Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

146 DR. EMIL SCHERF Da die reine Halloysit-Schiclite mit den Mergelbänken konkordant ver­läuft, war Professor SCHAFARZIK geneigt sie als ursprüngliches Sediment anzusprechen. 3 1) Später aber hat auch er diese Schichte als hydrotermal veränderten Mergel anerkannt; (164, 195 nur im ung. Text.) Für mich unterliegt es keinem Zweifel, dass an dieser Lokalität eine sehr lehrreiche stufenweise Metamorphose des Mergels aufgeschlossen ist, welche wieder ihrerseits einen weiteren Beweis liefert, dass der Zerfall des Dolomites zu feinem Pulver tatsächlich eine Folge der Einwirkung von Termalwässern ist. Die ringsherum in weitem Umkreis an den Randbrüchen des Dolomit­horstes des Mártonhegy heraufgedrungenen kohlensäurehältigen Termalwässer haben den Dolomit im Liegenden zu losem Kristall-Sand umkristallisiert, sind aber von der Mergel-Deckkappe am weiteren Vertikalaufstiege behindert worden, so dass sie nur von der Seite aus von den Bruchspalten her zwischen die natürlichen Schichtfugen der Mergelbänke in mehr oder weniger horizon­taler Richtung einzudringen vermochten. Ihre zersetzende Wirkung äusserte sich natürlich am stärksten auf der Berührungsfläche des Mergels mit dem Dolomit, während die oberen Mergelhorizonte weniger metamorphisiert wurden. Die Mergelbänke scheinen veschiedenartige Veränderungen erlitten zu haben, je nachdem die natürlichen Schichtfugen sich mehr oder weniger durchlässig für das Wasser und die daraus entbundenen Gase erwiesen. 3 5) Über den Chemismus der Mergelmetamorphose wird man sich erst dann ein genaues Bild machen können, wenn die geplante Analyse des ganzen Schichtenprofils durchgeführt sein wird. Vorläufig kann noch nicht mit Sicherheit entschieden werden, ob : a) die Halloysit-Schichte ein einfaches Zersetzungsprodukt des Mergels ist, d. h. ein solcher Mergel, aus welchem der 60—70% betragende CaCOi­3 4) Freundliche mündliche Mitteilung an Ort und Stelle. ® 5) Ein ähnlicher Fall wurde von SCHRÉTER (174, 200) vom Südhange des Gellért­(Blocks-) Berges beschrieben. In dem Graben unmittelbar hinter dem einstigen Sáros-Bade, welcher bei dem Baue des neuen Gellért-Bades zugeschüttet wurde, zeigte sich im Liegenden einer Schichte von verkieseltem Budaer-Mergel unveränderter Budaer Mergel und im Hangenden ebenfalls unveränderter Kleinzeller Tegel, so dass SCHRÉTER konstatiert, die verkieselnden Termalwässer seien nur in einem bestimmten, besser durchlässigen Horizonte des Mergelkon.plexes in der Richtung der Bankung eingedrungen. Am Márton­Berg musste ein viel heisseres Termalwasser aufgestiegen sein, welches auch die Schichten neben den verkieselten Mergelbänken metamorphisieren konnte. Ich halte es übrigens für wahrscheinlich, dass im Aufschlüsse am Márton-Berg der Weg der Wässer selbst durch die Halloysitschichte und die darüber liegende verquarzte Schichte, sowie die kieseligen Schichtenpartien in der Malererde gekennzeichnet wird, während die alumosili­katische Veränderung des Mergels zu „Malererde" der aufschliessenden Wirkung der aus dem Wasser entbundenen C02(und sonstigen Gasen?) zuzuschreiben ist, ebenso wie auch auf Erzgängen das Erz und die Kieselsäure aus den aufsteigenden Lösungen selbst abgeschieden wird, während die begleitende Kaolinisierung des Nebengesteins, die sich nicht immer knapp neben der Vererzung findet, von dem entbun­denen C Os-Gas verursacht wird.

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