Folia archeologica 49-50.
Patay Pál - B. Kiss Zsuzsa: Az Alsótelekes-dolinkai szkítakori temető közöletlen sírjai. (Az 1962. és 1964. évi feltárás eredményei)
A/. ALSÓTKL.EKESI SZKÍTAKORI TEMETŐ 139 ritzten Linien verziertes Knochenzylinderfragment (Abb. 8, 2) und ein geschnitzter, durchbohrter Pferdezahn (Abb. 8, 3), alle aus dein Grab Nr. 110. Ahnliche Gegenstände aus einem für Männergräber kennzeichnenden Kontext sind aus dem Grab Nr. 2 von Szentes-Vekerzug 10 7 und aus der Fundstelle Cegléd-Hordógyár bekannt. 10 8 Zuletzt hat diesen Gegenstandstyp J. Kisfaludi untersucht, die einen engen Zusammenhang zwischen den geschnitzten, verzierten Knochenzylindern und der Tonpintaderas feststellte, die als typische Geräte der Frauen zur Körperbemalung dienten, und sich im 6-5. Jh. v. Chr. verbreitet haben. 11 0 Die Gefässe der in dieser Studie veröffentlichten Gräber verstärken die früheren Beobachtungen: im Gräberfeld sind in überwiegender Mehrheit die handgeformten Gefässe oder deren Fragmente vorhanden (74 Stück), die scheibengedrehte Stücke bilden nur 24% des Materials (23 St.). Zu den handgemachten Gefässen (Abb. 25) gehören die flachen Tassen mit hochgezogenem Henkel und ausladendem Rand (26 St.), die bikonischen Becher (21 St.), die Schüsseln mit eingezogenem Rand (12 St.), tonnenförmige (9 St.) und bikonische Gefässe (7 St.). Auf Drehscheibe wurden die typischen skythenzeitlichen Becher mit hochgezogenem Henkel (18 St., Abb. 26) und Schüsseln mit eingezogenem oder geradem Rand (5 St., in den Gräbern nur fragmentarisch) hergestellt. Sehr charakteristisch sind im Gräberfeld die vielen, fragmentarisch ins Grab gelegten Gefässe, und die grosse Zahl der zu keinem Grab gehörenden Gefässbruchstücke. Wie das schon in der ersten Phase der Freilegung zu bemerken war, sondern sich die die handgeformten Tassen und die scheibengedrehte Keramik enthaltenden Gräber auch territoriell ab, was auf zwei chronologische Schichten hinweist. Die mit breiter Mündung, mit ausladendem Rand, mit hochgezogenem, manchmal hahnkammartig ausgebildetem Henkel versehenen, mit Zickzackmuster oder mit eingeritzten Dreiecken verzierten Tassen (Abb. 23) kamen ausschliesslich aus dem westlichen Teil des Gräberfeldes vor. Die Verbreitung der auf Drehscheibe hergestellten Formen fiel hingegen mit dem Gebiet der östlichen Gräbergruppe zusammen. Im Gräberfeld von Kustanovice sind die handgeformten Tassen mit hohen, im Winkel gebogenen oder in einem Knopf endenden Henkel als Leitfund zu erkennen. 11211 3 Eine vollkommene Entsprechung zur hahnenkammartigen Ausbildung findet man unter den Funden des Brandgrabes von Tarpa, nach M. Párducz ebenfalls in Kustanovice-Umgebung. 11 4 Diese Tassenform ist auch im Kreis der Cernoles-Kultur kennzeichnend, deren das auch in Alsótelekes beliebte, mit eingeritzten Linien ausgefüllte Dreieckmuster Volk gerne verwendet hat. 115 Die in fier Skythenzeit charakteristischen, weit verbreiteten handgemachten, mit hochgezogenem Henkel versehenen Tassen sind nach allgemeiner Auffassung aus spätbronzezeitlichem-früheisenzeitlichem Grund stammende Gefässtypen. Sie waren sowohl vom Volk der Kyjatice-Kultur als von den Präskythen beliebt, auf deren Gefässen sogar das Dreieckmuster vorkommt. 1 1' 1" 11 9 Letzteres ist ein typisches Motiv der Tassen der westlichen Gruppe von Alsótelekes (Abb. 23, 5, 7). Wir halten für wahrscheinlich, dass dieses Motiv und diese Form aus der KustanoviceKultur übernommen wurde. Nach T. Kemenczei sind die eingeritzten Motive aus der Waldsteppenzone auf unser Gebiet gelangt, wo sie schon seit der ersten Phase der Skythenzeit, seit der Mitte des 7. Jhs. v. Chr. als Ziermotive benutzt waren. 120 Anhand der Interpretierung der chronologischen Lage von Kruglik können diese Tassen auf das letzte Drittel, bzw. Viertel des 7. Jhs. bestimmt werden. 12 5 Diese flache Tassenform mit hochgezogenem Henkel deutet den frühesten Horizont des Gräberfeldes aus dem letzten Drittel/vom Ende des 7. Jhs. an. Diese Datierung wird von der während der Freilegung der westlichen Gruppe ans Tageslicht gekommenen Funde: von den zweikantigen Pfeilspitzen frühen Typs und von den