Kovács I. Endre szerk.: Rovartani Közlemények (Folia Entomologica Hungarica 16/22-30. Budapest, 1963)

Bis zu den 30­ger Jahren unseres Jahrhunderts sind in der ungarischen entomologischen Literatur nur vereinzelt Werke über experimentelle Untersuchungen erschienen. Er­wähnenswert sind die Arbeiten von SÁNDOR GORKA der sich im ersten Jahrzehnt mit der biochemischen Untersuchung der Mal­pighischen Gefässe befasste. Seine Versuchsergebnisse wer­den auch heute noch in den entomologischen Handbüchern zi­tiert. GORKA stellte fest, dass die Malpighischen Gefässe nicht nur Organe der Excretion s ind,sondern auch in der Ver­dauung aktiv teilnehmen. Derselbe Forscher konnte schon im Jahre 1905 beweisen,dass die Gifthaare mancher Raupen ausser der Ameisensäure auch toxische Eiweissstoffe enthalten.Eben­falls im Jahre 1905 veröffentlichte KÁROLY TUNNER die Ergeb­nisse seiner Untersuchungen über den osmotischen Druck des Blutes von Cyblster lateralimarginalls . TUNNER's Versuche sind in Vergessenheit geraten, obzwar sie mit einem halben Jahrzehnt den ähnlichen ausländischen Forschungen vorange­gangen sind. Für die Entwicklung der experimentellen Biologie und damit auch der experimentellen Entomologie ergaben sich neue Möglichkeiten infolge der Gründung des Biologischen For­schungsinstitutes in Tihany im Jahre 1925, wo zur Klärung verschiedener Fragen der Vererbungslehre. Physiologie und Biochemie unter anderen oft auch Insekten als Versuchsobjek­te benützt wurden. PIUS KOLLER und LAJOS CSIK führten hier umfangreiche Versuche über die Vererbung bei Drosophila durch. Der erstgenannte Forscher lieferte neue wichtige An­gaben zur Kenntnis der Chromosomenkarte von Drosophila , während CSIK .unter anderem den Einfluss der Temperatur auf die Wirkung der Gene und den Osygenverbrauch dar Puppen ver­schiedener Genotypen eingehend untersuchte. Aus den Ergeb­nissen konnten wichtige Schlüsse auf die Zusammenhänge zwi­schen Genwirkung und Stoffwechsel gezogen werden, GÁP0R GE­LEI und L.CSIK berichteten in ihrer ira Jahre 1S39 erschiene­nen Arbeit als ersten über einen erblichen Einfluss des

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