S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 28/2. (Budapest, 1975)

sprechende Kausalitätszusammenhänge. Falls sie sich erfüllt, hat die Praxis eine Hilfe erhalten, die Wissenschaft aber keineswegs. Und während man sich mit der Auswertung der Angabenmenge, der Erhellung "gros­ser Zusammenhange" oder gar mit "Zönologie" befasst, oder zumindest solche Pläne entwirft, haben wir keine Ahnung über Dinge deren Wichtigkeit wir selbst mehr als einmal bereits unterstrichen haben. Um nur einige zu erwähnen: wir wissen kein Bescheid über die Lichtempfindlichkeit, sogar über solche triviale Zusammenhänge wie der Mondschein und das Anfliegen das Lichtes durch die Insekten, über den Ak­tionsradius der Lichtquelle und über die Beweglichkeit der das Licht anfliegenden Insekten. Selbst über diese letzte Frage könnte man Bande schreiben. Es ist offenbar, dass in die Lichtfalle nur vagile Arten geraten: den tausendfachen Problemen der Vagili­tät, der Mikro- und Makromigration wurde jedoch wenig Bachtung geschenkt. Alldas würde sich nicht so scharf prägen wenn jedermann vor Augen hielte, das die Licht­falle eine mehrfach indirekte Extraktionsmethode darstellt. Nur zu oft ist man gene­igt sich darüber hinwegzusetzen. In den Folgenden befasse ich mich mit den "Ergebnissen" die in verschiedenen Vor­trägen und Abhandlungen veröffentlicht wurden. 1. Das kleinste Problem stellt die Beurteilung der museologischen, faunistischen und systematischen Neuigkeiten dar, aber das Lichtfallennetz nicht wegen diese auf­gebaut wurde, bzw. allein um diese ware es nicht zustande gekommen. 2. Die meisten verwertbaren Angaben lassen sich hinsichtlich der Phenologie finden. Ihre Bedeutung darf jedoch nicht übeschätzt werden. In der Mehrzahl der Fälle haben wir mit hunderttau senden von Daten nur das bewiesen, was einem jeden Amateaur­sammler bereits bekannt war. 3. Die Lage ist ähnlich hinsichtlich des Anwachens der Verbreitungsangaben. Auch hier gibt es ein Sättigungs zu stand oberhalb dessen sogar die Verdoppelung der An­gaben kein Mehr bedeutet. 4. Als nicht eindeutig neu dürften auch die Feststellungen bezeichnet werden die über die Häufigkeit der verschiedenen Arten berichteten (nicht zu verwechseln mit der Übervermehrungen! ). Die Ergebnisse sind auch auf diesem Feld oft sehr trivial. 5. Die "Flughöhe das Licht anfliegender Insekten" wurde mittels verschiedenen Licht­fallensystemen erforscht. Nun, diese Zielsetzung ist vorweg widersprüchlich und un­sinnig. Einerseits ist es garnicht nötig zu wissen wie hoch das Tier fliegt wenn es sich nicht um Fangergebnisse handelt, also um die Frage in welcher Höhe muss die Lichtfalle aufgestellt werden um die relativ grösste Individuenzahl einer bestimmten Standort unter den gegebenen Bedingungen zu erbeuten. In diesem Sinne klingt die Behauptung ziemlich seltsam, dass die eine Eulenart über dem Boden durchschnitt­lich 122 cm, die andere 127 cm hoch fliegt usw. Die eigentliche Flughöhe auf diese Weise zu bestimmen ist unmöglich, auch eignet sich die Lichtfalle garnicht für de­rartige Untersuchungen. Wie unbegründet in biologischer Hinsicht diese Frage ist,

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