Folia archeologica 49-50.

Endre Tóth: A magyar Szent Koronáról. (Kutatástörténeti beszámoló)

DIE UNGARISCHE HEILIGE KRONE 317 OQOOOOOOO rVAA A AlVS 00000000 0 Ç i 1 1 2 § 3 A 6 • 7 § 8 • 9 o EnHa ai ^^c I Ih Abb. 2 Skizze der corona graeca: 1. Géza I. ungarischer König, 2. Hl. Kosmas, 3. III. Georg, 4. Erzengel Michael, 5. Pantokrator, 6. Erzengel Gabriel, 7. III. Demetrius, 8. III. Damian. 9. Kaiser Konstantinos oder Konstantios, 10. Kaiser Michael VII. Dtikas. a. Almandin, b. Saphir, c. grünes Glas, d. Aquamarin 2. ábra A corona graeca vázlatrajza ren Kreuzband (corona latina) und dem im heutigen Zustand schiefen Kreuz oben auf ihr. Unten am Reif hingen auf beiden Seiten ursprünglich je zwei, heute je vier, und hinten ein Anhängerschmuck an Ketten herab (Pendilien). Der Reif und das Kreuzband sind aufgrund der Herstellungstechnik, des Stils der Zellenemailbilder und der Nameninschriften in lateinischer und griechischer Sprache zu verschiedener Zeit entstanden. Die Corona graeca: Die Vorderseite des 5,2 cm breiten Goldreifs mit 20,9 cm Durchmesser schmückt eine Stirnzier aus halbrunden und dreieckigen Elemen­ten, die von durchscheinenden Emailplatten in sog. email à /our-Tech nik ausgefüllt wird (Abb. 2.). Beleuchtet man die rückseitenlosen Emailplatten, dann sind sie blau und grün. Ihr Muster ist das seit der römischen Kaiserzeit häufige Ziermotiv (Schuppenmuster), das sich in dei byzantinischen Kunst fortsetzte. Man findet es auch auf der gemalten Verzierung von Gläsern aus dem 10.-11. Jahrhundert: Dies mag das Vorbild für die durchscheinenden Giebelverzierungen gewesen sein. Der Reif ist vorn und hinten in der Mitte erhöht. Auf der Rückseite des Reifs sind am Rand auf senkrechten Achsen je neun echte Perlen aufgereiht. Den Reif, die Stirnverzierungen und die halbrund aufragenden Teile umrahmt einheitlicher goldener Perlendraht, der sich von dem die Kreuzbänder umrahmenden Perlendraht unterscheidet. Auf der Spitze der Stirnverzierungen wurden auf senkrechte Achsen hellblaue und rosa durchbohrte Amethyste gezogen. Den oberen und unteren Rand des Reifs säumen auf Golddraht gefädelte echte Perlen. Der Golddraht der Perlenreihe wurde durch angelötete kleine Ösen hindurchge­zogen und so befestigt. Die Innenseite der Perlenreihe umrahmt ein goldener Perlendraht. Die Fläche des Reifs teilt ein aufgelöteter Perlendraht in 16 Felder, in denen sich abwechselnd Emailbilder und Edelsteine (Saphir, grünes Glas, Almandin) befinden. Der eckig geschliffene blaue Aquamarin an der Rückseite der Krone ist mit seiner Fassung zusammen ein Ersatz aus der Zeit Matthias II. (1608-1619). 1 2 Das halbrund geschlossene Emailbild der sich auf der Vorderseite der Krone über den Rand erhebenden Fläche stellt den thronenden Pantokrator zwischen zwei Zypressen dar. Über den Bäumen nennen in je einem runden Feld die Buchstaben IC und XC den Namen Christi. Rechts und links von Christus folgen schon auf dem Reif die Brustbilder der Erzengel Michael und Gabriel, dann die der Märtyrer Georg und Demetrius, Cosmas und Damian. Die Herstellungstechnik der Bilder ist versenkte Zellenemail. 1 2 Lovag 1991. 40

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