S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 30. Suppl. (Budapest, 1977)
V. Die morphologischen Merkmale und ihre taxonomische Bewertung V. 1. Bei der taxonomischen Bewertung der einzelnen morphologischen Merkmale gehe ich von den allgemeinen Kriterien aus, die z. B, MAYR (1969: 220-228) übersichtlich anführt. Von diesen Gesichtspunkten aus zeigen sich bei der Gattung Molops als wertvollste die Merkmale an den Kopulationsorganen(besonders den männlichen) und zwar sowohl deren äussere Form, wie auch die Struktur des Aedoeagus-Innensackes. Von den übrigen Merkmalen ist - besonders bei der Determination einzelner Formen - die Halsschildform von ziemlich grosser Bedeutung. V. 2. Der Kopf. Von taxonomischer Bedeutung ist vor allem die Grösse des Kopfes: bei einigen Artengruppen ( spartanus . simplex ) ist er auffallend breit, besonders hinter den Augen verdickt (Abb. 57, 70, 71), während er bei anderen Gruppen ( elatus, curtulus u. a. ) "normal" ist, d. h. im Verhältnis zum Halsschild schmaler, hinter den Augen allmählich verengt oder deutlich ausgebuchtet, wie bei den meisten" Carabiden (Abb. 180). Von den Augen, über der Fühlerwurzel, gibt es bei allen Arten einen deutlichen, wulstartigen Seitenrand der Stirn, der sich bei einigen Formen ( longipennis, ovipennis, osmanilis u. a. ) merklich erweitert (Abb. 83, 85, 104). Die übrigen Merkmale am Kopf - vor allem die Form der Stirnfurchen und des Clypeus - sind so variabel, dass sie zu • taxonomischen Zwecken nur ausnahmsweise verlässlich herangezogen werden können; die ältere taxonomische Literatur überschätzte oft diese Merkmale. Die Fühlerglieder sind bei allen Formen verhältnismässig breit, vom 3. Glied an pubeszent behaart; Länge und Breite der Fühler sowie auch die wechselseitigen Längenverhältnisse der Fühlerglieder sind von keiner taxonomischen Bedeutung. V, 3. Der Halsschild. Die Halsschildform ist im Rahmen der Gattung ausserordentlich veränderlich: von einem fast quadratischen Halsschild mit parallelseitigen Rändern, dessen Basis und Vorderrand fast gleichbreit sind ( striolatus , Abb. 2), über den queren Halsschild mit regelmässig gewölbten Seiten ohne Ausbuchtung vor den kleinen, zahnförmigen Hinterecken (z. B. elatus-Gruppe, Abb. 180) bis zu einem deutlich herzförmigen Halsschild. In letzterem Falle bilden die Seiten entweder eine allmähliche, zu den +_ rechtwinkeligen Hinterecken mehr gleichmässig gehende Kurve (Abb. 19 7) oder konvergieren stärker nach vorn und laufen nach hinten in einer starken Kurve zu den grossen, _+. scharfwinkeligen und nach aussen spitzig vortretenden Hinterecken (Abb. 83). Von taxonomischer Bedeutung sind vor allem das Längen-Breiten Verhältnis des Halsschildes, die Form seiner Seitenränder und Hinterecken, oft auch die Form der Basaleindrücke und Basalgrübchen, die Breite des wulstartigen Seitenrandes und der Seitenrandkehle (die in den Hinterecken entweder in den Porenpunkt in der Ecke mündet oder vor dem Porenpunkt verschwindet). Die Form des Vorderrandes und der Vorderecken des Halsschildes ist weniger konstant als die Form der Hintereckenpartie desselben. Im Rahmen der einzelnen Rassenkreise (z. B. spartanus ) gibt es ganz verschiedene Halsschildformen: vom queren Halsschild mit gewölbten Seiten und kleinen, zahnförmigen Hinterecken ( ssp. euboeicus , ssp. thessalicus ) bis zum schmalen, herzförmigen Halsschild ( ssp. cephallenicus ); die Formen des obtusangulus-Rassenkreises weisen eine starke Variabilität in der Form der Hinterecken und der Halsschildseiten auf. Demgegenüber ist die Halsschildform bei den ganz verschiedenen Artengruppen ovipennis und piceus vollkommen identisch. Deshalb ist - wie schon gesagt - die Halsschildform von grosser Bedeutung bei der Determination einzelner Formen, sie kann aber nicht ohne weiteres zur Arten- und Artengruppentrennung herangezogen werden. Die alten Autoren (GANGLBAUER, APFELBECK) haben aber nach der Halsschildform das ganze Gattungssystem geordnet; deshalb stehen in einer Reihe einige Arten, die in der Tat nicht nahe verwandt sind (z. B. die Artenreihe bucephalus - spartanus - parreyssi - apfelbecki ; die