Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
114 DR. KM IL SCHERF teilweise auch wirkliches Doloniii-Doppelsalz gebildet hat, obwohl dies zu ihrer Zeit wegen der damals noch unvollkommenen Untersuchungsmetoden nicht zweifellos sichergestellt werden konnte. Auch bei den Versuchen von FORCHHAMMER (65, 61—63; 66) bleibt es zweifelhaft, ob sich unter den magnesiumhältigen Karbonaten, die er durch Einwirkenlassen von Kalziumhydrokarbonat auf Meerwasser herstellte, nicht auch wirkliches Dolomit-Doppelsalz vorfand. Übrigens erhöhte sich bei Steigerung der Temperatur auch der Magnesiumgehalt des Reaktionsproduktes, überschritt aber auch bei der Siedehitze nicht 12—-13% Mg CCk Wenn Na-2 COa zugegen war, so enthielt der Bodenkörper 13-1 — 27'9% Mg CO:*, bei höherer Temperatur mehr als bei niedrigerer. Die Richtigkeit der Versuchsergebnisse von MORLOT und MARIQNAC wurde auch von J. DUROCHER bestätigt; (siehe die Mitteilung von SAINT-CLAIRE DEVILLE [158, 91]). Später hat STERRY-HUNT (186«; I86 0; 187, 82, 91) bei 120° —130° C dolomitartige Produkte erhalten, als er ein aequimolares Gemisch von Mg CI2 und Ca CI2 durch Na-2 COs zersetzte. Auch HOPPE-SEYLER (86, 502—503) hat die Richtigkeit der Versuchsresultate von MORLOT und MARIQNAC bestätigt; er hat überdies noch in der Weise künstlichen Dolomit dargestellt, dass er mit Kohlensäure gesättigte Mg (H COs)2-Lösung mit Ca CO:s auf 200° C erhitzte, ferner auch so, dass er mit Kohlensäure gesättigtes Meerwasser mit überschüssigem Ca CCh, oder aber mit Ca (H COi)-2- Lösung längere Zeit bei dieser Temperatur hielt. Da wir nun gesehen haben, dass das Dolomit-Doppelsalz sich in mit Kohlensäure gesättigtem Wasser bei höheren Temperaturen und Drucken mit unverändertem Ca CO« : Mg CO:s = Verhältniss löst, dass es ferner bei diesen höheren Temperaturen aus den Hydrokarbonatlösungen seiner Komponenten darstellbar ist, so folgt daraus, dass der Dolomit als unverändertes Doppelsalz aus CO2-Wasser bei höheren Temperaturen umkristallisierbar sein muss. HOPPE-SEYLER (86, 499, 502) teilt auch tatsächlich folgendes, für unsere Betrachtungen sehr wichtiges Experimentalergebniss mit: „Gepulverter Dolomit kann in kohlensaure hältigem Wasser bei 200" und selbst bei viel niedrigerer Temperatur wieder in schön ausgebildeten Kristallen um kristallisiert erhalten werden." Nach den Versuchen von HOPPE-SEYLER (86,505, 509) liegt das TemperaturMinimum, dass zur Bildungsfähigkeit des Dolomit-Doppelsalzes, bezw. zu dessen Umkristallisierung notwendig ist, offenbar nicht viel über 100" C; (der Kohlensäure-Gasdruck im geschlossenen Bombenrohre war bei diesen Versuchen HOPPE-SEYLER'S nicht gemessen worden). Bezüglich dieses Temperaturminimums wären auch noch BISCHOF'S (16, II. Bd. 1122) ältere Versuche zu erwähnen, bei denen er Gemische von Ca(HC0 3) 3und Mg(HC0 3) 2 - Lösungen, (hergestellt aus künstlichen Karbonatpräzipitaten), bei 40" R (= 50° C) verdunsten liess und niemals Dolomit erhielt. Andererseits hat SAINT-CLAIRE DEVILLE (158, 91) bei der Behandlung von Kreide-