Folia historica 6

Temesváry Ferenc: Fejezetek a Magyar Fegyvergyár történetéhez II.

Platz der Fabrik solle das Terrain hinter der Donau-Schranke sein, aber auch diesmal siegte das Geschäftsinteresse und die Fabrik wurde in Budapest, auf der Soroksáristrasse errichtet. Ende 1888 wurden die Werkhallen aufgebaut und in der ersten Hälfte des Jahres 1889 begann man mit der Ausrüstung. Der Autor behandelt in einem Sonderkapitel die zwischen 1886—1890 mit der Mannlicher-Waffe geführten Versuche. Er analysiert ausführlich jene Kritiken, die zur Vervollkommnung der Waffen beitrugen. Er stellt fest, und führt zur Bekräftigung eine Reihe von Beispielen an, wonach die Einführung der 11 mm Mannlicher-Waffe übereilt war, da sie noch vor Beginn der Produktion veraltet war. Diese Feststellung wird auch von der im Oktober 1887 gemachten offiziellen staatlichen Meldung unterstüzt, der­gemäss die Erzeugung der 11 mm-Waffe eingestellt wird und man auf die Erzeugung der 8 mm Mannlicher übergeht. Die Mannlicher-Waffe trug den Sieg über ihre Konkurrenten (Krnka, Schulhof, Schönauer, Jurnitschek u.a.) davon, und gewann mit Triumph das Gebiet. Um die Zusammenhänge klarzumachen wirft der Autor einen Blick nach Europa und macht die dort laufenden Versuche bekannt. Er stellt fest, dass das Rüsten zur Annahme der Mannlicher-Waffen seine Wirkung ausübte und unbedingt zum Aufwerfen des Gedankens einer ungarischen Waffenfabrik beitrug. In einem Sonderkapitel der Studie behandelt der Autor die Rolle der Firma Greenwood & Bathley, die unter Mitwirkung der Berliner Firma Ludwig Loewe et. Co. — den Interessen eines Teils der ungarischen und österreichischen Bourgeoisie entgegenkommend - die Inbetriebsetzung der Fabrik verhinderte. Mit Hilfe des Diskussionsmaterials der parlamentarischen Opposition verfolgt er die Spur der untauglichen englischen Maschinen, der Bauspekulation, die Ungeduld des ungarischen Kriegsministers betreffs der ungarischen Versuchsexemplare, die Fragen der Transportfähigkeit und der Tauschpräzi­sion. Die erwähnten Gründe machten den Produktionsanfang der Repetier-Mannlicher unmöglich. Die öffentliche Meinung sah darin das Sabotieren der Ausrüstung der heimischen Armee, es sickerte nämlich durch, die ungarische Fabrik leiste Hilfe der Steyr-Fabrik zur Erfüllung einer grösseren deutschen Bestellung. Die ausgestreuten Nachrichten dienten vermutlich der Bankspekulation, da das feindliche Verhältnis zwischen der ungarischen Fabrik und der Konkurrenzfirma eine Zusammenarbeit von vornherein ausgeschlossen machten. Am 21. Januar 1890 wurde bekanntgemacht, dass die Fabrik ihrer Verpflichtung nicht nachkommen könne. Die schon erwähnten unbrauch­baren englischen Maschinen hemmten in erster Linie die Produktion. Es 189

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