S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 30. Suppl. (Budapest, 1977)

Arten ovipennis und piceus u. a. ); einen derartigen Gattungssystem wurde bisher gefolgt (siehe z.B. WINKLER, 1924: 177-178). x V. 4. Die Flügeldecken. Bei den meisten Formen sind die Flügeldecken + regel­mässig oval, in der Mitte oder im Hinterdrittel am breitesten, mit mehr oder weniger gewölbten Seiten und undeutlichen Streifen; in der Seitenansicht sind sie meistens ge­wölbt. Zugleich treffen wir jedoch bei einigen Formen eine prinzipiell verschiedene Flü­geldeckenform an: von den streng parallelseitigen, schmalen ( promissus ) über die deut­lich abgeflachten, auch eher parallelseitigen ( apfelbecki ), bis zu den merklich eiförmigen Flügeldecken ( ovipennis , piceus) . Von taxonomischer Bedeutung sind folgende Merkmale an den Flügeldecken: Form der Schultern, die meistens sehr deutlich am 7. Zwischenraum oft kiel­förmig aufgebogen sind (ähnlich wie bei der Gattung Abax ); Basalrandung der Flügeldecken, die meistens ausgebuchtet, bei einigen Formen allerdings auch gerade ist; • Flügeldeckenstreifen, die mehr oder weniger deutlich tief und punktiert sind; bei den 'meisten Formen sind die Streifen deutlich, aber nicht zu tief, unpunktiert; Breite der Zwischenräume, insbesondere die gegenseitigen Breitenverhélltnisse der äusseren (7-9) Zwischenräume; dieses Merkmal.wurde aber in der älteren Litera­tur eher überschätzt: am häufigsten gibt es konstante Unterschiede nur bei Formen, die auch auf Grund anderer Merkmale gut unterscheidbar sind, während bei täuschend ähn­lichen Formen (z. B. elatus - obtusangulus - alpestris ) diese Breitenverhältnisse auch übereinstimmen; nur in einigen Fällen (z. B. doderoi - weiratheri - peristericus - spar­tanus) hilft dieses Merkmal bei der Artentrennung sehr ähnlicher Formen (doch diese ähnlichen Formen gehören in der Tat zu verschiedenen Artengruppen); Flügeldeckenspitze, die in der Regel abgerundet ist, trägt bei einigen Formen (curtulus, reiseri, piceus u. a. ) wichtige Unterscheidungsmerkmale: die Naht ist (mei­stens nur bei den o_o_) spitzig ausgedehnt und jede Flügeldecke oft noch ausgebuchtet (Abb. 247, 250, 266, 329 f. ); Epipleuren der Flügeldecken, die meistens zur Spitz^ regelmässig verengt sind, weisen bei einigen Formen eine deutliche Ausbuchtung auf ( matchai, ço_ rhodopensis ­Abb. 140, 126). Die übrigen in der" Literatur angeführten Merkmale an den Flügeldecken - Sku­tellarstreifen, series umbilicata u.a. - halte ich für sehr variabel und deshalb unbrauch­bar für taxonomische Zwecke. V. 5. Die Beine. Die Zahl der Dornen an den Hinterschienen ist Artverschieden; sie ist allerdings individuell variabel, bleibt aber in gewissen Grenzen bei bestimmten Arten. Im Rahmen der ganzen Gattung schwankt die Anzahl der Dornen von 1 bis 6; bei den ähnlichen Formen ist sie leider auch übereinstimmend. Die Färbung der Beine ist individuell variabel, doch bei einigen Arten fehlen hellbeinige' Exemplare, bei anderen kommen sie vor allem bei bestimmten Rassen vor (z. B. alpestris sarajevoensis ) und einige Arten sind überhaupt hellbeinig ( piceus ). V. 6. Die männlichen Kopulationsorgane (Aedoeagus). Die Merkmale an den männ­lichen Kopulationsorganen sind vor grösster taxonomischer Bedeutung sowohl für das Er­kennen der Verwandtschaftsbeziehungen einzelner Formen als auch für die Determination der Arten und Subspezies, von denen einige ohne Betrachtung des Aedoeagus nicht genau determiniert werden können. Anmerkung: Von taxonomischer Bedeutung ist auch der borstentragende Porenpunkt im Vorderdrittel des Halsschildseitenrandes. Bei der Gattung Molops gibt es prinzipiell jederseits nur einen solchen Porenpunkt, zum Unterschied von Stenochoromus . bei dem jederseits wenigstens zwei solche Punkte vorkommen. Ich habe jedoch fast bei allen For­men, von denen mir grössere Serien zur Verfügung standen, Einzelstücke festgestellt, bei denen einseitig 2-3 derartige Porenpunkte vorkamen. Am öftesten kann man dies bei den Formen der curtulus -Gruppe beobachten; hierher allerdings gehört auch die Art plu- risetosus J. Müller die sich durch 2-3 borstentragende Porenpunkte an den beiden Hals­schildrändern auszeichnet, weshalb MÜLLER (1918: 3) dieses Merkmal zur Trennung der Untergattung Stenochoromus für unbrauchbar ansieht.

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