Kenyeres István - D. Szakács Anita - Mihály Ferenc: Magyaróvár Tanácsának Törvénykezési Jegyzőkönyvei az 1581-1582. években (Győr, 2012)

D. Szakács Anita: Rats- und Gerichtsprotokoll des Marktfleckens Ungarisch Altenburg 1581-1582

sys gethann sagen solle, ann denn fingern gekhlembt, hat sy offenndllich bekhent, sy het es der beclagt[en] vmb ein weiß fiertuech gebenn, auf solliche bekhanntnuß habe er sy sambt dem dierndl damit er solliche petten wider bekhumen mechte, wie dann pillich fengckhlichen einziechen lassen. Nun sey woll ann gestert dise pethen durch einen hungern von Wislburg, vor seinem losament in der lockhen, wer si darein gebracht wisse er nit, gefunden word[en], vnnd bitte demnach hierinnen die pillichkhait zuhanndlen, das aber der <be>clagtenn irem anzaigenn nach, in ein truchen prochen, vnnd gelt darauß verlohrn wordenn, sey ime vnwissent. Entgegen Georg Pliemblin fürgewendet, das ir an diser inzicht nit allain zum höchsten vnrecht beschehe, sonndern sy sei auch vnschuldiger weiß, wie ein malefiz personn fenckhlichenn angenumen vnnd enthalten, darzue ir entzwischenn ir truchen aufprochenn, alles durch suecht, vnnd fünf gulden zehen hungerisch phennig daraußgenumen worden, darwegen neben irem mann das jenige auf sy genueg zubeweisen, oder neben erstattung jrers verlussts, widerumben abzutragen begert. Hürüber das in diser hanndtlung intressierte dierndl notturfftigelich mit öfftern vnnd ernnstlichen zuesprechenn, wie es mit sollichem allem beschaffen befragt, welliche darauf lautter außgesagt vnnd vermeldet, wo die peten hinkhumen wisse sy nit, sy habe der schuelmaisterin vnrecht gethann, vnnd habe dises allain auß forcht, so ja, ir herr mit der preß angethann, bekhent. Auf sollicher aller thaill fürbringen, vnnd derglaichfen] merere reden vnnd gegenreden, ist durch herrn räntmaister, in beisein herrn Frannzen Tunpf röm[ischen] khayjserischen] M[ais]t[äts] rath vnnd obdreissiger alhie [etc.] herrn Hannsen Liechtenwalder höchsternenter irer khayfserischen] M[ais]t[äts] räntambts gegenschreiber, auch richter, vnnd raths daselbstenn, mit beeder thaill auf vnd übergebenn dise Sachen dahin abgehanndlet vnnd verabschiedet wordenn, nemblichfen] erstlichen solte solliches alles vnuerlezt ied[er] parthey wierten vnnd ern, genzlichen aufgehebt hingelegt, vnnd widerumben zu guet[en] christlichenn freundten gesprochen sein, daßselbe auch weeder mit wortten nach werckh[en] nimermer in vnguetten zu andn oder äffern. Zum anndern solle herr clager, halben thail des verlohrnnen gelts der beclagten widerumben erstatten, vnnd hürüber beriertes dierndl vrsacherin dises strits von hinen weckh geschafft wordenn. Acht[um] denn neunden aug[usti] anno [etc.] [15]81 ist[en], 48. (I. 85.r-85.v.) Was belanngt die sachenn, derhalben sich herr Christoff Amerbach röm[ischer] khay[serischer] m[ais]t[äts] obdreißsigist gegenschreiber zu Hungerischen Altenburg alhie, wider die verschaffte Barbara Hamblin, wegen das si inne sambt seiner haußfrauen wie vormalß bey gericht anbracht vnnd vernumen wordenn, schmechlichen iniuriert, beschwert, vnnd anndere ehrnrüerige reden, so si wie lautter fürkhumenn, wider herrn magister Fidler prediganten vnnd seiner haußfrau, alß iren Schwägern vnnd Schwestern, auch herrn Felixen Seitmann Stattrichtern, der frauen mauttnerin, 113

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