Folia archeologica 43.
Viola T. Dobosi - István Vörös: A Kiskevély barlang revíziója
54 TIBOR KovAcs Museum in stark korrodiertem Zustand. Die vorgeführte Zeichnung ist damals entstanden. Im Laufe der Restaurierung „verschwand" zum Teil die Verzierung, sie ist stellenweise kaum sichtbar. L: 40 cm, Durchmesser des Knaufes: 4,3x3,7 cm. Vollgriffschwert, FAJSZ (Abb. 5,1) Alle Teile sind stark abgewetzt, an der Oberfläche ist keine Verzierung (wenn eine solche überhaupt vorhanden war) sichtbar. Der Knauf ist oval (4,4x3,3 cm). Sein stark abgewetzter innerer Teil (1,3x1,1 cm), zu dem sich innen ein bronzener Zapfennagel anschließt, ist leicht beweglich. Da das Herausheben dieses Teiles, sowie eine Röntgenaufnahme vorläufig noch nicht möglich war, kann nur vorausgesetzt werden, daß das Schwert ursprünglich auch ein hölzernes Griffheft hatte, an welches oben der bronzene Griff mit einem Zapfennagel befestigt wurde. Die mit starkem Mittelgrat versehene Klinge und der Griff wurde mit zwei Nieten zusammengehalten, die oberen zwei sind hingegen pseudoniete. Bei der Spitze geborsten. L: 53 cm. Mit den frühen Vollgriffschwerten Mittel- und Nordeuropas befaßte sich die Forschung, in mehrseitiger Annäherung oft bis zu den jüngsten Zeiten. Dessenungeachtet wurden betreffs ihres Ursprunges und der chronologischen Einreihung ihrer Typenvarianten abweichende Meinungen geäußert. All dies bezieht sich auch auf jene, im Karpatenbecken gefundenen Schwerter, die Produkte der Metallkunst von Hajdúsámson-Apa und der dieser Periode folgenden Koszider-Zeit darstellen. Auf Grund seiner Form und Verzierung gehört das Exemplar von Dunavecse zu jenen ältesten Vollgriffschwertern unseres Gebietes, die - manchmal mit abweichender Bezeichnung bzw. Namenkombination - als Hajdúsámson- und Apatypen auseinandergehalten worden sind. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts beschäftigte sich die Forschung auf Grund der in den Hortfunden von Hajdúsámson 1907 3 und von Apa 1939 4 zum Vorschein gekommenen Schwerter, sowie eines bereits früher publizierten Exemplars von unbekanntem ungarischem Fundort mit den Nachlassenschaften dieses Waffentyps des Karpatenbeckens. Jedoch dasselbe kann auch von den am Ende der 50er Jahre erschienenen größeren Übersichten gesagt werden, in welchen R. Hachmann und E. Lomborg die Zusammenhänge der in Nordeuropa und im Karpatenbecken zum Vorschein gekommenen Exemplare der Form und der Chronologie nach eingehender untersucht haben. 5 Später erweiterten A. Mozsolics mit der Mitteilung eines Exemplars aus dem Komitat Bihar Nagyvárad—Oradea, sowie M. Máthé aus dem Fundort Téglás den Kreis der frühen Schwerter. 6 Unlängst führte T. Kemenczei ein hierher 3 Zoltai 1908. 4 Popescu 1937-40. 5 Hachmann 1957, 90-111 ; Lomborg 1959, 69-76. - S. noch: Hinsel 1968,25-29; Bona 1975,273-276. 6 Mozsolics 1967, 130, Taf. 66:1 ; Máthé 1969-70. - Péter Cséplő (1900) schreibt über die in der ein Kilometer von Nagyvárad (Oradea) gelegenen Knapp-Zigelei zutage geförderten Funde (Steinaxt, Bronzeschwert, Bronzedolch) folgendes : „... Von den drei Gegenständen ist das Schwert am interessantesten. Dieses entbehrt eine jede Verzierung, bloß ein Mittelgrat zieht sich auf ihm entlang zur befestigung der Klinge. Das ganze Schwert ist mit dem Griff zusammen 44 cm lang. Das Griff ist ebenso wie bei den Bronzeschwerten, gewöhnlich sehr schmal und mit 4 Nieten an die Klinge befestigt. Es kann sein, daß es in seinem neuen Zustand um 1-2 cm länger war, darauf läßt die etwas abgestumpfte Spitze schließen. Ein kleinerer bronzener Gegenstand ist selten zu sehen." Die Beschreibung paßt auf das von D. Popescu und M. Rusu (1966, R 2,1) mitgeteilte Schwert, mit Ausnahme der Bemerkung von Cséplő, wonach es unver-