Folia archeologica 51.

Prohászka Péter: A mezőberényi kora népvándolás kori sír (1884)

A MK/.ŐBKRKNYI KORA NÉPVÁNDORLÁS KOK1 SÍR 137 Fundumstände berichtete Pulszky, dass im Frühling 1884 zwei Grabfunde aus Mezőberény ins Museum gelangten, das eine Grab wurde am oberen, das andere am unteren Filde der Ortschaft aufgefunden. Diese Angabe hat Joseph Hampel ins seine Bucli über die Alterthümers Ungarns übergenommen. Nach der Erwähnung Pulszkys in seinem Buch über die Archäologie Ungarns (1897) stam­men -wie er in Mezőberény persönlich erfuhr- alle Gegenstände bloss aus einem Grab stammen. Leider der Direktor schrieb über die Fundumstände sowie den Fundort nichts. Wegen dieser Umstände, der anderen falschen Angaben in seinem Buch sowie im Licht des Piltz Briefes müssen wir diese Angabe ablehnen. Nach Nándor Fettich - der erstmals alle Funde mit Photos publizierte - und István Bòna wurde in Mezőberény bloß ein hunnenzeitliches Grab entdeckt. Entgegen dieser Annahme teilte Attila Kiss die Funde zu zwei Gräber ein. Nach seiner Meinung ist das Grab mit den Beigaben „Zikaden'Tibel, Hangelenkring, Pinzette, Schuhschnallenpaar und Keramik hunnenzeitlich und das andere mit den Beigaben Ohrgehängepaar, Gürtelbeschläge und Goldbleche gehört ins 6-7. Jahrhundert. Seine Vorstellungen bei der Datierung und der ethnischen Einordnung wurden von István Bòna und Eva Garam verworfen. Wir können manche Fragen mit Ililfe des Archivmaterials im Ungarischen Nationalmuseum klären. Dort befindet sich ein Brief mit dem Datum 23.05.1884. von Ádám Piltz. Er berichtet darüber, dass er den Deckel des zerbrochenen Topfes, der neben dem Ohrgehängepaar war, nach Budapest geschickt hat. Am Ende des Briefes kann man folgende Anmerkung lesen: „Der Goldfund von Mezőberény wurde neben einer Gerippe gefunden, neben einem Topf in dem Asche war. Der andere Teil des Fundes kam neben der Magyarvégeser Windmühle in den Ziegelschlägergruben ans Tageslicht." In Hinsicht dieser Angabe wurden zwei Gräber im Frühling 1884 in Mezőberény gefunden. Im Brief steht auch der Fundort (Magyarvég) von einem, der sich nach dem Ortsnamenverzeichnis und der Karte dei dritten Militärauf­nahme am südlichen "Ieil des Ortes befand. Auf der Karte kann man zwei Wind­mühlen sehen und bei einer sind Ziegelschlägergruben gezeichnet. Nach Pulszkys Abhandlung von 1885 lag die andere Fundstelle am oberen - d.h. nördlichen ­Teil des Ortes. Möglicherweise war der Tücsökhügel diese Fundstelle, wo in 1901 zwei völkerwandeiunszeitliche Gräber ausgegraben wurden. In einem war eine Silberschnalle mit Steineinlage, die aber heute nicht vorhanden ist. Mit Hilfe des Inventabuchs sowie Pulszkys Abhandlung von 1885 kann man bestimmen, welche Funde von welchem Grab ans Tageslicht kamen. Sicherlich erfuhr Pulszky nach seinem Vortrag in der Gesellschaft neue Angaben über die Fundumstände, die in seiner Abhandlung von 1885 eingearbeitet hat. So erwähnt er den Topf bei den Funden nicht, was mit dem Brief im Einklang steht. Bestimmt wurde dieses Gefass in Mezőberény gefunden, aber nicht in diesen beiden Gräber! Nach Pulszky waren das Ohrgehängepaar, die Pinzette und die „Zikaden'Tibel in einem Frauengrab. Die Fundstelle dieses Grabes lag am oberen Teil des Ortes ­am Tücsökhügel (?). Das Frauengrab kann man am bestens mit der Fibel und der Pinzette datieren. Die Pinzette hat gute Paralellen im gepidischen Fundmaterial. Flier kommt nicht nur in Männer-, sondern auch in Frauengräber vor und wurden solche Typen am Ende des 5. und im 6. Jahrhundert benutzt. Das Ohrgehängepaar hat leider keine gute Paralelle im völkerwanderungszeitlichen Fundmaterial und auch die von István Bòna vorgeführte Ohrgehänge ist wegen der Form und Verzierung bestimmt kein verwandter Typ. Attila Kiss datierte die Mezőberényer Exemplare wegen der Verzierung ins 6-7. Jahrhundert aber die Verzierungselemente erscheinen schon früher. Nach Form und Konstruktion besteht zwischen den und den Ohrgehängen im Poliederkopf eine Verbindung. Ob die westlich oder südlich vom und sogar im Karpatenbecken hergestellt wur-

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