Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 165 Gestalt mit ziemlich steilen Abdachungen, mit denen er sich aus der von oberoligozänem Sand bedeckten Umgebung erhebt. Die eigentümliche Gestalt des Berges rührt unzweifelhaft davon her, dass er sich zwischen zwei parallelen NW —SO verlaufenden Verwerfungen als Horst erhebt. Die am südwestlichen Fusse des Berges sich hinziehende Bruchlinie bildet die direkte Fortsetzung jener grossen Verwerfung, welche nach SZILBER (203) am Südende des Csiker-Gebirges zwischen den Bergspitzen Cöte 285 m (östlich vom Huszonnégyökröshegy) und Cöte 287 rn 4 9) durchstreicht und welche auch durch die rechtwinklige Umbiegung des Csiker-Grabens markiert wird. Die am NW-Fusse des Berges verlaufende Verwerfung entspricht gleichfalls der Verlängerung einer Bruchlinie, welche nach SZILBER den Kecske-hegy (Geissberg) entzweiteilt und von hier aus sich südöstlich fortsetzend den Hauptkamm des Csiker Gebirges zwischen Cöte 314 m und 267 m übersetzt und schliesslich an ihrem südöstlichen Ende den Randbruch des Strassberges, (264 m, N-lich von Budaörs) erzeugt. Als ich mit Herrn Prof. SCHAFARZIK diese Gegend beging, fanden wir NW-lich vom Jägerhause ein ausgeackertes Stück eines Barytganges ; ausserdem zeigen auch die hier auf dem gepflügten Terrain gut sichtbaren Rendzina-Flecken an, dass der in geringer Tiefe anstehende Dolomit längs der vom Geissberg her sich hinziehenden Verwerfung hydrotermal zu seiner pulverigen Fazies verändert ist. In diesem Tale werden die NW —SO gerichteten Bruchlinien noch durch hierauf senkrechte Verwerfungen gekreuzt, infolgedessen im Tale einige kleine Dolomithorste herausmodelliert wurden, an deren Umrandung überall die geschilderten charakteristischen hydrotermalen Umwandlungen, als die Umkristallisierung des Dolomits zu losem Kristallpulver, Rendzinabildung auf diesem Pulver und Ausfüllung der Spalten in den Reibungsbrekzien mit Quarz, Baryt und Eisenoxyden zu finden sind. Beiderseits des Kovakőhegy (Schleifsteinberg) finden wir nun längs der bezeichneten tektonischen Linien den Hárshegyer-Sandstein zu lockerem Sand zerfallen und gleichzeitig rote Eisenoxyde in ihm gebildet, welche eine auffallende Rotfärbung des Bodens bewirken, so dass man im ersten Augenblicke geneigt wäre, an den Ausbiss eines roten Akkumulationshorizontes zu denken, wovon aber nicht die Rede sein kann. Sowie man sich von der Verwerfung weg, gegen den Berg zu begibt, trifft man wieder den hellbraunen normalen Waldboden an, unter dem fester Hárshegyer-Sandstein ansteht. Auf der Karte 1 : 25000 ist das Terrain südlich vom Schleifsteinberg mit dem Namen „Bergäcker" bezeichnet. Das klastische Material des Hárshegyer-Sandsteines besteht hier aus grösseren Kieseln. An einer Stelle zwischen den Weingärten ist ein ganz lokaler Zerfall des Sandsteines in sein klastisches Material zu beobachten, so dass man eine Schotterterrasse vor sich zu haben wähnen könnte. Hundert Meter weiter weg jedoch zeigt sich auch nicht die Spur eines Gesteinszerfalls mehr. Ist es statthaft, diesen streng lokalisierten Gesteinszerfall so wie bisher, mit „V e r w i 11 e r u n g" zu erklären ? Ist es nicht viel plausibler, dass an dieser Stelle eine ehemalige alkalische «) Diese Höhencöten finden sich nur auf der Karte 1 : 25000 angegeben.