Hidak Békés megyében (Békéscsaba, 1995)
Zuzammenfassung (dr. T.E., dr. T.H.)
Zusammenfassung Die Geschichte der Brücken im Komitat Bekes möchte - als Teil einer Serie - die Brücken des Gastgebers der Brückeningenieurkonferenz 1995 in Gyula darstellen. Die Auflage will den Interessenten fachliche Informationen überreichen, reichlich illustriert, mit Angabe der Quellen. Der Aufbau ist wesentlich gleich mit dem des im Vorjahr erschienenen Buches über die Geschichte der Brücken im Komitat Borsod-Abaüj-Zemplen. Die Hauptabweichung liegt darin, dass es die frühere Geschichte der Brücken - aufgrund der reichlichen Archiv- und anderen Quellen - von der Landnahme bis 1850 in gesonderten Kapiteln, verhältmismässig detalliert darstellt und dann behandelt die Geschichte der Brücken im Komitat in der Reihenfolge nach dem Baumaterial der Brücken. Der Komitat ist ein Flachland, welches die Körös-Arme fächerartig durchmessen. Vor der generellen Wasserregulierung, besonders während der türkischen Eroberung war der Verkehr sehr schwierig, weil das Gebiet durch Waldrodung, der Verteidigung dienende Wasserbauten, den Bau von Wassermühlen sumpfartig wurde. Es ist umso wertvoller, dass aus den Ärpädenzeiten urkundliche Quellen über Brücken vorhanden sind. Aus der Zeit der Landnahme (896) wurde berichtet, dass bei Szarvas ein wichtiger Übergang war. Eine Urkunde aus 1295 erwähnt die Ortschaft Hidas /=Ort mit Brücke/ in der Nähe der heutigen Stadt Bekes. 1383 wurde eine Brücke über den Fluss Koros bei Vesztö erwähnt, und aus 1495 berichtet eine Urkunde über den Brückenbau zweier Gutsbesitzer. In den frühen Zeiten gab es im Komitat verhältnismässig wenige Strassen mit staatlicher Bedeutung, es standen aber Brücken über den grösseren Flüssen. Das wird durch ein Bericht aus 1529 bewiesen, nach dem aus Verteidigungsgründen die Brücken über der Weissen, bzw. Schwarzen Koros zerstört Wurden. Während der Türkenzeit stand in Gyula eine wichtige Burg. Auf einem Stich aus 1566 sind unter anderen vier benannten Brücken dargestellt. In Szarvas wurde 1660 zum Schutz der neugebauten Festung eine Brücke gebaut, die eine militärische Bedeutung hatte. 1734, 39 Jahre nach der Verjagung der Türken entstand im neu besiedelten Komitat ein Brückenregister, wo 21 Brücken eingetragen wurden. Zwischen 1730-1741 wurde die Reparierung mehrerer grossen Holzbrücken in den Urkunden erwähnt (in Bereny, Büngösd, Doboz, Endröd, Gella, Gyula, Körösladäny, Tarcsa). 1801 baute ein Gutsbesitzer eine 113 m lange Brücke bei Szarvas. Zwischen 1802-1816 wurden schon gewölbte Brücken aus Ziegel gebaut, z. B. die Kis-, Bärdos-, Kapus-Brücken in der Stadt Gyula. (Stein war im Komitat nicht vorhanden.) Deren Baugeschichte ist im Buch enthalten. Die frühere Geschichte des Brückenbaues und der Brückenunterhaltung (bis 1890) schildert das Buch aufgrund der Forschung von Dr. Imre Czegledi, im Überblick und auch nach den Ortschaften detailliert. Die Wirksamkeit der Komitatsverwaltung wurde dadurch bewiesen, dass jährlich zweimal Register und Berichte über den Zustand der Brücken zusammengestellt wurden, und - zwar die Holzbrücken rasch verdarben - die geplanten Reparationen allgemein durchgefürhrt wurden. Unter den Komtatsingenieuren war die wirksame Tätigkeit von Jözsef Vertics und Mihäly Bodoky (18121838) mehrfach bewiesen. Durch die in 1840 begonnene Wasserregulierung wurde die Hydrographie des Komitates stark verändert und dadurch wurde der Umbau, die Verlängerung, Aufhebung oder der Neubau der Brücken notwendig. Um die Schiffahrt zu erleichtern, wurde auch eine hubbare Brückenöffnung gebaut. Besonders 1883 wurde ein bedeutsames Holzbrückenbauprogramm im Körös-Gebiet durchgeführt. Ein vor 110 Jahren zusammengestelltes Album des Wasserbauamtes in Gyula stellt 13 grosse Holzbrücken dar, die zwischen 1880-1890 gebaut wurden. Diese hatten 15 bis 25 Öffnungen über der Kettös- bzw. Härmas-Körös, mit einer Länge von 170 bis 210 m. Die Konstruktion bestand - abhängend von der Spannweite - aus einfachen Balken oder Hängetragwerken, Die Pfahljoche wurden vom Eis angegriffen, die verhältnismässig kleinen Öffnungen störten den Wassergang, deshalb wurden ab 1890 über dem Flussbett 50 m lange Fachwerkbrücken gebaut, zuerst in Gyoma und Bekes. Den Schwung des Eisenbrückenbaues schildert die Tatsache, dass zwischen 1890 und 1914 fünfzehn grosse Brücken entstanden. Die erste, völlig eiserne Brücke war diese bei Körösladäny über der SebesKörös, mit Öffnungen von 27,4 + 65,0 + 27,4 m. Die Fachwerkbrücken waren meist typische Konstruktionen. Die Generalpläne wurden vom Staatlichen Bauamt, Gyula, die Baupläne von dem die Arbeit gewinnenden Unternehmer ausgearbeitet. Die gemischten Holz- bzw. Stahlbrücken bei Bekes und Gyoma wurden 1904 bzw. 1908 als Fachwerkbrücken umgebaut. Nahezu die Hälfte des grossen Eisenbrückenbauprogrammes hat die Firma "Schlick-fele Vasönto'de es Gepgyär" durchgefürhrt. Auch andere Firmen nahmen Teil: MAV 131