Der Pesther Stadt- und Landbothe für das Königreich Ungarn 1836 (Pesth)

Der Pesther Stadt- und Landbothe für das Königreich Ungarn 1836. - Astronomisch - chronologisch-meteorische Jahres-Charakteristik auf 1836

18 8) Eine MondeSfinsterniß am 24ten Oktober nach 1 Uhr nach Mittag, bey uns unsichtbar. 4) Die vierte endlich, eine kleine Sonnenfinsterniß am am 9ten November nach unserer Mitternacht, nur allein in Neuholland sichtbar. Die 12 Zeichen des Thierkreises. Frühlingszeichen: y Widder, 'rf Gtiet. H Zwillinge. Sommerzeichen: § Krebs. & Löwe. YP Jungfrau. Herbstzeichen: -L Wage, nt Skorpion # Schütze. Winterzeichen: ^ Steinbock, «r Wasserm. X Fische. Die Sonne mit ihren Planeten. Q Sonne. 1. $ Merkur. 2. H Venus. 3. Z Erde. 4. ^ Mars. 5. ü Vesta. 6. % Juno. 7. a Pallas. 8. ^ Seres. 9. % Jupiter. 10. h Saturn.11. * Uran. Die Mondviertel. G Neumond. B Erst. Viertel. £) Vollmond, (f Letztes V. Von der Witterung. In der uns umgebenden Luft, und Dunstkugel (At- mosphäre) ist es bald warm, bald kalt; bald heiter, bald trübe, voll Nebel oder Wolken; bald ruhig, still und sanft, bald stürmisch und gewaltsam auf alle Körper der Erde wirkend; bald elektrisch und häufige Blitze erregend, bald unelektrisch und ohne Neigung zu Gewittern, bald bestän- dig in jenen Erscheinungen, bald veränderlich. Alle diese mancherlei Zustände der Atmosphäre pflegt man überhaupt Witterung oder Wetter zu nennen. Be i der warmen Witterung unterscheidet man die schwüle und heiße und bei der kalten die ge« wöhnliche Kälte vom harten Frost. Sowohl die warme Witterung als die kalte kann natz, neblicht und regnigt seyn. Im Winter offenbart sich die feuchte Witterung durch Reif und Schnee oder Graupen. Im Sommer nennt man diejenigen Tage ge w itte r h a f t, wo Blitzen und Donnern, Wetterleuchten, Hageln, auch wohl Platzregen und Wvlkenbrüche als Lufterschelnunaen wechseln. Unter gutem Wetter versteht man schönes, war« mes, sounenrciches, wobei der Himmel sehr klar ist, d. h. Wetter, wie man es zu Spaziergängen, zu Reisen nt.v yi manchen ökonomischen Verrichtungen so gern hat. Wind. Negen, Schnee, Gewitter, Frost hingegen gelten gewöhnlich als schlechtes Wetter, obgleich für landwirthschaftliche Verrichtungen das schönste Wetter oft schlimm und des schlechteste Wetter recht gut seyn kann. Wie oft jammert nicht z. B. der Landwirts- des Sommers nach Re« gen, wenn der Himmel gar zu lange heiter war! So wird dasselbe Wetter von dem einen gut, von dem andern schlecht genannt; je nachdem es ihm für seine Zwecke und Wünsche gefällt oder mißfällt. Der oberste, weise Regend der Natur sorgt aber uur für daS zweckmäßigste Wetter; folglich ist es an sich immer gut, wenn es uns auch nicht für unsre klei­nen Bedürfnisse behagen will. Ein Sturm, den ich ein ab­scheuliches Wetter penne, kann die Luft so reinigen, daß er Tausende von ansteckenden Krankheiten bewahrt. So ist e- mit vielen Uebekn, sie sind es nur dem Anschein nach, oder nur für Wenige, oder nur für eine beschränkte Gegend und werden für viele Menschen und ganze Länder ein Segen. Wir können über unfruchtbare Witterung klagen, welche gerade für andere Gegenden eine Wohlrhat wird. Dieselbe Witterung kann für Wein und Obst sehr gedeihlich seyn, indeß fie manchen Feldfrüchten nachtheilig wird. Für Ungarns gemäßigte Gegenden pflegt, hö­here Gebirge abgerechnet, folgender Witterungslauf der na­türlichste und für die meisten Wünsche, Zwecke und Ein­richtungen passendste zu seyn. 1. Januar mit Schnee und Frost. 2. Februar. Schnee zu Anfang; zu Ende, atlgemacheS Aufthaueu mit laueren Winden. . 3. März. Trockene Luft mit Nachtfrösten. 4. April. Laue, feuchte Luft mit öfterem Regen und abwechselndem Sonnenschein. 5. Mai. Kühle Luft, bedeckter Himmel, mäßige Wär­me und zuweilen Regen. 6. Jun i u s. Zunehmende Wärme, Regen zu rechter Zelt, auch Gewitter, doch ohne Sturm, Platzregen, Wolken- brüche und Hagel. 7. Julius. Anhaltende, steigende Wärme, heitere Tage mit abwechselnden Regengüssen, warme Nächte. 8. August. Zunehmende Wärme, sonnenrekche Tage, durch kühle Luft und häufige Thaue gemildert, mehr trock- nes als nasses Wetter. 9. September. Gemachs Abnahme der Wärme, mäßige Regen, öfters bedeckter Hrmmel, Winde stellen sich ein, besonders im lezten Drittel. 10 . Oktober. Heiter, milde, abwechselnd feucht und irorhtt; früh neblicht, mäßig kalt und windig. 11. November. Nässe und Winde, häufiger rauhere Luft, Schneegestöber mit untermischtem Svnnenschein. 12. December. Uebergang zu Frost und Schnee. Wir sprechen von gesunder und ungesundem ! Witterung. Das angenehmste Wetter ist nicht immer das gesündeste. Viel ändert sich dabei nach den Jahrszeiten. lv 3tt den Wintermvnaten kann man die Wit­terung für gesund halten , wenn Schnee mit mäßigem Frost, zuwriien mit etwas lauem Winde, und mit abwechselndem Sonnenschein herrschend ist. — Nasse Kälte, heftiger anhal­tender Frost ohne Schnee, tangdauernde neblichte Luft mit schneidenden Winden greift Menschen, die sich nicht von Jugend auf abgehärtet haben, an. 2. Jm Frühlin ge darf es anfangs für Viele nicht gar zu warm und zu trocken seyn; noch mehr schaden an­haltende Ost» und Nordwinde. Im April ist kalte rcgnigte Witterung, im May heißer Sündwind nachtheilig. 3. Die Sommermonate müssen warm, aber nicht zu heiß, wenigstens nicht anhaltend seyn. Aber auch nach­theilig wirkt es, wenn die Hitze plötzlich und schnell durch ein Gewitter unterbrochen wird, worauf nun starke Küh­lung, anhaltende Nässe und schneidende Winde folgen. Wohl-

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