Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

156 DR. EMIL SCHERF hielt kompaktere Dolomitslücke als der übrige feine, gelbe Dolomitsand der Grube). Im Profil zeigen sich weiter oben noch einige 5—15 cm dicke rote Schichtstreifen im ockergelben Sandstein, die in 20—40 cm Abstand von ein­ander ziemlich parallel verlaufen. Der Karbonatsandstein wird von Rendzina­boden bedeckt, dessen schwarze Farbe zusammen mit der roten eisenoxydischen Färbung eine eigentümliche dunkel-bordeaux-violettrote Mischfarbe ergibt. Wir können also konstatieren, dass auch an dieser Lokalität die stärkste Silikatzersetzung an der Berührungsfläche eines ziemlich wasserundurch­lässigen Gesteines, nämlich des metamorphisierten Tonmergels mit einem wasserdurchlässigerem Gestein, dem Dolomitbrekziensandstein auftritt, welche durch das längs der Schichtfugen aufgedrungene Termalwasser und dem aus ihm entwichenen CO ä verursacht wurde. Sie führte an der Kontaktfläche bis zur Bildung reiner Halloysitadern und stark entwässerter, schwärzlich-violetter Eisenoxydkolloide. Die Silikate der Halloysit-Montmorillonitgruppe sind in Frankreich zuerst aufgefunden worden. Wenn man die auf die französischen Vorkommen bezüglichen zerstreuten Literatur­angaben zusammenstellt, so ergibt sich, dass auch dort in einander übergehende hydroter­male und pneumatolytische Vorgänge diese Silikate erzeugt haben; (vgl. LACROIX 106, I. Bd. 472—491). Mit nachfolgender Zusammenstellung ergänze ich zugleich die Mitteilungen SCHRÉTER'S (174, 241 deutsch), der die Ähnlichkeit unserer Quellenabsätze mit den Absätzen einstiger Termen am Rande des französischen Zentralplateaus gleichfalls wahrnahm, jedoch nur die Absätze der Quellen von Vichy auf Grund der Beschreibungen VOISIN'S (218) mit den unseren in Parallele stellte. Am Südrande des archaischen Granit-Gneiss-Massivs der Vogesen, bei der Ortschaft Plombiéres (Dep. Vosges) entspringen dem Granit Termen von 73° C, welche durch die aus Granit- und Buntsandstein-Kieseln bestehende alluviale Schotterdecke der Talsohle hindurch ans Tageslicht treten. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts fand man bei Neufassung der Quellen eine aus Ziegeln und Sandsteinstücken mit Kalkmörtel erbaute alte Mauer vor, mittels welcher die Römer das Quellwasser vom Grundwasser zu isolieren trachteten. In den Hohlräumen dieser Mauer fand DAUBRÉE eine ganze Reihe rezent gebildeter kristallisierter Zeolite. Der unterste, der direkten Einwirkung des heissesten Wassers ausgesetzte Teil der Mauer war von einer gelatinösen Kolloidsubstanz überzogen welche sich als wasserhaltiges Kalksilikat erwies (CaSiOa. 2H2O) und „P 1 0 m b i é r i t" benannt wurde. Dagegen fanden sich in den Hohlräumen der Schotterablagerung keine Zeolite, sondern sie waren von einer gelblichen, tonigen Masse ausgefüllt, welche sich nach D AUBRÉE (39, 567, 568, 579, 581, 585 ; 40, 420, 421, 448 ; 41, 463, 474, 475 ; 42, 421—423; 43, 188; 44, 144; 45, I. 280-282, IL 24, 27 ; 46, 31—49, 123-124) als eine Art H a 11 0 y­s i t-Substanz erwies, die noch heute fortdauernd aus der Tiefe emporgebracht und abge­lagert wird. Dieser H a 11 0 y s i t wäre also nach DAUBRÉE ein wirkliches Präzipitat aus dem Quellenwasser, im Gegensatz zum Plombiérit der seine Entstehung der Zersetzung des Mauermateriales verdankt. An beiden Seiten des Tales von Plombiéres, wo noch heute Quellen niedrigerer Temperatur (15°—30 u C) entspringen, wird der Granit von untertriassischem grauen, soge­nannten „V o g e s e n"-Sandstein bedeckt. Über dem Vogesensandstein lagert Buntsandstein der unteren Trias. Nach den Beschreibungen DAUBRÉES ist der Granit in der Nähe der Quellen in zweifacher Weise verändert. Einesteils wurde er porös und sandig, anderer­seits aber verhärtete er durch Imprägnation mit Quarz und Fluoritsubstanz. Letztere Mine­rale finden sich auch in Adern und nierigen Konkretionen in der Granitmasse vor. Als man die Bahnlinie Metz-Besangon erbaute, wurden besonders an der „Cöte de la Gendarmerie" im Tale von Plombiéres viele solche Gänge aufgedeckt. Auch hier fehlen die für hydro-

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