Folia archeologica 51.

Szabó Ádám: Az apulumi locus. Vázlat egy szentélykörzetről

116 SZABÓ ÁDÁM DER LOCUS VON APULUM Skizze von einer Heiligtumsregion Einige Inschriften von Apulum zeigen solche inhaltlichen und formalen Zusammenhänge, die sowohl auf munizipialer wie auch auf provinzialer Ebene einmalig sind, auf Grund deren man annehmen kann, class sie sich auf dieselbe Heiligtumsregion mit breiterer Ausdehnung beziehen. Die primären Fundorte eines Teils der Inschriften, bzw. die bis jetzt publizierten Ergebnisse von archäolo­gischen Ausgrabungen machen diese Vermutung wahrscheinlich. Gemeinsame Merkmale der Inschriften werden u. a. von den folgenden Daten gezeigt: meistens ließen die Beamten der colonia Aurelia Apulensium die Inschriften errichten, nur selten auch die der Munizipien und Soldaten der Legion; ihre chronologische Reihenfolge beginnt mit der Zeit von Commodus, und dauert die Severus-Zeit umfassend etwa bis zur Mitte des III. Jahrhunderts nach Chr. an. Im Folgenden beschränke ich mich mit der Zusammenfassung der wichtigsten, direkt anknüpf­baren Inschriften nur darauf, die Heiligtumsregion zu umreißen, auf Grund der bisher bekannt gewordenen Götterwelt das Dasein der einzelnen Heligtümer festzustellen, sowie die bekannten Beamten und Priester zu nennen. Aus der möglichen Datierung der einzelnen Inschriften auf längere Perioden ergibt sich selbst die Chronologie der Heiligtumsregion. Offensichtlich gibt es noch weitere solche Inschriften im Material von Apulum, die zu diesem Kreis gehören, die aber mangels nachweislicher Angaben über die direkte Zugehörigkeit hier nicht ange­führt worden sind. Obwohl die Heiligtumsregion zur colonia Aurelia gezählt wer­den kann, steht es fest, class die Soldaten der Legion, die Bewohner der canabae, bzw. die Bürger von dem seit 197 bestehenden municipium Septimium die Heiligtümer der Region genauso besuchten und erweiterten, wir die Anwohner der Kolonie. Außerdem hatte je eine Gottheit sicherlich auch mehrere Heiligtümer im ganzen Gebiet von Apulum, also nicht jede Inschrift bezieht sich auf die hier untersuchten Heiligtumsregion. Das Thema kann man erst dann vol­lkommen erörtern, wenn alle Ergebnisse der bisherigen, bzw. jetzigen, in diesem Gebiet ausgeführten Ausgrabungen veröffentlicht werden. Von den Inschriften führe ich hier nur diejenigen in vollem Umfang an, bei denen ich eine Lesungsänderung vorgeschlagen habe. Auf der Karte am Schluss des Aufsatzes habe ich die Nummerierung der Fundorte laut IDR 11 1/3 beibehalten, und im Text beziehe ich mich dementsprechend darauf. Die Karte stellte ich auf Grund von zwei Karten zusammen, und zwar von einer, die die damalige Lage darstellt (Abb. 1 = Ardevan 1998, p. 619, Fig. 8) und von einer anderen, die die heutigen Umstände zeigt (Abb. 2 = IDR III/5, p. XIX, PI. III - in den Anmerkungen führe ich die Fundorte mit der hier angewandten Nummerierung an) (Abb. 3). Adám Szabó Übersetzung: Eszter Aczél

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