Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

116 DR. K M IL SCHERF geht, als bei normaler, oder nur wenig erhöhterTemperatur, ferner, was noch wichtiger ist, dass die Synthese des Dop­pelsalzes aus der kohlensauren LösungderHydrokarbon ate des Ca und Mg überhaupt nur bei ca. 100°Cübersteigenden Wärmegraden gelungen ist, so dass diese Phase des Um­kristallisierungsprozesses zwingend die Annahme eines solchen Temperaturminimums der wirkenden Wässer er­fordert. Die Resultate der experimentellen Mineralchemie füh­ren uns daher zu ganz derselben Schlussfolgerung, zu der wir von der Mineralparagenese und der geologischen Situ­ierung des Dolomitsandes aus gelangten, dass nämlich das Auftreten dieserFazies die Folgeder um kristallisierenden, metamorphisierenden Wirkung einstiger Termen sei, die kohlensäuregesättigtes, vielleicht 12 0°—13 0° C, jedenfalls aber über 100° C heisses Wasser führten und Geysircharak­ter gehabt haben mögen 8). Diese Feststellung stimmt übrigens vollkommen mit der Auffassung SCHAFARZIK'S (165) überein, dass wir heute nur mehr die tiefeien Partien der durch die Erosion abgetragenen einstigen Quellenschlünde aufgeschlossen sehen. Gerade in diesen einstigen Tiefenregionen der Quellengänge, die heute ans Tageslicht gelangt sind, herrschte einst eine so hohe Temperatur und hoher Druck, als es zur Umkristallisation des Dolomits nötig war und dieser Vor­gang wurde dadurch ganz besonders begünstigt, dass in der Tiefe der Quel­lenspalten ein Entweichen der Kohlensäure geradeso wie aus einem geschlosse­nen Rohr unmöglich war. SCHAFARZIK zählt übrigens (1. c.) unter den aus unseren einstigen Termen ausgeschiedenen Mineralien auch den Dolomit auf, was ein neuerlicher Beweis dafür ist, dass die von mir angenommene Dolomit­Rekristallisierung aus dem Termalwasser in der Natur tatsächlich erfolgt ist. Während aber SCHAFARZIK bloss eine Ausscheidung im Quellengange selbst annimmt, erstreckte sich meiner Auffassung nach der Umkristallisierungs­vorgang verhältnissmäsig weit in die Wandungen des Quellenganges hinein. 8) Überhitztes Wasser wirkt für sich allein, (ohne Gegenwart von CO s) und bei wesent­lich höheren Temperaturen in anderer Weise auf Dolomit ein. Es wird dann der MgCCh­Gehalt zum Teil, oder auch ganz in Mg(OH)a umgewandelt. Das auf diese Weise entste­hende Umwandlungsprodukt nannte ROTH (155; 156, I. Bd. 422 —426): „Predazzit" . Dieser wurde von LEMBERG (113, 230—232) auch künstlich hergestellt, dadurch, dass er Dolomit von Kimito in Finnland in einem eisernen Rohre erhitzte und dabei einen schnellen Was­serdampfstrom durchstreichen liess. Schon bei 200" C begann C0 2 zu entweichen und bei Anwendung von dem Auge noch nicht wahrnehmbarer Glühhitze beschleunigte sich die Zer­setzung. Eine solche Metamorphose kommt in der Natur nur am Kontakte von Dolomit mit Eruptivgesteinen vor; (z. B. Mte. Somma, Predazzo). Sie spielt sich also unter ganz ande­ren Umständen ab, als die im Budaer Gebirge wahrnehmbare, hier beschriebene Metamor­phose, bei welcher mit COa gesättigtes, nicht sehr stark über 10 0° C überhitztes Wasser in flüssiger Form auf den Dolomit einwirkte.

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