A Győri Püspökség Körlevelei, 1943

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Geliebte Christen im Herrn! In entscheidenden Zeiten, wo nach dem Worte des Herrn „falsche Christus und falsche Propheten auftreten und grosse Zeichen und Wunder wirken werden, so dass sie, wenn möglich, selbst die Ausserwáhlten irrefiihren“, ist es erhöhte Pflicht dér Ober- hirten über die ihnen anvertrauten Seelen und Wahrheiten zu wachen. Dér Heilige Geist hat sie zu Bischöfen bestellt, um die Kirche Gottes zu Ieiten. Diese Leitung bedeutet aber nicht nur Gesetzgebung und Anordnung, sondern auch víiterliche Fürsorge, damit womöglich niemand verloren gehe von denen, welche dér Herr seinen Hirten anvertraut hat. Die Seelen sollen auch in den Stürmen auf dem Wege des Heiles bewahrt und dem ewigen Hafen zugefiihrt werden. Die Fürsorge dér Oberhirten erstreckt sich ohne Unterschied auf allé. Ivommt es jedoch vor, dass sie im Interessé einer bestimmten Gruppé dér Gláubigen ihr Wort erheben, so begründet dies das Gemeinwohl. So wird es begreiflich, dass wir bei dieser Gelegen- heit unseren gemeinsamen Hirtenbrief im Interessé dér schulentlassenen Jugend an Euch, Geliebte Gláubigen, richten, Euch ermahnen und ermutigen, und jene Organisationen und Verbande, welche die Zukunft dieser Jugend beeinllussen, eurer Aufmerksamkeit empfehlen. Die Jugend war, und bleibt auch stets Augapfel dér Kirche. Dies erklárt es, dass die grössten Papste und Bischöfe ebenso wie die hervorragendsten Gestalten dér Heiligen wetteiferten, die Jugend zu Kámpfern Gottes und Vorbildern christlicher Tugend zu formen. Die Ermahnung des Heiligen Johannes Chrysostomus: „Es gibt nichts Grösseres, als die Seelen dér Jugend zu Ieiten und sie zűr Tugend führen“, wurde zűr Lebensregel dér Heiligen; eines Hl. Benediktus, eines Gerhard, eines Ignazius von Loyola, eines Don Bosco, sie wurde zűr Lebensregel eines Pius XI, eines Petrus Pázmány und eines Ottokár Prohászka. Leuchtete infoige des Wirkens dieser epochemachenden Mánner in dér Finsternis ein Licht auf, so geschah dies vor allém, weil sie diese Frage lösen konnten. Die Helden des Glaubens begnügten sich aber nicht mit dér rastlosen Arbeit dér katholischen Schule, sondern waren mit allém Eifer darauf bedachl, die Jugend in dem sturmbewegtesten Abschnitte des menschlichen Lebens unter ihrem geistigen Einlluss zu behalten, da mán die Wahrheiten dér Schule in die Tat umsetzen und daraus ftir den Kampf des Lebens den Panzer schmieden und anziehen muss. Denn, was nützt es, wenn die katholische Schule sechs oder zwölf Jahre hindurch erzieht und dann ihre Zöglinge

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