Hidak Borsod megyében (Békéscsaba, 1995)

Zusammenfassung

Zusammenfassung Dieses, die Brücken im Komitat Borsod-Abaúj­Zemplén darstellende Buch ist das zweite Glied der Brückengeschichten, die hoffentlich als Serie weiter erscheinen werden. Die Autoren des Buches sind Judit Szarka Brückeningenieur, An­tal Szomolányi Ingenieur, der sich mit der Geschichte der Strassen beschäftigt, und Dr. Ernő Tóth, der auch als Redakteur tätig war. Als Fachlektor wirkte Dr. Herbert Träger mit. Die Einführung stellt die Gesichtspunkte der Zusammenstellung dar: das Buch soll für alle Leser interessant sein, mit vielen Illustrationen, und soll gleichzeitig auf wissenschaftliche Quellen gegründet - nach dem Material der Brücken und der Reihenfolge - die Geschichte der Brücken des Komitates darstellen. Als Quellen dienten neben der Fachliteratur die Pläne, Brückenbücher und die Beschreibungen von Jenő Hargitai. Der Kapitel über die natürlichen Gegeben­heiten des Komitates stellt in erster Linie die Bedeutung der grösseren Flüsse (Theiss, Bodrog, Sajó, Hernád, Bódva) in der Entwicklung des Strassennetzes und der Bedürfnisse der Flussü­berquerung dar. Im Komitat befinden sich mehr als 1700 Brücken, das ist das mehrfache des Landesmittelwertes. Die Ursache ist unter den natürlichen Gegebenheiten und in der Siedlungs­struktur (viele kleine Ortschaften) zu suchen. Die frühesten Erinnerungen von Fähren und Brücken wurden in Chroniken, Urkunden und Ortschaftsnamen aufbewahrt. In der Schlacht bei Muhi (1241) war die Sajó-Brücke entschei­dend. Die Namen Sajóhídvég (1261) und Hidas­németi (1589) beweisen, dass über den Flüssen schon vor vielen Jahrhunderten Brücken vorhan­den waren. In mehreren Burgen des Komitates hat man Überreste der alten Brücken gefunden, in Diósgyőr ist aus dem Mittelalter der Unterbau einer hölzernen Brücke mit der Spannweite von 28,5 m in relativ gutem Zustand überblieben. Bis 1945 standen viele hölzernen Brücken im Komitat, über einige sind originale Zeichnungen im Buch zu finden. Die wichtigste hölzerne Brücke war die Theiss­Brücke bei Tokaj, darüber sind Daten seit 1667 bekannt. Sie diente dem Verkehr nach mehreren Verwüstungen bis 1896. Der Vorgänger der Theiss-Brücke bei Polgár, eine hölzerne Brücke bei Tiszatarján, war auch seit 1667 bekannt, die Geschichte dieser Brücke wurde aber noch nicht bearbeitet. Für den Komitat sind die vielen, alten Steinge­wölben mit interessanter Ausbildung typisch. In ganz Ungarn sind vier gotische Brücken be­kannt, davon drei im Komitat Borsod-Abaúj­Zemplén. Es ist sehr wertvoll, dass auf der 43 km langen Strecke der alten Landstrasse nach Galizien 26 steinerne Brücken überblieben, die wahrscheinlich am Ende des 18. Jh. oder im 19. Jh. entstanden sind. Die meisten Öffnungen weist die Brücke über dem Tolcsva-Bach in Vámosújfalu auf (6), vor 60 Jahren stand aber in Sátoraljaújhely eine Brücke mit sogar neun Öff­nungen. Nach dem Holz und dem Stein brachten die eisernen Brücken einen Aufschwung. Im Komi­tat wurde schon 1876 Fliesstahl hergestellt. Es wurden 1891-92 bei Gibárt über dem Fluss Hernád und 1896 bei Tokaj über der Theiss eis­erne Brücken gebaut. Die Brücke bei Tokaj war besonders interessant, ein Fachwerk mit drei Gurten, nach dem Gerber-System, die einer Hän­gebrücke ähnlich war. Schade, dass die Brücke 1919, dann 1944 gesprengt wurde, so kann sie heute nur an einem Bild betrachtet werden. Die Vorgeschichte wurde in einem gesonderten Studium bearbeitet. Unter mehreren Brücken mit Spannweiten von 40-50 m sind die Brücke über dem Fluss Bodrog bei Sárospatak und die 1988 durch Fahrzeugan­prall eingestürzte Hernád-Brücke bei Gesztely zu erwähnen. Die Theiss-Brücke bei Polgár wurde 1938-42 gebaut: ein Fachwerk ohne ver­tikale Stäbe, mit einer Stahlbetonfahrbahn­platte. Der Stahlbeton erschien mit steifer, bzw. Monierscher Armierung 1891 im Komitat. Ab 1911 wurden über den Flüssen Bódva, Hernád und Sajó allgemein dreifeldrige Brücken mit 3-4 Hauptträgern gebaut. Als erste in Ungarn wurde 1931 in Szendrölád eine dreigelenkige Bogen­brücke mit unten liegender Fahrbahn gebaut. Eine Übersichtstabelle, Zeichnungen und Brückenbeschreibungen stellen die wichtigeren Stahlbetonbrücken des Komitates dar. Unter diesen ist nach 80 Jahren nur ein Teil der Brücke in Gesztely unter Verkehr, die anderen wurden im IL Weltkrieg gesprengt. Mit der Sprengung von 90 Brücken im November-Dezember 1944 und mit dem Neubau beschäftigt sich ein gesonderter Kapitel. Beson­ders bei Tokaj hat sich der endgültige Neubau lange verzögert, aber auch die kleineren Brücken bedurften vieler Bemühungen um aus ge­brauchtem Material wiederhergestellt zu wer­den. Auch bei Brücken mit mittleren Spann­weiten war es typisch, dass das Material 3-4 135

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