Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 149 AI2O3 : SiOa — 1 :6'78), während der in Salzsäure unlösliche Anteil des unveränderten Mergels (129, 189; 130 ,25) 79"09% SiOa und 20-74% AI2O3 enthielt (AI2O3 : SiOa = 1 :6'46), dass also das Verhältniss der Hauptkomponen­ten des silikatischen Anteils fast unverändert blieb. Die wasserhältigen Aluminiumoxyd-Kieselsäure-Verbindungen treten in unserem Gebirge immer im Zusammenhange mit Mergeln auf und zwar im reinsten Zustande dort, wo der Mergel mit sandig zerfallendem Dolomit in Kontakt steht; auch diese Tatsache spricht für die Bildungsweise c.), derzu­folge die Mergelsubstanz selbst an der Bildung der halloysitischen Substanz beteiligt ist. Bei einer späteren Exkursion fand ich auch am Westhange des Márton­Berges die 10—20 cm mächtige Halloysitschichte unweit des Farkasréter Friedhofes auf, wiederum an der Grenzfläche des rötlich gefärbten und mäch­tige kieselige Ausscheidungen enthaltenden pulvrigen Dolomites mit dem Budaer Mergel. ANTON KOCH und FRANZ KOCH (19, 8; 99; 100;) haben vor mehr als vierzig Jahren als eine Art mineralogischer Kuriosität drei Gattungen amor­pher Minerale vom Kis-Gellérthegy (Kleiner Blocksberg) beschrieben, ohne dass sie versucht hätten, die Genesis derselben zu deuten. Diese Minerale wurden von ANTON KOCH im Jahre 1882 auf dem Budaer „Fehér-hegy" („Weisser Berg" heutiger Kleiner Blocksberg) gefunden und zwar an der linken Seite des über den Eisenbahntunnel hinüberführenden Weges, (heutige Hegyalja-Strasse), an derjenigen Stelle : „wo der Budaer Mergel unge­fähr unter 45° südlich einfallend mit dem darunter lie­genden Dolomit in Berührung tritt. Am Kontakte zeigt sich der Budaer Mergel ungefähr zwei Fuss mächtig zu einer rotbraunen bis braungelben porösen Masse ver­ändert, in welchem das lederbraune Mineral dickere, das harzähnliche gelbliche Mineral dünnere Adern und das kreideartige Mineral aber kleinere-grössere Knollen und auch Adern bildet." Diese Substanzen wurden dann von FRANZ KOCH mit dem in Tabelle No IV. (Kolonne VIII—X.) angegebenem Resultate analysiert. Das gelbe, harzähnliche Mineral wurde bereits von ihm als Halloysit bezeichnet. Nach der Beschreibung zu urteilen, muss sich der Aufschluss, der diese Gelsubstanzen enthielt, in nicht sehr grosser Höhe über dem Südportale des Eisenbahntunnels befunden haben; heute ist dort alles verwachsen, aber an der östlichen Seite der Hegyalja-Strasse verraten uns die verkieselten Bänke des Budaer Mergels, (der bekannte Fundort von Meletta sardinites, vgl. auch die kurze Beschreibung von SCHAFARZIK, 163) und weiter aufwärts der san­dige Dolomit der verlassenen Reibsandgruben mit seinen charakteristischen Rotfärbungen noch heute die einstige Termentätigkeit in dieser Gegend, wo leider auch diese letzten Spuren hydrotermaler Wirkungen in absehbarer Zeit der Bautätigkeit zum Opfer fallen werden. Auf der anderen Seite aber

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