennten Hydrate von AI2O3 und SiOa nicht ausgeschlossen. Nach STREMMES Auffassung ist selbst zur blossen Kaolinbildung eine saure Reaktion der zersetzenden Lösung notwendig. Auf Grund der Experimentaldaten von SULLIVAN (200) und R. MÜLLER (132) stellt STREMME fest, dass die Kohlensäure bei der Feldspatzersetzung auch einen Teil des SÍO2 in Lösung bringt, dagegen den AkOs-Gehalt fast garnicht vermindert, im Gegensatze zu der stärkeren Schwefelsäure, die auch viel AI2O3 auflöst. So viel mir bekannt ist, fehlen darüber noch völlig zahlenmässige Bestimmungen, welche H-Ionenkonzentration in der wirksamen Lösung notwendig ist, um die Feldspate und ähnliche zusammengesetzte Silikate zu Kaolin zu zerlegen ; natürlich besitzen wir noch weniger Experimentaldaten dafür, welche H-Ionenkonzentration in der Lösung erforderlich ist, damit die Zersetzung sich bis zur Auseinandertrennung auch des AI2O3 und SiOa steigert. * * * Die Termen verkitten lose Sande und Schotter zu festen Sandsteinen, andererseits aber lösen sie auch fertiggebildet vorliegende Sandsteine durch Entfernung des Bindemittels in deren klastische Komponenten auf. Für beide Vorgänge lassen sich Beispiele aus dem Budaer Gebirge zitieren. Für die Sandsteindekomposition führte ich schon ein Beispiel vom „Roten Steinriegel" im Budakeszier Becken an, wo wahrscheinlich ein alkalikarbonathältiges Termalwasser das aus Quarz bestehende Bindemittel des Hárshegyer- (Lindenberger-) Sandsteines aufgelöst haben dürfte. Ein Beispiel ähnlicher Art kann ich vom Ausgange des Budakeszier Tales und zwar von dem vis-á-vis des Csiker-Bergzuges, NW-lich von diesem sich erhebenden Schleifsteinberge, (248 m) anführen. Dieser aus feinkörnigem Hárshegyer-Sandstein bestehende Hügel hat eine NW —SO-lieh langgestreckte