Kovács I. Endre szerk.: Rovartani Közlemények (Folia Entomologica Hungarica 16/22-30. Budapest, 1963)

Die experimentelle Entomologie und ihre Aufgaben in Ungarn Von Dr. T. Jermy Forschungsinstitut für Pfianzenxurz, Budapest Das Jubiläum der Ungarischen Entomologischen Gesell­schaft bedeutet eine günstige Gelegenheit um einen Überblick über das Schaffen ungarischer Entomologen zu gewinnen. Jeder objektive Betrachter wird dabei feststellen können, dass die ungarischen Entomologen hauptsächlich im Gebiete der Syste­matik und Zoogeographie,trotz den im Vergleich zu vielen an­deren europäischen Staaten immer sehr bescheidenen Arbeits­möglichkeiten bedeutende Erfolge aufweisen können.Nicht viel geringer sind die Ergebnisse,welche in Ungarn bei der Erfor­schung von Problemen der land- und forstwirtschaftlichen,so­wie der hygienischen und Veterinären Entomologie erzielt wurden. Es ist vielleicht nicht zuviel gesagt mit der Be­hauptung, dass die ungarischen Entomologen auf diesen Gebie­ten den internationalen Schatz der Wissenschaft mit zahlrei­chen unvergänglichen Werken ergänzten. Wesentlich bescheidener sind die Arbeiten auf dem Ge­biete der experimentellen Entomologie /die Vererbungslehre inbegriffen/ und der experimentellen Insektenökologie. Die Ursache ist kaum darin zu suchen,als ob die Bearbeitung sol­cher Prägen an gut ausgestattete Institute gebunden wäre, da solche z,T.vorhanden waren,oder hätten errichtet werden kön­nen. Der wahre Grund liegt eher darin, dass in Ungarn keine sich mit solchen Aufgaben befassende Schulen bzw. Forscher­gruppen gebildet haben oder diese waren sehr kurzlebig.

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