Folia archeologica 49-50.

Endre Tóth: A magyar Szent Koronáról. (Kutatástörténeti beszámoló)

316 ENDRF, TÓTH Abb. I Vorderansicht der Heiligen Krone 1. ábra A Szent Korona elölnézete angefertigt, auf denen die Bilder aller 12 Apostel zu finden sind. 1' Diese Versuche waren dadurch begründet, daß auf den Kreuzbändern nur 8 Apostelbilder angebracht sind. Entscheidend änderte sich die Forschung der Insignien, als sie 1978 aus den Vereinigten Staaten nach Ungarn zurückkamen. 7 Damals ergab sich erstmals die Möglichkeit, die Insignien gründlich zu untersuchen. Und diese Autopsie stieß die früheren Vorstellungen um, sei es über die Entstehung der Krone, sei es über den Zusammenbau der Kronenteile oder die Zellenemailbilder. 8 Das gilt auch für József Deérs 1966 erschienene Monographie 9: Die von ihm angenommene mehrstufige F^ntstehung und Umgestaltung der Krone sowie die Datierung der Zellenemailbilder sind nicht aufrecht zu erhalten. 1 0 Die wichtigste Aufgabe war die Feststellung der Gegenstandsgeschichte und Entstehung der Krone, also die Untersuchung der Konstruktionsveränderungen, des Zusammenbaues der Kro­nenteile. Aufgrund dessen läßt sich die relative Chronologie der Entstehung der Heiligen Krone" erschließen. Die Heilige Krone besteht aus Gold, verziert mit 19 Zellenemailbildern, Halbedelsteinen, echten Perlen und Almandinen (Abb.l.). Sie wurde aus drei Hauptteilen zusammengesetzt: aus dem unteren Reif (corona graeca), dem obe­6 Fr. Bock (Bock Fr., Die byzantinische Zellenschmelze der Sammlung Dr. Alex, von Swenigorodskoi, Aachen 1896) meinte, daß an den Bändern unten noch ein Apostelbild folgte. Arnold Ipolyi fügte zwischen die Kreuzbänder je ein Apostelbild ein, die Rekonstruktionszeichnung s. Ipoly 1886. 7 Giant T., A Szent Korona amerikai kalandja (Das amerikanische Abenteuer der Heiligen Krone). Debrecen 1997. * Von den Emailbildern wurden die ersten Fotografien erst nach der I leimkehr der Krone angefertigt. Aufgrund der alten Zeichnungen und schlechten Fotos konnte man weder die Emailbilder noch die technischen Details fachgemäß studieren. 9 Deér 1966 1 0 Siehe die Kritik über Deérs Arbeit: //. Fillitz, Kunstchronik 25, 1972, 10-22; Th. Rensing, Zt. für Kunstgeschichte 31, 1968, 162-165. Th. von Bogyay, Byzantinische Zt. 61, 1968, 361-364, László Oy., Századok, Bárány-Oberschall 1974, Kovács 1979. 1 1 Aus dem Jahr 1256 ist die erste Angabe darüber erhalten, daß die Insigne der Königskrönung als heilig (sanctus) bezeichnet wird. In meinem Artikel bezeichnet die Heilige Krone die heutige Krone.

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