Folia archeologica 49-50.

Patay Pál - B. Kiss Zsuzsa: Az Alsótelekes-dolinkai szkítakori temető közöletlen sírjai. (Az 1962. és 1964. évi feltárás eredményei)

138 PATAY PÁI.-B. KISS ZSUZSA der Armring ist sonst unverziert. Das Exemplar aus dem Grab Nr. 165 ist kleiner, jedoch feiner ausgearbeitet, der Kopf ist realistischer, auch der Körper ist verziert. Diesem Typ steht der bronzene Armring mit offenen Enden aus dem Grab Nr. 142/d nahe, der in einem kleinen Kopf endet (Abb. 12, 7, Abb. 19, 6). Ähnliche Stücke kamen in fünf Gräbern von Szentes-Vekerzug vor. 7 6 Die Vorbilder dieser Typen stammen aus der Koban-Kultur: es sind tordierte bronzene Armringe, deren schematisch ausgebildete Enden Darstellungen von Raubtieren oder von Schlangen waren. 7 7" 7 9 In der Waldsteppenzone sind diese vom 6. bis 5-3. Jh. nachzuweisen, 8 0 in Ferigile tauchen sie in den Fundkomplexen aus der zweiten Hälfte des 6. Jhs. auf. 8 1 Auch die Stücke von Alsótelekes können nicht früher, als das 6. Jh. v. Chr. bestimmt werden. Zieht man die in der Nähe, sogar im gleichen Grab mit einem der Armbänder gefundenen scheibengedrehten Becher mit hochgezogenem Henkel in Betracht, so zeichnet sich ein auf die erste Hälfte des 6. Jhs. hinweisender Horizont aus. Die Armbänder mit schlangenkopfförmigen Enden sind also solche Gegenstände östlicher Herkunft, die nicht zu den frühen Funden des Gräberfeldes gehören. In Alsótelekes kamen in grösster Anzahl die aus Bronze und aus Eisen hergestellten Nadeln vor. 83-8 4 Sie sind als Beigaben beiden Geschlechts ins Grab gelegt worden, sie waren also vermutlich allgemein benutztes Element der lokalen Tracht. Es sind insgesamt 18 Stück aus Eisen und 6 Stück aus Bronze vorgekom­men, alle aus Brandschüttungsgräbern. Typisch sind die Nadeln mit geperltem, zwei- oder mehrgliedrigem Kopf, die Rollenkopfnadeln, die sich in der Mitte verdickenden ahlenartige Stücke und die Nähnadelformen. Man kann soviel fest­stellen, dass die bronzene Exemplare eher in Frauengräbern, die eisernen hinge­gen in Männergräbern häufig waren. Eine genauere Datierung ist - wegen des weiten Spektrums ihrer Benutzung — nicht möglich, sie stellen einen solchen Trachtzubehör der heimischen Bevölkerung dar, der Jahrhunderte lang in Geb­rauch war. 85-9 2 Zu den Schmuckgegenständen gehören jene abwechslungsreiche Hals­schmücke, die als Beigaben von Kleinkindern bestattet wurden. Die Mehrheit der drei Halsschmücke bestand aus Kaurischnecken, stellenweise mit Bronzeröhr­chen, kleinen Drahtringen oder blauen Glasperlen ergänzt (Abb. 22, l-3). 9 3" 9 6Ein unikaler Fund des Gräberfeldes ist eine eiserne Pinzette aus dem Grab Nr. 157, die in die Reihe der Gegenstände östlicher Herkunft gestellt werden kann (ähnliche Stücke sind im Kaukasusgebiet aus dem 8—7. Jh., und aus der Koban­Kultur aus dem 7. Jh. v. Chr. bekannt). 979 8 Den früheren Freilegungen ähnlich brachten auch die beiden späteren Grabunskampagne viel Eisenmesser ans Tageslicht, die sowohl in Männer- als auch in Frauengräbern zu finden waren. Die Eisenmesser mit gebogenem Rücken und mit Griffdorn sind allgemein verbreitete Funde der Skythenzeit. Es sind zwei neue bronzene Messerscheiden ans Tageslicht gekommen. Im Gegensatz zu den be­kannten Typen der Gräber Nr. 4/g und 78" sind diese mit einem kleinen biko­nischen Knopf abgeschlossen. Ihre Parallellstücke aus dem Karpatenbecken sind gut bekannt. 100-10 4 A. Vulpe hält die Exemplare aus Siebenbürgen aund aus der Gegend der Unteren Donau für die späte Hallstattzeit typisch, und bestimmt ihre Benutzung auf einen Zeitabschnitt von der zweiten Hälfte des 7. Jhs. bis zum 5. Jh. v. Chr. 10 5 Die in einem Knopf endenden Formen sind bestimmt jünger, als die mit Tiergestalt verzierten Stücke, die T. Kemenczei anhand ihres dem präsky­thischen Kreis anzuknüpfenden Tierkopfmotivs auf das Ende des 7. Jhs. datiert. 10 6 Wir erwähnen noch kurz die aus Knochen hergestellten Gegenstände des Gräberfeldes: eine durchbohrte kleine Knochenplatte (Abb. 8, 1), ein mit eilige-

Next

/
Thumbnails
Contents