Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
124 DR. EMIL SCHERF das pulverige Gestein wird durch Rendzinaboden bedeckt. In der Figur wurde auch angedeutet, dass die kieseligen Ausscheidungen zumeist die Spalten der ursprünglichen Brekzie ausfüllen, dass es aber innerhalb der feinen Gesteinsmehlmasse auch noch Brekzienreste geben kann, deren Hohlräume nicht von Kieselsäure erfüllt wurden. Tafel I. stellt einen Teil der Talung dar, die sich an der Nordwestseite der Csiker-Berge hinzieht, des sogen. Csiker-Grabens, 1 km NO-lich vom Jägerhause an der Budakeszier Strasse. Bei Cöte 172 m an der Westseite des Grabens ist das dort auftauchende eozäne Dolomit-Brekzien-Konglomerat starken Termalwirkungen ausgesetzt gewesen. In der rechten oberen Ecke meiner Photographie sind die durch die Erosion herauspräparierteti, bizarr geformten verkieselten Felsgruppen sichtbar, welche von dem zu feinem Pulver zerfallenden Dolomitkonglomerat umgeben werden. Im Aufschluss auf der rechten Seite des Bildes im Vordergrunde zeigt sich Rendzinaboden am losen Dolomitpulver aufliegend. In den Csiker-Bergen bilden heute diese eozänen Konglomerate samt den eozänen Bryozoenmergeln nur mehr kleinere langgestreckte Züge, während sie seinerzeit, (vgl. 175), grössere Ausdehnung haben mochten. Die Richtung dieser Streifen fällt mit der Richtung der NO —SW und senkrecht darauf verlaufenden Bruchlinien zusammen, was nicht nur darauf zurückzuführen sein dürfte, dass, — wie von JOSEF SZILBER (203) ausgeführt worden ist, — das Antlitz des Csiker-Gebirges bereits durch die voreozänen Dislokationen ausgebildet wurde, so dass bei der Transgression des eozänen Meeres die Richtung der Aufschüttung des Uferkonglomerates bereits zwangsweise gegeben war, sondern meiner Meinung nach wenigstens teilweise auch davon herrühren dürfte, dass längs dieser alten Bruchlinien im Tertiär die Tennen aufstiegen, welche einzelne, wasserdurchlässigere Schichten der Konglomerate und Mergel verkieselten. Als dann noch später die Erosion einsetzte, haben diese verkieselten Horizonte wie eine Schutzkappe den unter ihnen befindlichen zu feinem Pulver umkristallisierten Schichtenkomplex vor Abtragung geschützt. Immerhin hat die andauernde Erosion in den Csiker-Bergen teilweise auch schon diese harte Schutzdecke zerstört, das darunter befindliche lockere Material seitlich angenagt, so dass auf diese Weise an vielen Orten Pilzen, — (vgl. das Bild Tafel No II.), — oder Tierköpfen ähnlich sehende Gebilde entstanden, die selbst dem Landvolke auffielen und zu dergleichen Benennungen wie: „Ross"-Berg, „Vierundzwanzig Ochsen"-Berg, „Geiss"-Bergu. s. w. Anlass gaben. 1 3) 1 3) Eine ganze Reihe solcher Gebilde findet sich z. B. an der SO-Flanke des Huszonnégyökröshegy (Vierundzwanzig-Ochsen-Berg, 290 m), etwas NNW von der Csikercsárda (Wirtshaus) ; auch NO-lich von dieser Bergspitze, im Knie des Csiker-Grabens treten sie gruppenweise auf : (daher der Name des Berges). An beiden Lokalitäten zeigen sich ausser den Verkieselungen auch die Erscheinung des pulvrigen Zerfalls an den Dolomitgeröllen des eozänen Konglomerates, sowie die für hydrotermale Prozesse charakteristischen Rotfärbungen ; (vgl. den späteren Teil dieser Arbeit). Am erstangeführten Orte, habe ich auch dünntafelige Barytkriställchen beobachtet.