Folia archeologica 49-50.

Melinda Torbágyi: Két kelta éremkincslelet a Magyar Nemzeti Múzeumból (Velem-Szentvid és Ostffyasszonyfa)

156 MELINDA TORBÁC.YI norische Münzprägung nicht in der mittleren Dritte des 1. Jahrhunderts v. Chr. hineinzupressen ist. Sehen wir jetzt, welche die direkten Beweise für die genaue Datierung der mit der Münzen von Velemer in eng Verbindung stehenden no­rischen Münzgruppen sind. Die Kugelreiter C2-Gruppe ist mit relativer Sicherheit auf Grund der zu dieser Gruppe gehörenden Münzen mit Voccio-Legend auf die zweiten Hälfte der 50-gen Jahren zu datieren. Zwei Exemplaren dieser Gruppe wurden auf Velemer überprägt, noch dazu ist das Gewicht beider Velemer sehr gering (7.05 g und 8.29 g) und ein ist subärat, d.h. die als Schröding angewendete Münze von Velemer praktisch Bronze war. 1 4 Diese stehen offensichtlich nicht auf der Spitze der Prägereihe. Mit dem Frontalgesicht Typ - mindestens teilweise ­darf der Velemer gleichzeitig sein, denn in deren Falle die Uberprägung hin- und zurück beweisbar ist. Göbl datierte den Frontalgesicht nach 50 v. Chr., aber es gibt dafür keinen eindeutigen Beweis. Der Brezelohr/b wurde in der 30-er Jahren v. Chr. nach Göhls Chronologie hergestellt und auch er wurde auf Velemer über­prägt. Da eine Münzen noch im Umlauf ist, bedeutet nicht unbedingt, dass sie noch immer weitergeprägt wird. Im Fund von Güttenbach befinden sich drei Münze, die auf den zwischen 50-46 v. Chr. datierten SC15-16 Typ überprägt wurden, doch es gibt keinen bestimmten Beweis für diesen Zeitpunkt. Die auf diejenigen überprägten Velemer Münzen wurden durch die la/9 und la/9a Stempel verfertigt, d.h. sie gehören zur späteren Phase der Prägung. Der Nr.5. Exemplar des Fundes von Velem-Szentvid wurde auf einen - ebenfalls zwischen 50-46 v. Chr. datierten - Verschwommener Typ überprägt. Die Datierung ist auch in diesem Fall nur eine Vermutung ohne eindeutigen Beweis. Der Prägeanfang des Typs von Gjurgjevac, der ebenfalls als Unterpräge beim Velemer vorkommt, ist nach Göhls Chronologie die Mitte des 50-en v. Chr. Aber diese Datierung darf auch Göbl nach nicht als sicher betrachtet werden. 4 5 Es ist überhaupt nicht un­vorstellbar, dass er schon früher geprägt wurde, besonders darum, weil sich die Prägezeit der den Gjurgjevac vorangehenden Münzgruppe in der Licht des Fundes von Enemonzo wohl früher verschieben kann. In 1983 kam ein Münz­schatzfund in Umgebung von Zagreb zum Vorschein, der aus Tetradrachmen von Samobor A und B, sowie von Gjurgjevac bestand. 4 6 Solche Type wurden das erste Mal zusammen gefunden, was für ihre gleichzeitige Datierung spricht. Aber es gibt keinen bestimmten Beweis für die genaue Prägezeit. Auf Grund der oben erwähn­ten ist es nicht notwendig die Velemer Münzprägung nach der Mitte des 1. Jahr­hunderts zu stellen. Auf einen früheren Zeitpunkt weiss auch die Tatsache hin, dass der Velemer nie - mindestens bis jetzt - mit boischen Hexadrachmen und zur jüngeren Phase der norischen Münzprägung gehörenden Typen zusammen vorkam. Kein einziger Velemer befindet sich im Oppidum in Bratislava und in seiner Umgebung. 4 7 In Velem-Szentvicl kommen die boischen Hexadrachmen und norischen Münzen von jüngerer Phase auch nicht vor. Keine typologische Verbindung gibt es zwischen ihnen. Das Durchschnittgewicht des Velemer Typs ist etwas höher als jenes der Münzen von Adnamati, Nemet, Atta Gruppen (9.46 g). 48 Im Mangel der chronologischen Fixpunkte ist es nur das sicher zu behaupten, dass die Prägung des Velemers schon in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts ge­4 4 TKN 118. Nr. 8-9. 4 5 TKN 102. 4 6 Mimik, I. Der Schatzfund von Pokupsko. In: Stephanos nomismatikos Edith Schönert-Geiss zum 65. Geburtstag. Berlin, 1998. 485-489. 4 7 Kolnikmm 1996. 4 K Die Gewichtsangaben stammen aus dem Katalog in TKN.

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