Folia archeologica 51.

Zsolt Mráv: Litterae aureae Daciából a Magyar Nemzeti Múzeum gyűjteményében. Az 1908-ban talált bukovai lelet

LIÏTKRAK AI REAE AI S UNGARISCHEN NATTONAI.MI'SEUMS 65 Abb. 4 Seitenansicht eines der Dübel des A-Buchstabens von Bucova, Foto 4. ábra A bukovai A betű egvik csapolásának a fotója Inschriften dieses Typs brachte man /.. B. am Colosseum in Rom, 6 am Tempel des Augustus lind der Roma in Vienne, 7 am Theater von Mérida oder am Aquädukt von Segovia 8 an. II. Inschiften aus gegossenen, in einem Bett liegenden Buchstaben (sog. scrit­tura alveolate). Bei diesem Typ liegen die Buchstaben in einem in die Oberfläche des die Inschrift tragenden Steindenkmals gemeißelten Bett, wo sie durch Verdübelung befestigt sind. Die Bronzebuchstaben enstanden mittels Formguss im Wachsausschmelzverfahren, so class sie weitaus dicker und schwerer sind als die aus Bronzeblech ausgeschnittenen Lettern. Deshalb mussten die mit den Buchstaben aus einem Guss hergestellten trapez- oder liegend "I-förmigen Dübel massiver sein und tiefer reichen. Ebenfalls wegen ihres großen Eigengewichts benötigte man zur Befestigung der Buchstaben mehr in Blei gebettete Dübel. Allerdings trug diese kompliziertere, größeres Fachwissen erfordernde und daher wesentlich kost­spieligere Technik die Buchstaben sicherer. (Mit gegossenen, in einem Buchstabenbett verankerten Bronzelettern waren beispielsweise die Inschriften des Prätors L. Naevius Secundus im Steinpflaster des forum Romanian, 9 des Mars Ultor sowie des Castor und Pollux 1 0 in Rom, am Tempel der Roma und des Augustus in Augusta Raurica 1 1 oder die in die Pflasterung des Forums der Städte von z. B. Asisium, 1 2 Feretrium, 1 3 Hippo Regius 1 4 und Segobriga 1 5 eingelassenen Bauinschriften geschrieben.) Die Merkmale beider in Bucova gefundenen Bronzebuchstaben entsprechen den der zur letzteren Inschriftgruppe gehörenden vergoldeten Bronze Buchstaben genau, sie haben also gewiss zu einer mit in Buchstabenbetten ver­ankerten römerzeitlichen litterae aureae geschriebenen Inschrift gehört. Sporadisch können Inschriften mit Metallbuchstaben auch schon im Zeitalter <> Alfoldy 1995, '210, 212-213, Abb. 3-6. ' AE 1925, 75. » Alfoldy 1997, 3-51. " CIL VI 37068 = AE 1968, 24. I" Alfoldy 1992, 53, 200 Tav. XXVI. H Speidel 1993, 179-185, Taf. IV. a. 1 ' Forni 1987, 35, Nr. 31. is CIL 12 1527 cf. P. 1002 = CIL X 5847 = ILLRP 587; vgl. Di Stefano Manzella 1987, 139, Anm. 326, Fig. 26. n AE 1949, 76; vgl. AE 1955, 147. 1 5 Alföldy 2001, 117-121.

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