Kovács I. Endre szerk.: Rovartani Közlemények (Folia Entomologica Hungarica 16/22-30. Budapest, 1963)

suchsanstalt Istvántelek gelangte die RehlausImmunität des Plugsandes sowie deren Ursache zur Untersuchung. Der Station oblag auch die Durchführung der praktischen Anwendung der erzielten Versuchsergebnisse. Sie übermittelte die aus Prankreich eingeführten amerikanischen Rebsorten und versorgte mit der Hilfe von Reblausinspektoren die Winzer mit Schwefelkohlenstoff und den zu seiner Anwendung nötigen Geräten. Zum Beginn verfügte die Station über nur insgesamt zwei wissenschaftliche Arbeitskräfte. Bs ist der Zehnjährigen Forschungstätigkeit der Lande s­Versuchsstation für Reblausforschung zu verdanken, dass der ungarische Weinbau zum Teil mittels amerikanischer Unterla­gen, teils auf Grund der ReblausImmunität der Sandböden auf­rechthalten werden konnte. Wenn die Station sich schon in der Zwischenzeit auch mit anderen Schädlingen befasste, wur­de sie mit neuen Aufgaben erst im Jahre 1890 betraut, als sie zur Königl. Ungarischen Entomologischen Station neuorga­nisiert wurde. Als Grund für die Neuorganisierung diente vor allem das Erscheinen der marokkanischen Heuschrecke /Do­ciostaurus maroccanua THUNB./. Dieser neue Schädling erwies 8ich als wahrhaftige Landesplage. In den ersten zwanzig Jahren des Bestehens des Insti­tuts haben besonders GÉZA HORVÁTH, LAJOS BIRÓ und KÁROLY SA­JÓ eine bedeutende Forschungstätigkeit ausgeübt. Ersterer wurde auch von der zaristischen Regierung eingeladen, die Reblausbekämpfungs Massnahmen für Russland auszuarbeiten. Entomologische Forschungen auf forstwirtschaftlichem Gebiet führte seinerzeit LAJOS FEKETE durch. Das Auftreten von entomologischen Problemen findet sei­ne Erklärung vor allen darin, dass die Ernteerträge der Kul­turpflanzen schon ein gewisses Niveau erreichten, auf dem Gebiete der Landwirtschaft eine Intensivierung stattfand und dadurch auch die Bedürfnisse betreffs des Pflanzenschutzes grösser wurden.

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