Folia archeologica 51.
Zsolt Mráv: Litterae aureae Daciából a Magyar Nemzeti Múzeum gyűjteményében. Az 1908-ban talált bukovai lelet
68 Zsoi.i MRÁV norischen 2 2 Limeskastellen, sowie, auf Grund mindestens zweier Inschriften aus Intercisa, in Pannonién 2 3 kamen unter der Herrschaft Caracallas - vermutlich auf zentrale Initiative errichtete - Repräsentationsinschriften mit vergoldeten Bronzebuchstaben zum Vorschein, welche ursprünglich über den Festungstoren eingemauert waren. Die bekannten Inschriften mit rekonstruierbarem Text lassen sich alle in die Zeit von Caracallas Aufenthalt in Germania superior und Raetia, seiner siegreichen Strafexpedition gegen die Alamannen und seiner anschließenden Reise entlang der Donau datieren, in das Jahr 213 n.Chr. 2 4 Jede der unter Caracalla enstandenen bekannten Inschriften mit bronzenen Buchstaben war in aus Bronzeblech ausgeschnittenen Lettern geschrieben, was auch über die Anbrigungstechnik der Buchstaben entschied. Die zu mehreren Zeilen geordneten Inschriften hatten einen langen Text, der den Namen und die Titulatur Caracallas (in einem Fall auch der Iulia Domna), den Namen der die Repräsentationsinschrift stiftenden Truppe und eventuell noch die Dedikationsformeln enthielt, deshalb verwendete man dafür kleinere (im Allgemein um 10 cm hohe) Buchstaben. Verglichen damit können die in abweichender Technik hergestellten, Buchstabenbetten voraussetzenden, größeren (25 bzw. 28 cm hohen), gegossenen A und FI von Bucova der obigen Inschriftgruppe nicht zugeordnet werden, ungeachetet dessen, dass Caracalla für das Jahr 213 n.Chr. auch eine Dazienreise plante. 2 5 (Zu der es wahrscheinlich aus Zeitmangel nicht gekommen sein dürfte. 2 1' Dennoch ist nicht auszuschließen, class man sich auch in den Militärkastellen der Provinz Dacia mit litterae aureae geschreibenen Inschriften auf den zu erwartenden Kaiserbesuch vorbereitet hat. 2 7) Die beiden auf Grund der in Bucova gefundenen Buchstaben zu vermutenden Inschriften mit Goldlettern können also nur zur früheren Gruppe der in vergoldeten Bronzebuchstaben geschriebenen Inschriften gehören. Diese sind aus dem zivilen Umfeld der vorrangig öffentliche Gebäude schmückenden offiziellen Inschriften bzw. außerhalb von Italien aus den blühenden Städten der stark romanisierten Provinzen des Reiches bekannt. (Aus der Donauregion allerdings lassen sich nur die beiden Inschriften von Bucova als Beispiele anführen.) Keine der hierzu gehörenden Inschriften mit bronzenen Buchstaben ist später als in die Regierungszeit Hadrians zu datieren, nicht einmal in der Provinz Hispania, wo sie 2 2 Inschrift mit bronzenen Buchstaben der Zeit Caracallas aus dem Limeskastell in Traismauer (Augustiana): Ubi 1974, 1 12-114; Ubi 1975, 17-18 (Fragmente der die Inschrift tragenden Steintafel kamen im Bereich der porta principalis dextra ans Licht); zur richtigen Rekonstruktion des auf Grund der Dübellöcher rekonstruierbaren Textfragmentes: Hainzmann, ILLPRON 897 (Lesung nach E. Weber); Ergänzung und zeichnerische Rekonstruktion der Inschrift: Mräv 2001-2002, 213. 215, Abb. 6, Rekonstruktion nach Prof . Dr. Géza Alfoldy. 2 3 Mräv 2001-2002, 207-233, Abb. 13-14. Der Text der in Intercisa gefundenen Inschrift mit Goldlettern lautet: [Pro salute et victorjia / [Imp(eratoris) Caes(aris) M(arci) Aur(elii) Antonini pii felicisj Aug(usti) / [et Iuliae Aug(ustae) matris Augusti nosjtri / [et castror(um) et senat(us) ac patriae] et /[imperili) et senatus populiq(ue) Rom] ani / [coh(ors) I (milliaria) Hemes(enorum) Aur(elia) Anton(iniana) sajg(ittariorum) eq(uitata). Uber gesicherte Angaben bezüglich der Anwendung von Inschriften mit litterae aureae im Gebiet Pannoniens verfügen wir momentan aus Intercisa. (Das kleine, nur 5,5cm grò e, ungeschickt aus Bronzeblech susgeschnittenes R mit einem hasta Fragment von Poetovio [Abramic 1914, 121 Abb. 106] fand man an einen Holzbalken genagelt vor, weshalb man sie nicht zu den mit litterae aureae geschriebenen offiziellen Inschriften rechnen kann.) " Radnóti 1972, 53; Schönberger 1985, 412-413; Alfoldy 1997, 34-35, Anm. 78. 25 Szabó 2003, 139-150. 2 6 Der Kaiser weilte nämlich spätestens am 17. Dezember 213 n.Chr. bereits in Nicomedia: Scheid 1998, 445. 2 7F.in bronzener R-Buchstabe wurde letzhin aus Zilah (Zaläu) publiziert: Matei-Stanciu 2000, PI. 339/1.