Folia archeologica 51.
Prohászka Péter: A mezőberényi kora népvándolás kori sír (1884)
A MEZŐBERÉNYI KORA NÉPVÁNDORIÁS KORI SÍR 135 DIE FRÜHVÖLKERUNGWANDERUNGSZEITLICHE GRABFUNDE VON MEZŐBERÉNY (1884) In der archäologischen Sammlung des Ungarischen Nationalmuseums befinden sich zahlreiche völkerwanderungszeitliche Funde, die in der Archäologie des Karpatenbeckens wichtigen Rollen spielen. Im 19. Jahrhundert hat das Museum die entweder als Geschenk erhalten aber oft auch gekauft. Zu den vieldiskutierten Funden gehören die aus Mezőberény stammende Gegenstände. Am 20. Mai 1884 hat das Ungarische Nationalmuseum verschiedene Gegenstände von Ádám Piltz gekauft: Eine kleine goldene „Zikaden" fibel (luv. Nr. UNM 43/1884.3), deren Augen und Flügel ursprünglich mit Steineinlagen ausgefüllt waren, diese Einlagen jedoch fehlen (L.: 1,9 cm, G.: 1,8 cm) Ein goldenes Ohrgehängepaar (luv. Nr. UNM 43/1884.1-2). Am Ende des Ringes befindet sich ein sternenförmiger Anhänger mit Perlendrahtverzierung und Steineinlagen. Auf einem Exemplar fehlen Almandinen/Granate. Gewicht: 11,3 g und 9,88 g. Dm des Ringes 4,8 cm. Eine aus Bronzeblech gebogene sich in Dreieckform erweiternde Bronzepinzette (Inv. Nr. UNM 43/1884.4), der eine Arm ist fragmentarisch. 1..: 7,3 cm, Br.: f ,8 cm. Ein scheibengedrehter kliener Topf (Inv.Nr. UNM 43/1884.5) mit sehr weitem Bauch, ausladendem, rundem Rand, von Bauch bis Hals mit parallel laufenden Einglättungenverziert. H: 7,6cm, Bdm.: 4,6cm, Mdm.: 6,1 cm, Bauchdm.: 10,1 cm. Nach Eintragung im Inventarbuch wurden diese wie die später erworbene Gegenstände in dem Topf gefunden und die kamen in Mezőberény ans Tageslicht. Noch am selben Tag wurden verschiedene Goldgegenstände von dem Museum erworben, die auch aus Mezőberény stammen. Der Verkaufer dieser Objekte war aber nicht Piltz sondern der Mezőberényer Juwelier Alajos Barts: Ein goldener ovaler Handgelenkring (Inv. Nr. UNM 44/1884.1) am beiden Enden keulenförmig verdicktet ohne jede Verzierung. (Br.: 4,5 cm, L.: 4,1 cm, G.: 32,5 cm). Eine kleine Goldschnalle (Inv. Nr. UNM 44/1884.2) mit ovalem, massivem Ring und mit rechteckigem Beschlag. An den Ecken des schachteiförmigen Beschlages ist je ein Nietkopf. In den Zellen des Beschlags sitzen Almandin/Granatsteine. Br.: 1,9 cm, L.: 2,3 cm, Gewicht: 35,60 g. Ein unverzierter goldener Beschlag (Inv. Nr. UNM 44/1884.3) von umgekehrter Wappenform mit T-förmigem Haken. Auf dem Rücken sitzt unten und oben je ein goldener Niet mit glattgehämmertem Ende. L.: 2,7 cm, Br.: 1,3 cm, Gewicht: 4,71 g. Drei verschiedene mit Perlendracht verzierte Goldbleche (Inv. Nr. UNM 44/1884.4-6), auf ihrer Oberfläche sind verschiedene Muster aus Perlendracht. Ein ist von gleichschenkeligem Dreieck, an der Spitze ist ein Durchbruch, die kurze Seite ist beschädigt. I..: 4,2 cm, Br.: 2,1 cm, Gewicht: 6,5 cm. Das zweite ist ein fischförmiges Goldblech, an beiden Enden befindet sich je ein Durchbruch. I..: 4,1 cm, Br.: 1,0 cm, Gewicht: 2,3 cm. Das dritte ist ein rechteckförmiges Goldblech, dessen Oberfläche in der Länge in zwei Teile geteilt mit verschiednen Muster ausgefüllt. An beiden Enden ist je ein Durchbruch. L.: 4,2 cm, Br.: 0,9 cm, Gewicht: 3,7 cm. Das Nationalmuseum hat im August 1885 von Ádám Piltz das Paar der Goldschnalle für 150 Forint erworben: