S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 43/2. (Budapest, 1982)
oder in der Periode des einheitlichen Gondwanalandes in anderen Kontinenten als Relikte bis heute vorhanden geblieben oder sie sind neuerer Zeit wegen der Meeresspiegelschwankungen, vor allem nach Norden verbreitet. Derselbe Verbreitungsweg 1st auch für die malayische Immigration nach Ostaustralien offengeblieben; dem verdanken wir eine Anzahl Gattungen und Arten malayischer Herkunft in Australien. Für die Fauna von Australien ist die hohe Zahl der endemischen Gattungen und Arten sehr charakteristisch. Die endemischen Gattungen übertreffen mehr als 75% aller vorhandenen Gattungen und die endemischen Arten mehr als 80%. Nach CARTER'S Meinung spielen in der australischen Fauna 7 Gattungen eine grosse Rolle, welche mehr als ein Drittel der gemeinsamen Artenzahl ausmachen. Dazu gehören die Heiaeinen ( Pterohelaeus Brème, 1846 mit 82 Arten, Helaeu8 Latreille, 1817 mit 48 Arten und Celibe Boisduval, 1835 mit 56 Arten), weiters die Amarygmlnen ( Amarygmus Dalman, 1823 mit 55 Arten und Chalcopteroides Strand, 1935 mit 110 Arten) und Adeliinen ( Cardiothorax Motschulsky, 1859 mit 64 Arten und Adelium Kirby, 1818 mit 62 Arten). Mehr als die Hälfte (etwa 60%) der Arten der Tenebrionidenfauna (etwa 700 Arten) sind aus 4 Triben zusammengesetzt: Halaeini (etwa 300 Arten), Cyphaleini (mehr als 80 Arten), Adeliini (mehr als 250 Arten) und Amarygmini (mehr als 150 Arten). Manche davon sind ausserhalb von Australien verbreitet und, ausgenommen die Gattung Amarygmus , der Schwerpunkt der Verbreitung liegt in dem australischen Kontinent. Amarygmus ist eigentlich eine indoaustralische Gattung mit Verbreitungsschwerpunkt in der papuanischen Inselwelt; die Zahl der Arten in Australien nach Südosten nimmt wesentlich ab, ebenso nach Westen im indomalayischen Gebiet. Die Cnodaloninen und Strongyliinen in Australien sind auch als Ausstrahlung der papuanischen Fauna nach Südosten zu betrachten, im Vergleich mit der Gattungs- und Artenzahl spielen beide Triben im australischen Gebiet eine untergeordnete Rolle. Papuanische Inseln. Die Fauna von Neuguinea und des Bismarck-Archipels sowie der Salomonen haben eine sehr reiche Tenebrionidenfauna mit orientalischem Ursprung. Aus dem Gebiet liegt uns eine ausgezeichnete, zusammenfassende Arbeit von H. GEBIEN vom Jahre 1920 vor. In dieser Arbeit zählt GEBIEN in 64 Gattungen insgesamt 278 Arten auf. Die Fauna ist aber wesentlich reicher, was vor allem einzige Daten beweisen. GEBIEN kennt aus dem Papua-Gebiet insgesamt 32 Strongyliini-Arten; dagegen eine Revision vor mir (KASZAB, 1977c) enthält aus demselben Gebiet 149 Arten, fast fünfmal so viel. GEBIEN' s Arbeit beinhaltet 65 Amarygmini-Arten. Die von mir durchgeführte Revision (in litt.) ergab mehr als 320 Arten. Mit einer so grossen Vermehrung der Fauna kann man natürlich nicht bei jeder Gruppe rechnen, es ist aber ganz sicher, dass die Artenzahl wenigstens 600 erreicht, sie wird sogar vielleicht noch weit übertroffen werden. Was aber bei dieser Fauna auffällt, ist die Tatsache, dass die Zahl der endemischen Gattungen viel geringer erscheint als in Australien. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Fauna in engem Zusammenhang mit weiteren malayischen Inseln steht und auch mit Australien Verbindung hat. So artenreiche und in der papuanischen Fauna charakteristische Gattungen, wie Chariotheca Pascoe, 1860, Bradymerus Perroud, 1864, Leiochrinus Westwood, 1883, etc. sind weiter nach Westen verbreitet ( Bradymerus , Leiochrinus ) oder auch im tropischen Ostaustralien vorhanden ( Chariotheca ). Es gibt wenig richtige Endemiten, wie Tabarus Gebien, 1920, Euhelaeus Gebien, 1920, Pezophenus Gebien, 1920, Cerandrosus Gebien, 1920, Spathulipezus Gebien, 1920, etc., welche bis jetzt ausser in Neuguinea noch nirgends gefunden worden sind. Ich rechne aber noch mit vielen weiteren endemischen Gattungen aufgrund des Materials, was mir noch unbearbeitet vorliegt; die endemischen Gattungen sind aber (ausgenommen Tabarus ) artenarm oder monotypisch. Die Fauna der papuanischen Inseln ist als harmonisch zu bezeichnen, wenn man diese dem indomalayischen Gebiet anschliessen will. Alle Triben und meist alle Gattungen, welche auf den malayischen Inseln vorhanden sind, sind meist in verarmter Artenzahl auch im Papua-Gebiet zu finden, oder umgekehrt, Vertreter der papuanischen Gattungen sind wenigstens noch in dem Randgebiet der malayischen Inseln in verarmter Zahl vorhanden. Die Ausstrahlung der papuanischen Fauna ist auch im Pazifik bemerkbar, am stärksten auf den Fidschiinseln, aber auch noch weiter östlich biB Samoa werden papuanische Elemente nachgewiesen. Neuseeland. Obwohl Neuseeland, die Nord- und Südinsel gemeinsam, weit kleiner ist als Neuguinea, ist es doch gross genug dazu, dass sich hier eine reiche autochthone Fauna entwickeln kann. Es sind hier verhältnismässig wenige Tenebrioniden-Gattungen, aber mit hohem Endemitenprozentsatz (76%) sowie fast ausschliesslich endemische Arten zu finden. Von den 19 endemischen Gattungen sind 7 monotypisch ( Exohadrus Broun, 1893, Chrysopeplus Gebien, 1942, Arth opus Sharp, 1876, Actizeta Pascoe, 1875, Ulomotypus Broun, 1886, Zolodinus Blanchard, 1853, De-