Folia archeologica 49-50.
Melinda Torbágyi: Két kelta éremkincslelet a Magyar Nemzeti Múzeumból (Velem-Szentvid és Ostffyasszonyfa)
ZWKl KELTISCHEN MÜNZSC . HATZFUND E 155 bei der Herstellung dieser zur jüngeren Phase gehörenden Münzen beteiligte. 37 Ein terminus post quem für Boier Hexadrachmenprägung bietet das römische Vorbild der ersten Serien von Biatec Münzen, weiterhin eine in die 6. Phase der 15 stufigen Prägung gehörende Didrachme mit Biatec-Legende, die einen in 46 v. Chr. geprägten römischen Denar nachahmt. 3 8 Da diese feste, zu bestimmten fahren verbündete Chronologie bestreitbar ist, ist es sicher, dass die Hexadrachmenprägung irgendwann in den Jahren 60-40 v. Chr. durchgeführt wurde. Weitere Hinweise sind für die Datierung der norischen Münzprägung von einigen auf norischen Tetradrachmen vorkommenden Namen, wie Voccio, Suicca, Eccaios, die mit der Zeit der Kriege von Caesar in Gallien in Verbindung stehen. 39 Schliesslich haben wir in diesem Moment keinen Grund die Datierung der mit der boischen Hexadrachmen in ganz oder in Teil parallel oder ihre Einstellung folgenden norischen Münzgruppen zu bezweifeln. Die absolute Chronologie für die früheren Phase der Münzprägung in Noricum ist doch problematisch. Die Zeitabschnitte der zum Buch über Hexadrachmen der Grossboier beigelegte Gesamtsynchron-Tafel vermuten eine fortsetzende, ungebrochene Prägetätigkeit während des ganzen Zeitalter der Münzprägung, deren Anfang Göbl um 70 v. Chr. bestimmte. 4 0 Es ist nämlich nicht notwendig, dass die verschiedenen Prägestufen in enger Zeitfolge kommen, es kann zwischen denen auch Hiatus vorkommen. Göbl Hess aber diese sonst von ihm selbst erwähnte Möglichkeit ausser acht. Die über 11 g, ja über 12 g Gewichtsangabe der zur früheren Phase gehörenden Münzen zeigen ganz klar, dass man in unserem Falle kann, bzw. muss mit bedeutenden zeitlichen Abweichungen rechnen." Ein neuer in 1998 in Enemonzo (Oberitalien) gehobener Münzschatzfund bestätigt die frühere Datierung der ersten westnorischen Tetradrachmen, weil sie mit römischen Victoriaten zusammen zum Vorschein kamen. 4 2 Der späteste Zeitpunkt seiner Verbergung ist auf Grund der Umlaufzeit der Victoriaten um 125 v. Chr., also diese norischen Münzen mussten schon vor dieser Zeit geprägt werden. Diese Datierung stimmt wohl auch mit der auf das 2. Jahrhundert v. Chr. angenommener Prägezeit des Kroisbacher Typs überein. 4 3 Da der Kroisbacher hinsichtlich der Typologie und des Gewichts der früheste Typ der Münzen mit Apollokopf ist, kann seine Datierung auf Grund des Fundes von Enemonzo auf die Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chi bestätigt werden. Der Fund von Enemonzo gibt zweifellos keinen direkten Beweis für die Prägezeit der weiteren Münzgruppe in Noricum, doch er weist darauf hin, dass die ganze 3 7 TKN 59. :, s Die drei wichtigsten römischen Vorbilder: Q. Fnfins Calenus Denar 70 v. Chr. Crawford 403/1., C. Hosidius Getas Denar 08 v. Chr. Crawford 407.. T. Carisius Denar (das Vorbild der Didrachme) 46 v. Chr. (Crawford 464/1.) 3' J TKN 28-29, 60, 70, 76. 41 1 Göbl 1994. 38. Es gibt einen wenigen Unterschied hinsichtlich des Allfangs der Münzprägung: die Taurisker (also „Ostnoriker") um 70 v. Chr. und die Noriker (also „Westnoriker") um 65 v. Chr begannen eigene Münzen zu prägen. 4 1 Die grösste Teil der Exemplaren bei der früheren Gruppen fällt in die folgenden Gewichtsbereiche: bei Taurisker Varasdin A 12.8 - 12.2 g, Varasdin 11 12.4 - 11.1 g (auf Grund der Angaben in TKN), bei Noriker Kugelreiter a und AA1 12.30 - 11.60 g. (Auf Grund der Angaben in TKN, Göbl 1989, Gorini 1999) Gorini 1999. Noch zwei neulich vorgekommenen Münzschatzfunde haben zu erwähnen — obwohl sie keine direkten chronologischen Anhaltspunkte bieten - die in Tinco-Copo Stufe gehörenden Münzen enthalten: Göbl, R. Der norisch-keltische Münzfund von Malta/Koschach 199. Carinthia 1. 1998. 69-86., Dembski, G Teil eines Schatzfundes norischer Tetradrachmen aus Kärnten. In: carinthia Romana und die römische Welt. Festschrift für Gernot Piccottini zum 60. Geburtstag. Klagenfurt, 2001. 291-299. 4 3 Tmbägyi 1999. 81.