S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/2. (Budapest, 1983)
H. intermedius wurde von vielen Autoren mit abnormen Stücken von punctatus oder spinipes in Verbindung gebracht. Deshalb können diesbezügliche Literaturzitate hier nicht angeführt werden. Verbreitung: Nordeuropa. Länge 2,1-2,8 mm. Körper langoval, gelb-rotbraun, Kopf und Halsschild meist dunkler, Tarsen und Fühlergeissel gelbbraun, Fühlerkeule meist angedunkelt. Fühler gedrungen mit schwacher Keule, Endglied der Fühler nur wenig schmäler als das vorletzte (Abb. 65). Kopf kräftig und weitläufig punktiert, oft mit 2 grösseren Stirnpunkten. Halsschild kräftig und weitläufig punktiert, ein Drittel breiter als lang, in der Mitte am breitesten, Hinterecken breit abgerundet. Flügeldecken langoval, in der Mitte am breitesten, Seiten höchstens an der Basis ein kurzes Stück parallel, Punkte der Hauptreihen kräftig und dichtstehend, Zwischenräume deutlich feiner punktiert als die Hauptreihen, Querrisse höchstens an den Seiten der Flügeldecken deutlich. Aussenkante der Vorderschienen zur Spitze meist deutlich nach aussen gezogen. Männchen: Aussenwand der Hinterschenkel in einen kräftigen Zahn ausgezogen (Abb. 66). Aedoeagus (Abb. 64) 0,39-0,49 mm. H. septentrionalis : Ein männlicher Originaltypus dieser Art wird in coli. THOMSON am Ent. Mus. Lund aufbewahrt. Dieses Tier wurde als Lectotypus festgelegt. H. intermedius : von dieser Art befindet sich ebenfalls ein Syntypus am Ent. Mus. Lund, der als Lectotypus festgelegt wurde. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass intermedius ein jüngeres Synonym von septentrionalis ist. Hydnobius punctatus (Sturm) (Abb. 56-62, 67-70) Anisotoma punctatum Sturm, 1807: 42-43, T. XXV, Fig. A (Austria, leg. Ziegler; Typus verschollen). - Hatch 1929: 9 (Hydnobius ). - Strand 1943b: 74-79, Abb. 6 (Hydnobius ). - Vogt 1961: 141-171, Abb. 4f (Hydnobius ). - Peez 1971: 243-265, Abb. 2 :5 (Hydnobius ). Leiodes punctatissima Stephens, 1829b: 172-173, T. 15, Fig. 3 (Holotypus $ : England; BMNH). Erichson 1845: 47-48 (Hydnobius ). - Horion 1935: 198 (Hydnobius punctatus v.). - Hatch 1929: 10-11 (Hydnobius ). - Horion 1949: 135 (Hydnobius ). Anisotoma tarsale Riehl, 1839: 9 (Lectotypus d*: Cassel, leg. Riehl; ZMB). - Schmidt 1841: 194196 (Hydnobius ). - Hatch 1929: 9 (Hydnobius ). Hydnobius puncticollis Reitter, 1884: 94 (Holotypus $ : Caucasus, Martkopi, leg. Leder; MP), syn. n. - Hatch 1929: 11. H. punctatus ist eine Mischart, die von vielen Autoren mit spinipes vermengt wurde. Deshalb können nur solche Literaturzitate angeführt werden, die einwandfrei zu deuten sind. Verbreitung: Ausser Nordeuropa stellenweise im ganzen übrigen Europa, Caucasus. Länge 2,4-3,4 mm. Körper langoval walzenförmig, einfarbig gelbbraun oder einfarbig schwarzbraun, Tarsen und Fühlergeissel gelbbraun, Fühlerkeule angedunkelt oder schwarz. Fühler gedrungen mit kräftiger Keule, Endglied der Fühler ein Viertel schmäler als das vorletzte (Abb. 68). Kopf kräftig und weitläufig punktiert, ein Drittel breiter als lang, in der Mitte am breitesten, Hinterecken breit abgerundet. Flügeldecken walzenförmig, Seiten von der Schulterbeule bis zur Mitte fast parallel verlaufend, Punkte der Hauptreihen grob und locker stehend, Zwischenräume fast so stark und ebenso grob und locker punktiert wie die Hauptreihen, Querrisse meist nur an den Seiten der Flügeldecken sichtbar (forma simplicipennia ), seltener die ganzen Flügeldecken mit deutlichen Querrissen (forma aciculatipennis) . Aussenkanten der Vorderschienen zur Spitze meist sehr deutlich nach aussen gezogen. Männchen: Aussenwand der Hinterschenkel in einen grossen Zahn ausgezogen (Abb. 69). Aedoeagus (Abb. 67) 0,41-0,48 mm. Weibchen: Linker Legestachel des Ovopositor (Abb. 70) 0,22 mm. H. punctatus : Der Typus dieser Art gilt seit alters her als verschollen, und da diese alten Typen nicht beschildert sind, dürfte er auch nicht mehr aufzufinden sein. Die Färbungsangabe in der Originalbeschreibung "rötlich braungelb" veranlasste die älteren Autoren dazu, punctatus mit spinipes in Verbindung zu bringen, da punctatus im nördlichen Gebiet seiner Verbreitung überwiegend schwarzbraun gefärbt ist. Die Art hat jedoch in ihrem südlichen Verbreitungsgebiet überwiegend eine gelbbraune Färbung, und nach einem solchen Stück wurde sie beschrieben. Nach der se.hr guten Abbildung STURMs "T. 2, Fig. A" kann man die Art einwandfrei deuten. Es handelt sich um