Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPOHSE IM BUDA-P1LISER GEBIRGE 115 pulver mit MgCla-Lösung etwas über 100° C ein Mg-reiches Karbonat erhalten, bezüglich dessen aber nicht mit Sicherheit festgestellt ist, ob es tatsächlich das Doppelsalz Dolomit enthielt. Bei den neueren Versuchen von KLEMENT (94) bildeten sich um 90° C herum bei der Einwirkung von MgS0 4 auf künst­liche oder natürliche Aragonitsubstanz in Gegenwart von konzentrierter NaCl­Lösung, — welche den gleichen Einfluss hat, wie eine Temperatursteigerung, — Reaktionsprodukte, deren MgCO.;-Gehalt an denjenigen des Dolomit-Doppel­salzes heranreichte, die aber offenbar das Doppelsalz noch nicht enthielten. KLEMENT nimmt an, dass infolge eines sekundären Umwandlungsprozesses aus diesen Karbonatgemischen nachträglich wirkliches Dolomit-Doppelsalz entstehen könne. LEITMEIER (111) gibt gleichfalls etwa 100° C als untere Temperatur­grenze für die Möglichkeit der Dolomitbildung aus den Karbonat-Komponenten an. Als er eine Mischung von mit Kohlensäure gesättigten Lösungen von Ca(HC0 3) 3 und von Mg(HC0 3) 2 bei Temperaturen zwischen 0°— 100° C eindunsten liess, erhielt er immer nur Aragonit (bezw. Kalzit) und Nesquehonit, aber niemals Dolomit. Dasselbe Resultat ergab sich, als er natürlichen Dolomitspat von Veitsch in kohlensäurehältigem Wasser löste und dann die Lösung bei den angegebenen Temperaturen verdunsten liess. Es darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass PFAFF jr. (145, 495) auch bei normaler Zimmertemperatur eine sehr dolomitähnliche Substanz erzielte, als er einerseits aus in Wasser suspendiertem CaCOs durch Einleiten von H 2S­Gas Kalziumsulfuret und andererseits in ammoniakalischem Medium aus MgO in derselben Weise Magnesiunisulfuret herstellte und nun die Mischung der Sulfurete in Gegenwart von viel NaCl bei gewöhnlicher Temperatur durch COa-Gas zersetzte, welches bis zum gänzlichen Eintrocknen des Gemisches, d. i. 27a Monate lang eingeleitet wurde. Später hat PFAFF jr. (146, 562—568) aus Anhydrit, ferner aus einer konzentrierten Suspension eines Gemisches von Anhydrit und CaCO:s bei Gegenwart von NaCl durch Einwirkenlassen von MgCk- und NaíCOs- Lösung bei hohem Druck und Zimmer-Temperatur einen kristallinen Niederschlag hergestellt, welcher vielleicht Dolomit war. Er konnte einen ebensolchen Niederschlag auch in der Weise darstellen, dass er ein Gemisch von feinstem Kalkspatpulver mit Magnesiumsulfat und NaCl-Zusatz 10 Tage lang bei gewöhnlicher Temperatur einem Druck von 60—80 Atmosphären aus­setzte. Auch LEITMEIER (110, 56—62; 111, 395) erwähnt nicht mit voller Sicherheit als Dolomit anzusprechende Kriställchen, welche bei der mehr­monatlichen Einwirkung von Kalzit und eines grossen Überschusses von MgSO^ aufeinander bei Zimmertemperatur entstanden. Schliesslich hat neuestens LINCK (111, 394-395; 117; 118) MgCl 2- und MgSOt-Lösungen mit (H.N)HCO ;1 versetzt und dazu CaCla gemischt; es bildete sich eine breiige Gallerte, welche nicht aus Dolomit bestand, die aber beim Erhitzen auf 40"—50° C sich bin­nen wenigen Stunden in diesen umwandelte. Trotzdem aber zeigt jedenfalls schon diese kurze Übersicht, dass: die Bildung des D o 1 o m i t-D o p p e 1 s a 1 z e s bei Temperaturen von mehr als 90°—100° C unvergleichlich leichter von statten

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