Folia archeologica 51.
Zsolt Mráv: Litterae aureae Daciából a Magyar Nemzeti Múzeum gyűjteményében. Az 1908-ban talált bukovai lelet
LItI K.RAe AUREAE AUS UNGARISCHEN NATIONAL MUSEUMS 67 Abb. 6 Vorder- und Seitenansicht bzw. Rückseite mit den Dübelstellen des K-Buchstabens, Zeichnung 6. ábra Az E betű homlokzati, oldalnézeti és hátoldali rajza der Inschriften mit litterae aureae stammt aus dem 1. |lt. n.Chr., und in den meisten Provinzen ist die Mode ihrer Anwendung über die trajanisch-hadrianischen Zeiten hinaus nicht nachweisbar. Alle in diesen Zeitraum zu datierenden bekannten Denkmäler sind in ziviler Umgebung, hauptsächlich in großen Städten, geschaffene Repräsentationsinschriften, mit denen man vor allem Tempel und andere öffentliche Gebäude schmückte. (In Ausnahmefällen kann man die Technik auch bei Inschriften privater Natur - so an Altären 1 9 und in Baetica als lokale Mode an Grabinschriften 2 0 - antreffen.) Doch nach langer Pause tauchen in der Severerzeit außerhalb Roms erneut mit Metallbuchstaben geschriebenen Inschriften auf, noch dazu in überraschend großer Zahl und in solchen Gebieten bzw. im solchen Milieu, woher sie früher nicht bekannt waren. In den nördlichen Militärprovinzen des Imperium Romanum, hauptsächlich in den obergermanischen, rätischen 2 1 und 1 9 Beispielsweise an einem Augster Aesculapius-Altar: Speitlel 1993, 185-188. 2 0 Alfôldy 1997, 6. Es kann also kein Zufall sein, dass die einzige Grabinschrift mit Metallbuchstaben in Rom am Grabmal einer aus Baetica stammenden Senatorenfamilie zu finden ist: CIL VI 11086 ( = 31817); vgl. Alfóldy 2000, 86, 91; Alfóldy 2001, 34. 2 1 Inschriften mit bronzenen Buchstaben der Zeit Caracallas mit rekonstruierbarem Text aus den Limeskastellen von Germania superior und Raetia: 1. Holzhausen: über der porta principalis sinistra : CIL XIII 7616 = «Kl. B Nr. 6, S. 35, Taf. VII/23 = Baalz 1982, 358-359, Abb. 301; Ergänzung und zeichnerische Rekonstruktion der Inschrift s.: Mráv 2001-2002, 211, Abb. 3; über der porta praetoria: CIL XIII 7617 = ORL B Nr. 6, S. 36, Nr. 2, Taf. VIII/9a-b; Mráv 2001-2002, 211; 2. Saalburg: CIL XIII 7465a, zeichnerische Rekonstruktion der Inschrift s.: Mráv 2001-2002, 214, Abb. 5; zu den in zahlreichen Auxiliarkastellen von Germania superior und Raetia zum Vorschein gelangten vergoldeten Bronzebuchstaben: Schönberger 1985, 412-413.