Folia archeologica 43.

Viola T. Dobosi - István Vörös: A Kiskevély barlang revíziója

VOLLGRIFFSCHWERTER VON HAJDÚSÁMSON - APA-TYP 55 reihbares, bisher unbekanntes, mangelhaftes Schwert aus Sarkadkeresztúr (Ostun­gam) vor. 7 Sowohl seine Form, wie auch seine Verzierung betrachtet, läßt sich das Schwert von Dunavecse aber nur durch Gleichheiten einzelner Details zu den oben aufge­zählten reihen, da es von diesen allen im ganzen genomme abweicht. Sein flacher, ovaler Knopfgriff ist dem der Schwerter von Apa 2 (Abb. 4,3) von Oradea (Nagyvá­rad) (Abb. 4,1) und von Téglás (Abb. 3,4) ähnlich. Ähnlichen Charakters ist auch auf den Exemplaren von Dunavecse und Téglás - betreffs dieses Bestandteiles - die aus geschrafften Dreiecken von „geschweifter Seite" bestehende Verzierung, die im gründe genommen eine blühtenblattartige leere Fläche „hervorhebt". 8 Der Griff von gerader Seite verengert sich etwas bei unserem Schwert - von den übrigen ab­weichen - der Schulter zu. In dieser Hinsicht ist es mit dem aus unbekanntem ungari­schem Fundort stammenden Exemplar mit kürzerem Griff verwandt (Abb. 3,2). Ein den einzelnen Elementen seiner in waagerechten Streifen geordneten Verzierung ähnliches Motiv finden wir auf dem Griff des Schwertes von Hajdúsámson (Abb. 3,1). Der separat erzeugte Klingenteil wurde - den Exemplaren von Apa 2., Téglás, Sarkadkeresztúr (Abb. 3,3) un von Oradea (Nagyvárad) ähnlich - mit vier Nieten an den Griff angeknüpft. 9 Es ist zu beachten, daß der innere Bogen der Griffplatte fast eine regelmäßige Kreisform bildet. Ebenso sieht auch der entsprechende Teil der Schwerter von Hajdúsámson, Sarkadkeresztúr und Apa 1 aus (Abb. 3,1, 3, Abb. 4,2). 10 Die Niete werden von einer Punktreihe umrahmt, zwischen den Nieten befindet sich bogenförmig ein Girlandmotiv. Diese Musterelemente sind nur auf dem Schwert von Nagyvárad (Oradea) und von Téglás sichtbar. Die Griffplatte der Schwertklinge von Dunavecse wurde mit solchen bogenförmigen, schraffierten Dreiecken und zick­zackförmigen Strichen verziert, die auf den als Analogie in Frage kommenden Exemplaren nicht vorhanden sind. Im Kreise der bereits öfters angeführten Waffen bilden die vorherrschende Verzierung der Klinge in einzig dastehender Weise Strei­fen, die aus schraffierten Dreiecken bestehen; solche bilden aber auch die „Rahmen­zierde" des Griffes. Es trifft zwar zu, daß auch die kleinere-größere Fläche des ziert ist. Es wurde von ihm das eingekerbte Muster der Waffe vermutlich wegen der Korrosion nicht wahrgenommen, oder er war ein schlechter Beobachter. A. Mozsolics (1967, 130, Taf. 66:1) teilt das Schwert als ein unbekanntes Exemplar aus dem Komitat Bihar mit, was eine derartige Verwirrung her­vorgerufen hat, daß M. Petrescu-Dimboviça (1977, 17, 41, Taf. 5:1, 19:1) dasselbe Schwert auf einer Ze­ichnung mit der Unterschrift Oradea (Nagyvárad) bzw. Komitat Bihor (Bihar) sogar zweimal vorführt. 7 АГешеясгег 1991, 8-10, Taf. 1:2. 8 Ein ähnliches befindet sich auch auf der Schlußscheibe auf dem Nackenkamm der Axt des Hortfundes von Szeghalom (Mozsolics 1967, 165, Taf. 13:1). 9 Die Zahl der achten und der Pseudoniete ist auf den einzelnen Schwerten verschiedentlich. In Ermange­lung von Röntgenaufnahmen müssen wir auch mit der Unrichtigkeit der früheren Daten rechnen. Laut Zoltai( 1908,128) und Mozsolics (1967,140) sind auf dem Schwert von Hajdúsámson fünf Pseudoniete zu sehen. Der Beschreibung von D. Popescu (1937-40, 119-120) nach befinden sich auf dem Schwert von Apa 1 Pseudoniete, während auf dem Exemplar 2 je zwei echte bzw. Pseudoniete gefunden werden kön­nen. Das Exemplar von Sarkadkeresztúr (Kemenczei 1991, 8) ging abhanden, über das nach Zürich ge­langte ungarische Exemplar (Abb. 3:2) stehen uns keine diesbezüglichen Daten zur Verfügung. Auf dem Schwert von Oradea-Nagyvárad befinden sich vier Pseudoniete (Popescu-Rusu 1966, R 2,1 ), während auf dem Exemplar von Téglás - laut der mündlichen Mitteilung von Márta Máthé - je zwei echte Niete und zwei Pseudoniete gefunden werden können. 1 0 Der betreffende Teil der Exemplar von Téglás und Oradea-Nagyvárad ist hingegen halboval, ebenso wie auch bei der Mehrheit der Schwerter von Koszider-(Au)Typ. Obwohl im Falle der letzteren vielleicht die i,Hufeisenform" ein besserer Ausdruck wäre.

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