Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

120 DR. k M IL SCHERF neben der Strasse nach Mária-Remete einen Kalkstein, der zu feinem, weissen Pulver zerfällt und den er auf Grund darin enthaltener Fossilien als Äqui­valent des Hauptdolomits anspricht. PÁLFY zufolge gehört dieser Kalkstein zusammen mit einem Teile des Dolomits der karnischen Stufe der Triasfor­mation an und sein Hangendes, in das er allmählich übergeht, ist kompakter Dachsteinkalk. PÁLFY nimmt nun an, dass schon zur Zeit der Dolomitab­lagerung in der Trias an dieser Stelle des Meeresgrundes unterseeische Süsswasserquellen aufbrachen, die verursachten, dass sich an dieser Stelle kein Dolomit, sondern ein kalkiges Sediment ablagerte, welches ursprünglich aus Aragonitsubstanz bestanden hätte und sich erst später in Kalzit umlagerte. PÁLFY ist der Meinung, dass der grusige Zerfall des Gesteines durch die Volumänderung bei dieser Molekularumlagerung verursacht wurde. Gleich­altrige und unter analogen Bedingungen entstandene Kalksteine stehen PÁLFY zufolge an der Ostseite des Kis-Hárshegy (Kleiner Lindenberg), an der Buda­keszier Strasse, im Steinbruche von Mária-Remete an der linken Flanke des Ördögárok (Teufelsgraben), ferner im NO von der Kirche Mária-Remete (Maria-Einsiedel), an dem Südgehänge des Várhegy (Festungsberg), ferner hinter der Irrenanstalt im Lipótmező (Leopoldifeld) und am Südhange des Kis-Hárshegy an. PÁLFY erwähnt zwar auch die Möglichkeit, dass die Kalke des Fazekashegy nach ihrer Sedimentation durch spätere Termenausbrüche umgewandelt wurden, verwirft jedoch diese Ansicht aus dem Grunde, weil sich auch in dem Aragonitstruktur besitzenden Gesteine Versteinerungen vorfinden und weil ferner die feinen Verzierungen der Fossilien, die aus dem zu Pulver zerfallenden Gesteine herstammen, vollständig erhalten geblieben sind. Weitere Gegenargumente führt PÁLFY gegen diese Möglichkeit nicht ins Treffen. Dagegen gibt PÁLFY in derselben Arbeit an, dass er auch die Spuren von jüngeren heissen Quellen, als die vorerwähnten karnischen und norischen Termen im Dachsteinkalk gefunden habe und zwar teils in Gestalt von Quellenablagerungen, teils in Form anderer Veränderungen des Dachstein­kalkes. Als solche Termenspuren bezeichnet er die westlich von der Kirche zu Mária-Remete, an der nördlichen Seite des Remetehegy (Einsiedlerberg), sowie die in den westlich vom Hárshegy an der rechten Seite des Ördögárok befindlichen Steinbrüchen von ihm aufgefundenen Spuren. Im Gefolge der hydrotermal bewirkten Umkristallisierung der Karbonat­gesteine zu feinem Pulver tritt nach meinen Beobachtungen noch eine inte­ressante Erscheinung auf, die schon ins Gebiet der Agiogeologie fällt. Auf den f ei nen Krist a 11 pu 1 vern der Karbonatgesteine ist nämlich ausnahmslos eine besondere Bodenart zu finden, die durch ihre schwarze Farbe sehr scharf von dem weissen Gesteinspulver des Untergrundes absticht, die: Rendzina. Rendzina bildet sich im allgemeinen immer auf weichen, zur Zerstäubung neigenden Kalken, Kalkmergeln, überhaupt solchen Karbonatgesteinen, welche

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