Folia archeologica 39.

Nagybákay Péter: Címeres ostyasütővasak a Magyar Nemzeti Múzeum-ban a 15-16. századból

226 NAGYBA KAY PÉTER An zwei weiteren Waffeleisen ist das bayrischpfälzische Wappen zu sehen (1537, 1543). Das eine führt ein Psalmenzitat an, das andere enthält die Wappen­zeichungen von Nürnberg, Bregenz (?) Augsburg und Regensburg. Schließlich ist das achte Waffeleisen mit dem kaiserlichen Doppeladler und einem heraldi­schen Löwen verziert (1556). Ein gemeinsamer Zug der erörterten geschmiedeten Waffeleisen ist, daß sie alle aus dem süddeutschen Raum stammen. Das im 15. Jh. erzeugte Stück ist noch ausgesprochen spätgotisch, die übrigen wurden im deutschen Renaissan­cestil hergestellt. Die Gravierung von zwei-drei Stücken scheint noch eine sorg­fältige Goldschmiedearbeit zu sein, die der übrigen zeigt einfache Linien und sie stammt. Vermutlich von den die Waffeleisen herstellenden Hammerschmieden selbst. Mehrere Zeichen weisen darauf hin, daß eines der Haupterzeugung­szentren Ybbsitz (Niederösterreich) war. Die Waffeleisen mit Wappen sind interessante kulturgeschichtliche Denk­mäler an der Grenze des Kungstgewebes und der Volkskunst.

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