Folia archeologica 53.

Mráv Zsolt: Traianus-kori monumentális építései felirat a carnuntumi legiotáborból

lïiAlAM S-KOR1 ÉPÍTÉSI KIT. IRAI A ( ARM VU Ml I KC.IÓTÁBORBÓI 117 EINE TRAJANISCHE MONUM ENTAI .BAU INSCH RI ЕГ AUS DEM LEGIONSLAGER CARNUNTUM Zusa m menfass и ng Zur Ergänzung der Inschrift CIL III 1 1 199 und zur trajanischen Steinbautätigkeit in den Legionslagern Pannoniens Zwischen den principia und dem praetorium des Legionslagers von Carnuntum ist 1878 eine monumentale Bauinschrift aus der Zeit Trajans gefunden worden (Abb. 2), die ein besonders wichtiges Dokument der Baugeschichte des Legionslagers darstellt. Mit der Ergänzung (Abb. 4) der Inschrift des Fragments [—JNERVA [— | —]G о CFRM[—| ' —JMP [о ] VI [— I ] (Abb. 1 ) erhalten wir zahlreiche neue Kenntnisse zum Text, zur Bauzeit und /11111 Objekt, die folgendermaßen zusam­menfasst werden können: 1. Der Name NERVA[— ] in Z. 1 des Textes gehört nicht /11111 Namen Trajans, wie es E. Vorbeck vorgeschlagen hat, sondern zum in der Filiatio stehenden Namen des Divus Nerva. 2. Wegen der Unvollständigkeit der Inschrift kann der Text sowohl im Nomina­tiv (Version 1 ) als auch im ablativus temporis (Version 2) vorgestellt werden. Letztere ist allerdings weniger wahrscheinlich, denn mit dem Einfügen des letzten Buchstabe E des Wortes Caesarc bekommen wir keinen gleichmäßigen Zeilenabstand der Buchstaben, sondern die Buchstaben stehen im ersten Teil der Zeile enger, als im zweiten. Der so ergänzte Text der Inschrift lautet (Abb. 4.1-2): flmp(erator) 0 Caesar 0 Di vi °] Nervafe 0 frl(ius)] | [Nerva 0 Traianus 0 Aujg(ustus) ° Germfanic(us)] \ ' [Dacic(us) ° pont(ifex) 0 max(imus) ° trib(unicia) 0 pot(eslate) 0 ­- 0 im] p(erator) [ 0 J 17 [° co(u)s(ul) 0 V oder VI 0 p(ater) 0 p(atriae)] | [f per 0 leg(ionem) ° XV 0 Apol(linarem) 0 Jecit.] oder [Imp(eratore) 0 Caesare 0 Divi °J Nervafe 0 jil(io)] \ [Nervei 0 Traiano 0 Aujg(uslo) 0 Germ[anic(o)] \3 [Dacic(o) 0 pont(ifice) 0 max(imo) 0 trib(unicia) 0 pot(estate) ° — 0 imjpteratore) [ °] VI [° co(n)s(ule) ° V oder VI 0 p(atre) 0 p(atriae)] | [——] 3. Die Inschrift ist gegen den seitdem allgemein angenommenen und zitierten Vorschlag O. Hirschf elds nicht auf das Jahr 107 n.Chr. datieren, sondern auf Grund der einzigen sicheren Datierungsangabe, des Fiteis imp(erator) VI des Trajan zwis­chen den VI und VII imperatorischen Akklamationen Trajans, zwischen 106 und September I 14 n.Chr. Auf der so erhaltenen Rekonstruktion gibt es aber zwischen dem Wort COS. und dem T itel p(ater) p(atriae) Platz nur für eine einzige Iterationsz­iffer, für die V, deshalb ist die Inschrift eher zwischen dem fünften und sechsten Konsulat T rajans zu datieren, wodurch die mögliche Zeitpunkt für die Aufstellung der Inschrift weiter eingeengt wird, vor dem 1. Januar 112. n.Chr. Die Datierung der Inschrift ist also 106-114 oder 106-111 ? n.Chr. 4. Auf Cirund der Rekonstruktionszeichnung kann auch die Länge der Inschrift (etwa 2,2 m) berechnet werden. Das kann auch bei der Identifikation des Gebäudes helfen, wozu die Inschrift gehörte. Das Gebäude ist bisher noch unbekannt, aber die

Next

/
Thumbnails
Contents