Folia archeologica 40.

Endre Tóth: Újabb Silvanus-gyűrük Pannoniából (a pannóniai Silvanus-kultuszhoz)

SARMATISCHES GRAB MIT GOLDFLND 131 ten. In der Mitte kann in der Länge eine Wölbung in „U"-Form wahrgenommen werden. Länge: 8,1 cm, Breite: 0,9 cm. (Abb. 1,2) 4. Flacher Bronzering. Die aufeinandergebogenen und glattgehämmerten Enden wurden zusammengenietet. Dm: 2,7 — 2,9 cm, Dicke: 1 mm. (Abb. 1,3) 5. Bronzener Schnallenrahmen von viereckigem Querschnitt, dessen dem Riemen zu fallendes Ende flachgehämmert und die glattgehämmerten Enden dem vorangehenden Ring ähnlich aneinander genietet wurden. Hier wurde der sich verjüngende Schnallendorn darübergebogen. (Abb. 1,4) Die erhalten gebliebenen Goldfunde des ausgeraubten Männergrabes haben ihre Ausführung, Darstellung betrachtet keine Parallelen im Karpatenbecken. Die Edelmetall-, Goldbeigaben sind vor allem für die frühsamatischen Frauen­gräber charakteristisch. Die Männergräber dieser Periode sind sehr arm. Im allgemeinen sind sie auch im späteren Zeitalter im Vergleich mit den Frauen­gräbern ärmer an Beigaben. Im Laufe des 2. Jh. erscheinen in den sarmatischen Gräbern statt den früheren Keramikbeigaben von Stepptnursprung die römischen und örtlich hergestellten Gefäße, unter den Tracht- und Gebrauchsgegenständen römische und örtlich hergestellte barbarische Produkte. Die von Osten mitge­brachten sarmatischen Gegenstände verschwinden langsam mit der Zeit, die aus dem Osten gebrachten Goldgegenstände des erst am Ende der frühsarmatischen Einwanderungswelle kommenden jazygischen Hauptstammes werden nur in je einem reicheren Grab zutage gefördert. Diese weichen aber schon sowohl in ihrem Stil, als in ihrer Ausführung von den Produkten östlichen Ursprunges des 1. )h. ab. Es erscheinen auch die früher unbekannten figuralen Verzierungen, insbe­sondere getriebene und gepreßte Menschen-, Tierfiguren und pflanzliche Motive an der Oberfläche. 2 Die Goldblechüberzüge gehören zu den Eigenartigkeiten dieses Zeitalters. Schon von mehreren Gesichtspunkten aus ist hier noch ein Grabfund erwähnenswert, der in der Gemarkung von Szentes, nahe des Mágócs­part, am Ufer der alten Kórógy-ér zum Vorschein gekommen ist. Leider kam auch dieser nicht im Rahmen einer authentischen Ausgrabung ans Tageslicht. Bei der Sandgewinnung stießen die Arbeiter auf drei Gräber, von diesen waren zwei beigabenlos, das dritte war — der Anmeldung nach — ein Reitergrab und hier kamen folgende Beigaben hervor: 3 1. Ein 20 cm langes Goldblech, an der Oberfläche mit gepreßter Rankenverzie­rung, auf dem Rand des Goldbleches mit von der Rückseite her punzierter Punktreihe. Auch die Rankenverzierung tritt aus der Oberfläche des Bleches hervor. Das eine 6 mm breite Ende des Bleches ist geradegeschnitten, das andere schließt mit einem Halbkreis. 4 1 Die Funde liegen im Ungarischen Nationalmuseum unter den Inv.-Nr.: 17. 1948. 1 5 vor. Die in der Beschreibung vorkommenden Funde Nr. 4 und 5 wurden aus der Umgabung des zugeshütteten Grabes von Ervin Mérey- Kádár eingeholt. Hier möchte ich meinen Dank an Eva Sz. Garam und Attila Kiss für ihre Hilfe bei meiner Museumarbeit aussprechen. 2 Als Beispiel sollen die Hüllen- und Maskenbleche aus dem in Tiszafüred - Nagykenderföl­dek zum Vorschein gekommenen Knabengrab (noch nicht veröffentlichte Ausgrabung von István Fodor) und die Goldblechverzierungen des Frauengrabes Nr. 20 von Szentes — Nagyhegy erwähnt werden. 3 Csallány 1910, 82 93; Párducz 1941, 23-24. 4 Pár duci 1941, Taf. XXX11 10. 9*

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