Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

112 DR. KM IL SCHERF Eisenoxydkolloide, die der Halloysitgruppe zugehörenden wasserhaltigen kolloiden Aluminiumoxyd-Kieselsäure-Verbindungen und damit verwandten Malererden bezw. feuerfesten Tone, (Alloplianoidtone) und schliesslich Aluminium- (Eisen-) Phosphat. (Der von SCHAFARZIK [164, 195 nur im ungarischen Text] erwähnte „Montmorillonit" erwies sich ebenfalls als Halloysit). Auf Grund dieser Mineralparagenese, sowie der im Folgenden vorge­tragenen teoretischen Erwägungen glaube ich nun zur Aufstellung der folgenden These berechtigt zu sein: Die eigentümliche pulverförmige Erscheinungsform des Dolo m its im Budaer und Piliser Gebirge ist durch die umkristallisierende Wirkung des unter Druck stehenden überhitzten Wassers geysirartiger Ter malquellen verur­sacht worden, die reich an CO> und sonstigen Minerali­sator-Gasen waren und an bestimmten Stellen der Bruch­linien aufbrachen. Es ist nun zu untersuchen, ob unter den in der Tiefe der Qellengänge unserer einstigen Termen herrschenden Temperatur- und Druckverhältnissen eine solche Umkristallisierung möglich war? Hiezu musste: 1. das Dolomit-Doppelsalz im kohlensäurehältigen Wasser im Verhältniss CaCOs : MgCOa 1:1, wie im Doppelsalz löslich sein; 2. es musste sich aus den Hydrokarbonaten das Ca und Mg neuerlich das Dolomit-Doppelsalz ausscheiden können. * * * Die Löslichkeit des Dolo mit-Doppelsalzes in kohlen­saure hältigem Wasser wurde weit weniger eingehend untersucht, als man dies gemäss der geologisch-chemischen Wichtigkeit der Frage eigentlich erwarten sollte. Auch die wenigen Forscher, die sich damit befasst haben machen ziemlich widersprechende Angaben darüber. COSSA (31, 32, 33) zufolge löst mit Kohlensäure gesättigtes Wasser bei Atmosphärendruck und gewöhnlicher Temperatur Dolomit in höherem Maasse als Magnesit, in geringerem Maasse als Kalkspat. BISCHOF (16, II. Bd. 1176), SCHEERER (166), sowie HOERNES und DOELTER (54) untersuchten nicht die reinen Karbonate, sondern dolomitische (magnesiahältige) Kalksteine; sie fanden, dass man aus ihnen mit kohlensäurehältigem Wasser mehr Ca CO« als Dolomitsubstanz herauslösen kann. GOEBEL (74, 277—279) suspendierte ge­pulvertes Dolomitgestein von Rootsiküll, (im Westteile der Insel Oesel), in destilliertem Wasser, durch welches öfters CO2 durchgeleitet wurde, so dass es stets mit Kohlensäure gesättigt blieb. Nachdem der Dolomit bei mehrmaligem Umrühren in dieser Weise 3 Wochen lang diggeriert worden war, fand sich, dass Ca CO3 und Mg CO;s beinahe genau in demselben Ver­hältniss in Lösung gegangen waren, in dem sie im ursprünglichen Dolomite enthalten waren, nämlich 1 : 1. Später kam KUPFFER (105, 179—180) bei

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