Folia archeologica 51.

Zsolt Mráv: Litterae aureae Daciából a Magyar Nemzeti Múzeum gyűjteményében. Az 1908-ban talált bukovai lelet

64 ZSOI.I MRÁV Abb. 3 Rückseite des A-Buchstabens mit den Dübelstellen, Zeichnung 3. ábra Az A betű hátoldalának rajza a csapolások helyével Befestigungstechnik wie die in Bucova gefundenen Buchstaben wohlbekannt. 4 Mit solchen vergoldeten Bronze Buchstaben (litterae aureae ) pflegte man während der Kaiserzeit einen Teil der repräsentativen offiziellen Inschriften zu schreiben, die sich - je nach Gestaltung und Anbringunsgweise der Buchstaben - zwei Haupttypen zuordnen lassen: I. Inschriften mit aus dünnem Bronzeblech ausgeschnittenen, ohne Einbettung befestigten Buchstaben (sog. scrittura a caratteri applicati). Die Buchstaben wur­den aus einigen Millimeter dickem Bronzeblech ausgeschnitten und an der Befestigungsstelle durchbohrt oder durchlöchert. Durch diese Löcher führte man die Dübel (Niete oder lange, schmale, an den Enden umgehämmerte Bronzeblechstifte), die man vor dem Einführen mit Bleiblech umhüllte. Bei solchen aus ohne Einbettung, nur außen befestigten Buchstaben bestehenden Inschriften blieb nach dem Entfernen der wertvollen Metallbuchstaben von der Originalinschrift keine andere Spur als die zur Befestigung der Bronzebuchstaben dienenden Dübellöcher. 5 Die Buchstaben aus Bronzeblech sind leicht, so dass zu ihrer Anbringung wenige Dübel ausreichen. Die Technik ist also einfacher und bil­liger, zur sicheren Befestigung der Lettern allerdings weniger geeignet. 4 Der Gebrauch von Metallbuchstaben war im Mittelalter, hauptsächerlich aber im Zeitalter der Renaissance, auch in Ungarn bekannt und populär: Ló'vei 2001, 39-55. Die Buchstaben aus Bucova hingegen sind auf Grund ihrer Form und Anbringungstechnik, ihres Fundortes und der in ihrer Begleitung zum Vorschein gelangten römerzeitlichen Funde gewiss Bestandteile einer römerzeitlichen Inschrift gewesen. 5 Zur Befestigungstechnik der Bronzelettern s. Amy 1970, 675-678; Amy 1979, 177; Di Stefano Mantella 1987, 141-142; Alfoldy 1995, 205-208; Alfoldy 1997, 4-8.

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