Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

148 DR. EMIL SCHERF Am entgegengesetzten Hange des Márton-Berges habe ich in den Auf­schlüssen neben der Denevér-Gasse ganz lockere, leichte, bimssteinartige Kieselsäureausscheidungen sammeln können, welche den rezenten Geysirabla­gerungen sehr ähnlich sehen. Ich betrachte sie als Produkte einer späteren Periode, als die aufsteigenden Termalwässer schon bedeutend kühler waren, so dass die Kieselsäure keine metasomatischen Veränderungen mehr bewirken konnte, sich vielmehr in den Schichtfugen als Kieselsäuregel absetzte, welches bei der Eintrocknung lockere tuffartige Kieselsäure lieferte; (vgl. die von SCHNEIDER gefundenen Tatsachen, Anmerkung Nr. 16 auf S. 128 dieser Arbeit). Ich erwähnte schon, dass in der Denevér-Gasse die Eisenoxydaus­scheidungen in dem von unseren Geologen als pannonisch bezeichneten Sandstein bereits limonitisiert sind, was gleichfalls darauf hinweist, dass zur pannonischen Zeit das Eisenoxyd bereits aus ziemlich abgekühltem Wasser ausfiel, so dass es sich später verhältnismässig leicht hydratisieren konnte. ZOLTÁN SCHRÉTER (174, 218—219 deutsch) hat aus der grossen städtischen Dolomitsandgrube am Kisgellérthegy (Kleiner Blocksberg) ähnliche lockere tuffartige Kieselsäureausfüllungen beschrieben, die er zusammen mit dem harten verkieselten Nebengesteine als metamorphisierten eozänen Bryozoenmergel ansprach. In den Mergelbänken des Budaer Festungsberges fanden THOM. SZONTAOH und KARL PAPP (139, 11 —12) ein weisslich bis rost-rot gefärbtes lockeres tuffähnliches Material, welchem schon SCHRÉTER (174, 229 deutsch) hydrotermale Entstehung zuschrieb. Auch hier spricht alles dafür, dass dieses Material noch aus einem kieselsäurehältigen Terma 1-Wasser, welches aber doch schon einigermassen abgekühlt war, abgesetzt wurde. Diese Termen, welche später auch die pleistozäne Kalktuffkappe des Festungsberges ablager­ten, haben den Mergel nicht mehr so energisch zersetzen können, wie die am Mártonhegy in einer früheren Periode emporgedrungenen Termalwässer. Nach den Beobachtungen im Nebenstollen des Tunnels durch den Festungsberg, büssten die den erwähnten Kieselsäureablagerungen benachbarten Mergelbänke nur ihren CaCO^-Gehalt ein und auch die Entstehung jenes feinen plastischen Tones inmitten des Mergels, in dem nächst dem Christinenstädter Ausgange des Tunnels von J. SZABÓ die schönen Barytkristalle gefunden wurden, erkläre ich mit so, dass der Mergel durch das längs der dortigen Verwerfung empor­gedrungene Termalwasser nur mehr in seinem CaC0 3-Gehalt angegriffen wurde. Unsere rezenten Quellen lösen infolge ihrer niedrigeren Temperatur und vielleicht auch infolge ihres geringeren Gehaltes an C0 2 (und sonstigen Gasen) gleichfalls nur die leicht löslichen karbonatischen Bestandteile des Mergels auf, ohne dessen silikatischen Anteil zu verändern. Als im Jahre 1864 die Quellen des Rácfürdő (Raitzenbad) neu gefasst wurden, beobachtete JOHANN MOLNÁR (129, 187, 195; 130, 23, 33), dass der von Kalkspatadern und Pyrit durchsetzte Mergel der Quellenspalten an einzelnen Stellen bis in 7—8 cm Tiefe zu einem weissen Schlamm geworden war, welcher bei der Analyse (129, 189; 130, 26) 79 84% SiO-> und 19'96°/o AI2O3 ergab, (Mol. Verh.

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