S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 43/2. (Budapest, 1982)
metrius Broun, 1895). Fast die Hälfte der Arten (49%) gehören zu den Adeliini in 9 Gattungen, welche, ausgenommen Pseudhelops Guérin, 1841, alle endemisch sind. Eine der artenreichsten Gattungen ist noch Menimus Sharp, 1876, eine Gnathidiini mit 19 Arten (14%). Obwohl die Gattungen und Arten in so hohem Prozentsatz endemisch sind, schliesst sich die Fauna eng an die australischen an, da eben das Vorhandensein der Adeliini, eine primitive Tenebrionidentribe, in Australien (und Tasmanien) am höchsten entwickelt ist, womit die gemeinsame Abstammung aus dem Gondwanaland bewiesen wird. Die Tatsache, dass die neuseelandischen Adeliinen zu anderen Gattungen gehören als die australischen oder neukaledonischen, hängt mit dem hohen Alter der neuseelandischen Tenebrionidenfauna zusammen. Es gibt unter dem in Neuseeland vorhandenen Tenebrioniden einige, welche weiter verbreitet sind. So enthält die Gattung Pseudhelops nur Arten aus dem subantarktischen Inseln Neuseelands: Campbell, Auckland, Antipodes, Bounti und Suares. Lorelus Sharp, 1876, welche in Neuseeland 9 Arten enthält, ist im Papua-Gebiet und im Pazifikum weit verbreitet, bis jetzt ist sie aber aus Australien noch nicht nachgewiesen. Menimus kommt mit mehr als 60 Arten von Mauritius über Sri Lanka bis Indien sowie auf den malayisch-papuanischen Inseln, in Australien und Neuseeland sowie auf den pazifischen Inseln vor. Das Vorkommen dieser Gattung in Australien hat J.C. WATT bezweifelt (WATT, 1975), tatsächlich sind aber auch in Australien mehrere Arten vorhanden (KASZAB, 1978). Die Fauna von Neuseeland wird durch die quartäre Vereisung in grossem Masse beeinflusst (WATT, 1965). Man vermutet, dass die Tenebrionidenfauna in früheren Epochen vor der Vereisung bedeutend reicher gewesen ist. Von den südlichen Inseln wurden durch die klimatische Veränderung grosse Teile der Tenebrioniden ausgerottet und so artenreiche Gattungen, wie Menimus Sharp, 1876, LoreluB Sharp, 1876, Pheloneis Pascoe, 1866, Syrphetodes Pascoe, 1875, etc. kommen auf der Südinsel gar nicht mehr vor, höchstens nur ganz wenige Arten (z.B. 3 Arten von 32 der Gattung Pheloneis ). Lord Howe-Insel. Die kleine vulkanische Inselgruppe, 700 km O von der ostaustralischen Küste, 1600 km WSW von der NW-Ecke Neuseelands, weist in 7 Gattungen 9 Arten auf, eine endemische Gattung gibt es nicht, von den Arten sind aber 8 endemisch. Es gibt eine PlatydemaArt ( striatum Montrouzier, 1860), welche ausserdem noch in Neukaledonien und in Australien vorkommt; die Gattung Hydissus Pascoe, 1869 enthält hier 2 endemische Arten, die 3. Art ist in Ostaustralien heimisch; eine einzige Art der Gattung Gonocephalum Solier, 1834 ist auf der Lord Howe-I. endemisch; je eine Art der Gattung Trachyscelis Latreille, 1809 und Dioedus LeConte, 1862 ist ebenfalls endemisch. Zwei Arten von 58 der Helaeini-Gattung Saragus Erichson, 1842 kommen auch in dieser Inselgruppe vor, die übrigen sind alle in Australien endemisch. Von den 33 Arten der papuanisch-pazifischen Lorelus Sharp, 1876 kommt eine endemische Art auch hier vor. Am wichtigsten in dieser Fauna ist das Vorhandensein der Tribus Helaeini mit zwei endemischen, ungeflügelten Saragus-Arten, welche nur von dem australischen Kontinent stammen können. N o r f o lk in s e 1 . Die kleine vulkanische Insel liegt auf halben Weg zwischen Neukaledonien und Neuseeland. Bis jetzt sind 5 Gattungen in 7 Arten vorhanden; eine Art: Uloma sanguinipes (Fabricius, 1775) ist aus Australien eingeschleppt. Eine monotypische Gattung ( Metisopus F. Bates, 1873) und eine ungeflügelte GonocephalumArt sind endemisch, letztere steht systematisch zu den ebenfalls ungeflügelten Arten von G. calvulum Olliff, 1889 aus Lord Howe und G. aterrimum (Montrouzier, 1860) aus Neukaledonien. Es gibt hier zwei endemische Lorelus-Arten und zwei Iscanus Fauvel, 1904, eine davon ist endemisch ( Iscanus glaber Lea, 1929), die andere I. ebeninus Lea, 1929) auch in Neukaledonien heimisch. Die Zusammensetzung dieser Fauna scheint eindeutig ozeanischer Herkunft zu sein, um so mehr als Iscanus nur auf den pazifischen Inseln (ohne Australien und die papuanischen Inseln) vorkommt, ausserdem gibt es hier keine Gattung, welche australischen Ursprungs sein könnte. Die endemische Gattung Metisopus scheint als eine ungeflügelte Cnodaloninae in die Isopus-Gruppe zu gehören. Das gemeinsame Vorkommen der Iscanus ebeninus (Lea, 1929) mit Neukaledonien sowie die nahe Verwandtschaft von Metisopus mit der neukaledonischen Isopus beweist, dass die Elemente der Fauna eindeutig näher Neukaledonien als Neuseeland oder Australien angeschlossen sind und von dort stammen. Neue Hebriden. Eine weit ausgedehnte, von Neukaledonien NNW gelegene Inselgruppe ist bis heute wenig erforscht. Aufgrund des von mir verfassten Materials (in litt.) gibt es hier in