S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 28/2. (Budapest, 1975)

zeigt eine Feststellung nach der an einem bestimmten Standort vorwiegend "schlecht fliegende, zur Rasenschicht gebundene" und "gut fliegende, in der Kronenschicht hei­mische" Tiere lebten, darum fanden sich mehr Tiere in der unteren bzw. oberen Schicht der Lichtfalle als in der mittleren. Um nicht zu erwehren, dass die Diffe­renzen in der Lage der Fallen bezüglich Schichten nicht überzeugend ist (z.B. 33, 30 und 37 %). 6. Eine fundamentale Frage der Lichtfallenforschungen stellt die Untersuchung des Einflusses der Witterungsfaktoren dar. In dieser Hinsicht erschienen bereits in an­sehnlicher Zahl Abhandlungen, diese sind aber sowohl in ihrer Auffassung wie be­züglich ihrer Methoden schlechthin mangelhaft, seriöse Ergebnisse waren also von diesen nicht zu erwarten. Während sich diese Arbeiten Formellen bedienten haben nicht verlässlichere Ergäbnisse erzielt als die Kenntnis, dass in kühler Witterung im allgemeinen weniger Insekten erbeutet werden können als bei höheren Tempera­turen. Dies war aber bereits allgemein bekannt. Habe ich schon die Formel erwähnt, dürfte es sich lohnen auch über Ihren Wert zu diskutieren. Heute ist jederman bestrebt sich "modern" zu zeigen; in unserer Wis­senschaft ist das vorwiegend durch automatisierte Methoden und mathematische Aus­wertung gekennzeichnet (die Wertung schickt sich mittels Rechenmaschinen durchzu­führen, also sind wir auch hier bei der Automatisierung). Eine Gefahr liegt darin, dass die biologische Anschauung mit der Mathematik im Rahmen des betreffenden Themas nicht in Einklang gebracht werden kann. Dieses Problem kann nicht unter­schätzt werden, denn die mit schwer verständlichen termini technici und mit einer langen Reihe von Formain belebten Irrtümer sind schwer entdeckbar und angreifbar. Die bisher angewendeten mathematischen Formeln stellen im allgemeinen solche dar, die für die Untersuchung der uns hier zur Verfügung stehenden Angabenreihen nicht eignen und auch die Angabenreihen wurden willkürlich herausgegriffen. In der Tat lassen sich für jedwede mathematische Formeln entsprechende Datenserien finden wie z.B. die Angaben der in der 3. Stunde der Nacht fliegenden grünen Eulen oder etwas ähnliches. Das hat aber keinen Sinn. Man sollte die Worte SZENT-GYÖRGYI' s vergegenwärtigen: "Die Natur 'gibt eine vernünftige Antwort auf vernünftige Fragen aber auf unvernünftige Fragen kan sie entweder nicht antworten oder die Antwort ist nichts anderes als "da hast du einen Schmarren". Nach soviel Kritik ist es bei Zeiten die Schärfe der Rezensionen ein wenig aufheben. Die angeführten wollen die Grundlagen der gegenwärtig betriebenen Lichtfallen nicht antasten, ganz gleich ob diese durch Amatörlepidopterologen, Provinzialmuseen, durch den Pflanzenschutzdienst oder durch das Forschungsinstitut für Forstwesen un­terhalten werden. Alle diese Fallen sind im wahren Sinne des Wortes "Ziellichtfal­len" und als solche entsprechen sie'offenbar ihrem Auftrag (Sammlung von Angaben für Faunistik, Signalisation oder Prognose), sonst würden sie nicht im Betrieb ge­halten. Es kann jedoch als ein grosser Verlust bezeichnet werden, dass die Anga­benmenge nur zum Teil für Untersuchungen der Grundlagenforschung und nur mit Vorbehalt benützt werden kann. Ein wenig Aufmerksamkeit wäre genügend gewesen um in aller Hinsicht einwandfreie Angaben bereit zu stellen. Die durch T. JERMY konstruierte Lichtfalle und die durch ihn angeregte und durch L. KOVÁCS verwirk­lichte Festsetzung der Angaben war prinzipiell geeignet diesem Ziel zu entsprechen. Wir müssen aber abrechnen mit der Irrglaube, dass unser Lichtfallennetz weit die

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