Folia archeologica 52.

Prohászka Péter: Gazdag padmalyos női temetkezés Brigetio/Komárom-Szőny Gerhát temetőjéből

PADMU.YOS NŐI TEMKTKF.ZÉS BRIGFITOBÓI EIN REICHES RÖMISCHES FRAUENGRAB MIT NISCHE AUS DEM GERI IÀT-GRÂBERFELD VON BRIGETIO/KOMÁROM-SZŐNY Die Privatpersonen spielten vor dem Zweiten Weltkrieg bei der Erforschung der archäologischen Denkmäler von Brigetio (heute Komárom-Szőny, Ungarn) eine wichtige Rolle. Sie sammelten Münzen sowie andere Gegenstände und durch sie gelangten wichtige Denkmäler der Antike in verschiedene staatliche Sammlungen. Zu diesen Personen gehörte der Szönyer Sammler Jenő Petrovics, der die Bautätigkeiten und die landwirtschaftlichen Arbeiten im Gebiet von Brigetio vor dem Zweiten Weltkrieg beaufsichtigte. Von ihm kaufte das Ungarische Nationalmuseum wichtige und interessante Funde. 1932 hat die römische Sammlung des Museums von Petrovics die Beigaben eines Frauengrabes für 200 Pengő angekauft. Die Gegenstände wurden schon in der Großausstellung 1938 zur Schau gestellt aber bisher wurden sie wissenschaftlich nicht bearbeitet. Dem Inventarbuch nach gelangten folgende Objekte in die römische Sammlung: 1 Eine Halskette aus verschiedenen Gagatperlen. 2 Ein Armband aus Gagatglieder. 3 Weinstock aus geschnitztem Bernstein, -f KopfTörmiger Salbenbehälter aus Bernstein. Auf der Rückseite befindet sich eine Aushöhlung, die vermutlich mit einer Schiebeplatte geschlossen werden konnte. Die Schiebeplatte fehlte schon bei der Inventarisierung. 5 Zwei bronzene Fingerringe. 6 Zwei Ohrgehänge aus Gold. Am Ende des Drahtes ist ein halbkugelfömiger Knopf in der Mitte mit einer Glaspaste in einer Fassung. 7 Eine Haarnadel aus Bein, die in einem eiförmigen Knopf endet. 8 Eine runde schmale Bronzebüchse ohne Deckel, die vor 1958 abhanden gekommen ist. In der Büchse war laut des Inventarbuches schwarzes Pulver. 9 Ein kleiner Bleitiegel. 10 Eine blaugrüne Glasflasche. I 1 Eine Bronzemünze der Kaiserin Herennia Etruscilla. Dem Inventarbuch nach fand Petrovics die Gegenstände „in Szó'ny neben dem Bahnwächterhaus, das zwischen Füzítő und Szóny steht. Die Fundstelle lag von der Tongrube Richtung Füzítő ungefähr 300, südlich von der Landstraße 20-25 Schritte ent­fernt . Die Funde wurden in 3 meter 'Liefe, in einem Nischengrab mit 16 Eisennägel zusam­men gefunden." Die Fundstelle kann man mit Hilfe alter Karten identifizieren. Das Balmwächterhaus Gerhát stand zwischen der Bahnlinie Wien-Budapest und der Landstraße und östlich davon war die Tongrube. Das Grab wurde von der Grube Richtung Almásfüzitő ungefähr 100 m und südlich von der Landstraße 7-8 m ent­fernt in 3 m l iefe ausgegraben. Nördlich von der Straße, neben der Donau kamen in den 1930er und 1940er Jahren die Reste einer Töpfersiedlung ans Tageslic ht. Zwischen dieser Siedlung und der Straße legten A. Radnóti und L. Barkóczi mehr als 100 römische Gräber aus dem 2. und 3. Jahrhundert frei. Nach Meinung der Archäologen wurden in diesem Gräberfeld die Bewohner der Militärstadt bestat­tet. Die Benutzung dieses Gräberfeldes, genauso wie die des Gräberfeldes der Zivilsiedlung hörte in dem zweiten Drittel des 3. Jahrhunderts, um 260 auf. Die spätrömischen Gräber kamen südlich vom Lager zum Vorschein. Im Grab war ein Sesterz der Kaiserin Herennia Etruscilla. Leider hat Petrovics über ihre Fundumstände nicht berichtet. Wie bei anderen kaiserzeitlichen Gräbern befand sich eine Bronzemünze im Grab, die in Viminacium 250/251 n. Chr. geprägt worden war. Die Münze kann nur das terminus post quem der Grablegung angeben, aber die Untersuchung des Münzmaterials aus den panno­nischen Gräbern zeigt, dass seit Gordian III die Münzen der Viminaciumer Prägestätte statt der Reichsprägungen als Obolus in die Gräber gelegt wurden. Der Zustand der Münze und die Untersuchungen des Gerhät-Gräberfeldes weisen

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