Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 145 V quetschtem Zustande noch erkennbar ist, es braust mit Säure nicht. Darüber folgt eine verkieselte harte Mergelschichte von einigen dm Dicke, während über dieser der Mergel in grösserer Mächtigkeit zu jener grauen, plastischen Tonsubstanz metamorphisiert wurde, die in dem Budaer Gebirge als „M a 1 e r­e r d e" bekannt ist. 3 3) Darin kommen partienweise, aber im Allgemeinen seltener, auch die für hydrotermale Prozesse so charakteristischen violett-roten eisenschüssigen Verfärbungen, sowie Verkieselungen vor. Noch höher folgen immer weniger veränderte Mergelbänke. 106, Bd. I. 481.) und der Lenzinit (Séverit) von Saint-Séver (Dep. Landes) mit Ala O.i : Si 02 1 : 3'85 (PELLETIER 108, Bd. I. 481.) unzweifelhaft beide identisch mit Montmorillonit. Es bekamen aber auch umgekehrt häufig Minerale mit voneinander sehr abweichenden Ab O3 : Si O2-Verhältnissen ein und denselben Namen. Z. B. der L e n z i n i t von Kall (Eifel-Gebirge) mit Als O.3 : Si O2 1 : 168 (JOHN 89) und der LENZINIT von La Vilate (Dep. Haute-Vienne) mit AI2 O3 : Si O2 1:171 ( SALVÉTAT 160, 112—116) sind alle beide H a 11 o y s i t e, während der vorerwähnte Lenzinit von Saint-Séver, wie gesagt, eigentlich zum Montmorillonit gehört. DAUBRÉE gebraucht in seinen Werken die Bezeichnung „H alloy sit" oft als Sammelnamen für alle Gruppen LE CHATELIERS, während man in neuerer Zeit hiefür oft den Sammelnamen „A 11 o p h a n 0 i d-T 0 n e" gebraucht, (1, 206). Mit einem Wort : in der Nomenklatur dieser Substanzen herrscht eine grosse Verwirrung, in der man sich noch am ehesten an Hand der Einteilung von LE CHATELIER zurechtfinden kann, auch wenn man mit STREMME von der Inkonstanz des Verhältnisses Als O3 : Si O2 auch innerhalb der einzelnen Gruppen LE CHATELIERS überzeugt ist. Im Übrigen wurde der Halloysit von seinem ersten Analytiker BERTHIER (11) nach dem Entdecker, dem belgischen Geologen OMALIUS D' HALLOY benannt, der das Mineral in der Eisen-Zink-Blei-Erzgrube dei dem Dorfe Angleure in Belgien (bei Lüttich [Liege]) auffand. Er beschreibt es als weisse, mit dem Nagel ritzbare und polierbare, an den Rändern durchscheinende Substanz von muscheligem Bruche. Das an der Zunge haftende amorphe Mineral, welches schon von kalter H2 SO4 leicht aufgeschlossen wurde, enthielt AI2 O3 : SÍO2 1:1-97. Als Typus des Montmorillonit ist jenes weiche, seifig anzufühlende, von Spuren organischer Substanz rosa gefärbte Mineral mit AI2 Os : Si O2 1 : 4 20 zu betrachten, welches DAMOUR und SALVÉTAT (37) von Montmorillon (Dep. Vienne) beschrieben, wo es in einem braunen Tone in Nestern vorkommt. Eine rote tonartige Varietät des Montmorillonits mit 8% Fe2 0.i wurde von DUFRENOY (58, 399) schon früher von der Basis der liassischen Arkosen-Sandsteine bei Montmorillon beschrieben, mit AI» Oa : Si O2 1 : 3-24. HCl greift den Montmorillonit nach den Beschreibungen nur schwer, H2 SO4 stärker an. Als Ergänzung sei bemerkt, dass sowohl in Bezug auf Genesis, als auch in Bezug auf Eigenschaften, noch der N o n t r o n i t (oder Chloropal) zu diesen Aluminium­Kieselsäure-Gelen gestellt werden muss. Er ist ein amorphes strohgelb-grünlichgelbes wasserhaltiges Eisenoxyd-Kieselsäure-Gel, dessen Zusammensetzung gleichfalls schwankend ist, aber im Allgemeinen der Formel Fe2 On, 3 Si O2. 5 H2 O nahekommt. Er wurde von BERTHIER (12) aus der Eisen-Mangan-Erzgrube bei Nontron(Dep.Dordogne) zuerst beschrieben. Bei Aufbewahrung in der Sammlung muss man alle diese Gel-Minerale unter Glas­glocken halten, unter denen die Luft ständig mit Wasserdampf gesättigt ist. Sonst verlieren sie alsbald ihre Frische und zerstäuben erdig. 3 3) In Ziegelform gepresst kommt sie als „Maler-Ziegel" in Verkehr, der von den Zimmermalern als Malgrund benützt wird. Da diese tonartigen Substanzen auch Anilin­farben aus wässeriger Lösung so kräftig adsorbieren, dass bie Farbe aus dem Kolloide auch durch Auswaschen mit Wasser nicht mehr entfernt werden kann, geben sie auch ein gutes Substrat für die Farbenindustrie ab.

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